Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

» Geben Sie hier Ihre Meinung ab

Leserstimmen

Das Porzellanmädchen

Name: Vanessa Wunsch

Datum: 16. Oktober 2017

Enttäuscht

Ich muss sagen die Bücher von Max Bentow sind einfach faszinierend und die Nebengeschichten des Nils Trojan wo es um seine Tochter geht einfach einzigartig. Leider habe ich das Porzellanmädchen gekauft und bin total traurig dass es nicht aus der Nils-Trojan-Serie stammt. Ich hoffe er hört nie mit der Nils-Trojan-Serie auf. :(

Das Porzellanmädchen

Name: Yunikas Bücherwelt

Datum: 9. Oktober 2017

Vorsicht, Suchtgefahr!

Ich mag die Cover zu den Büchern von Max Betow, auch wenn ich teilweise nicht verstehe, was sie mit dem Inhalt zu tun haben. Trotzdem erkennt man immer sofort, zu welchem Autor das Buch gehört. Trotzdem ähnelt es zu sehr der Nils Trojan Reihe, deswegen könnte man schnell denken, dass die Bücher zusammengehören, was aber nicht zutrifft.

Ich bekenne mich als absoluten Max Bentow Fan und habe mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass ein neuer Thriller erschienen ist. Für mich stad von Anfang an fest, dass ich dieses Buch haben musste.

Ich gestehe, dass ich anfangs etwas skeptisch war, weil ich die Reihe von Trojan sehr liebe und oftmals schlechte Erfahrungen gemacht habe, wenn Autoren andere Bücher abweichend von der ursprünglichen Reihe schreiben. Hier jedoch war die Angst unberechtigt, denn Max Bentow kann auch anders. Er entführt einen in die Abgründe der Menschen und bringt die Geschichte souverän und unglaublich spannend rüber. Dieses Buch ist ein absoluter Pageturner und macht süchtig.

Sprachlich gefiel es mir sehr gut. Die Geschichte ist absolut fesselnd und lässt sich leicht lesen. Er hat ein tolles Auge für Details und rundet die Geschichte damit perfekt ab. Es fasziniert mich, dass Max Bentow auch nicht vor grausigen Szenen zurückschreckt und wie gut er sie rüberbringen kann, ohne dass man sich denkt, dass sie unpassend wären.

Ich habe das Buch gleichzeitig noch als Hörbuch gehört und normalerweise mag ich Axel Mielberg sehr als Sprecher. Er betont sehr gut und spricht unterschiedlich, je nach Person. Man kann ihm sehr gut folgen und ich liebe seine ruhige Stimme. Trotzdem wirkte er manchmal tonlos und gelangweilt und das fand ich ein wenig schade.

Die Charaktere der Geschichte fand ich toll. Sie waren gut durchdacht und tiefgründig charakterisiert. Man kann sich gut mit ihnen identifizieren und schließt sie schnell ins Herz. Sie beleben die Geschichte positiv und machen sie rund.



Alles in allem ein toller, gelungener Thriller, den ich nur empfehlen kann. Er ist unglaublich spannend mit garantierter Suchtgefahr. Der Autor erschafft eine tolle Atmosphäre, die das Buch besonders macht. Auch die Charaktere passen perfekt zur Geschichte.

Das Porzellanmädchen

Name: Lee

Datum: 7. Oktober 2017

Super spannender Thriller!

Nachdem ich bereits Bücher von Max Bentow gelesen habe, bin ich mit gewissen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und muss sagen, dass sie alle erfüllt worden sind. Ich habe mich gegruselt, ein bisschen geekelt und ganz viel mitgefiebert.

Bereits die erste Seite wirft einen Mitten ins Geschehen und während man sich noch fragt was bei einem Waldspaziergang am hellichten Tage schief gehen kann, ist der Hauptcharakter, Luna, auch schon entführt. In ihrer Panik verwechselt sie ihren Entführer zunächst mit einem übergroßen Insekt, was durchaus passieren kann, da er eine Gasmaske aus den Zeiten des ersten Weltkriegs trägt.

Von ihrem Entführer wird sie zu ziemlich widerlichen Dingen gezwungen und der rote Lippenstift hat seinen ersten Auftritt. Ihr denkt an Lippenstift gibt es nichts ekliges? Dann habt ihr den Einfallsreichtum des Entführers unterschätzt. Er zwingt Luna sich selbst die Lippen und die Backen damit anzumalen und geht dann dazu über sie mit diesem Lippenstift am ganzen Körper anzumalen und letztendlich auch zu vergwaltigen. Ihr einziger Beistand ist eine Puppe. Eine alte Porzellanpuppe, die schon außerhalb von Horrorfilmen gruselig ist. Um das alles noch schlimmer zu machen sieht die Puppe exact aus wie Luna.

Diese Puppe spielt in dem gesamten Thriller eine große Rolle. Nicht nur das Luna die Puppe sprechen hört, nein, sie ist auch mehr oder minder für den Unfall einer älteren Dame, die Fehlgeburt einer jungen Frau und das verlorene Augenlicht eines Puppendoktors verantwortlich. Und dabei gelingt es ihr sogar einen eigenen Charakter zu entwickeln, der, wie nicht anders zu erwarten, ziemlich blutrünstig ist. Immer wieder fordert sie den Tod von verschiedenen Personen und stellt sich dabei nicht einmal ungeschickt an.

Max Bentow schafft es meisterhaft eine verstörend, schaurige Atmosphäre zu schaffen, in der man bald nicht mehr weiß was nun richtig und was nur eingebildet ist. Kann die Puppe wirklich sprechen? Ich würde die Frage gerne mit "Nein" beantworten, aber natürlich musste es ganz am Ende noch einmal einen Twist geben. Generell gibt es in dem Thriller mehrere Stellen, an denen ich gedacht habe: "Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen." und somit war das Lesen auch alles andere als langweilig. Vielmehr habe ich das Buch fast in einem Rutsch verschlungen.

Etwas das mir sehr gefallen hat, sind die Stellen an denen man Einblicke in das Buch erhält, welches Luna gerade schreibt. Da es ihre eigene Geschichte ist, erfährt man immer wieder Hintergrundinformationen und Dinge die sie erlebt hat. Allerdings durch die Augen ihres blutrünstigen Buch-Ichs, das unter Einfluss der Puppe immer wieder Menschen umbringt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Lunas Buch-Ich und ihrer eigenen Wahrheit immer mehr, wodurch ein nicht abzuschüttelndes Gefühl von Misstrauen entsteht. Wird Luna wirklich verrückt?

Generell ist Luna ein sehr vielschichtiger und interessanter Charakter. Trotz ihrer harten Vergangenheit bleibt sie stark und versucht aufzuarbeiten was mit ihr geschehen ist. Dabei ist sie jedoch keineswegs Superman, im Gegenteil, sie steht kurz vor dem psychischen Abgrund und klammert sich allein mit Starrsinn an ihr Ziel: Das Insekt zu überführen. Man merkt das eine Menge Arbeit und Recherche in ihre Entwicklung gesteckt wurde. Über das ganze Buch hinweg konnte ich mit Luna mitfühlen und bin mir fast ein wenig vorgekommen, als wäre ich live mit dabei. Wohl ein Grund weshalb ich einfach nicht glauben wollte, das sie vielleicht langsam anfängt durchzudrehen. Genauso wenig wie sie selbst.

Ich habe wirklich lange keinen Thriller mehr gelesen, bei dem mir so die Luft weggeblieben ist und bei dem ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Max Bentow ist es einmal mehr gelungen mich mitzureißen und zu begeistern. Aus dem Grund möchte ich das Buch jedem Thrillerfan ans Herz legen.

Von mir bekommt es vier einhalb Sterne. :)

Zum Abschluss noch mein Lieblingszitat:

"Nach jüngsten wissenschaftlichen Untersuchungen befindet sich unter hundert Menschen mindestens ein Psychopath."

Das Porzellanmädchen

Name: Mikka Liest

Datum: 7. Oktober 2017

Thriller, Geistergeschichte, Drama?

(3,5 von 5 Sternen)

Ich habe dieses Buch als ungekürztes Hörbuch gehört.

Manchmal war ich mir nicht sicher: höre ich einen Thriller, eine Geistergeschichte oder ein psychologisches Drama über eine Frau, die an einem schrecklichen Erlebnis zerbrochen ist? Tatsächlich war ich mir dessen immer noch unschlüssig, als das letzte Wort verklungen war...

Mit Sicherheit sagen kann ich, dass Axel Milberg als Sprecher des Hörbuchs eine phänomenale Wahl war: er flüstert, raunt, grollt und knarzt sich nicht nur durch den Text, sondern gibt auch die Geräusche der Puppe wieder.

Welche Puppe?

Die Puppe, die vielleicht wirklich nur eine Puppe ist, vielleicht aber auch besessen – auf jeden Fall aber ein Erinnerungsstück an ein Trauma, das Protagonistin Luna an den Rand des Wahnsinns treibt.

Die neun Stunden, die das Hörbuch dauert, vergingen wie im Flug. Ich war fasziniert und gebannt, gruselte mich, stellte Theorien auf, was denn nun wirklich hinter der ganzen Geschichte steckte. Und doch war ich am Ende nicht ganz zufrieden.

Interessant fand ich, dass die Geschichte mit ihrer eigenen Ambivalenz spielt. Luna, die Autorin ist, verarbeitet ihre Erlebnisse in einem Roman, dessen Hauptfigur ihr sehr, sehr ähnlich ist – und die aufgrund desselben Traumas, das Luna erlebt hat, zur mehrfachen Mörderin wird. Da fragt man sich als Leser: hat Luna all das, was ihre Romanheldin tut, denn wirklich getan? Einiges spricht dafür... Bentow wartet da auch noch mit einer interessanten Wendung auf, die die Dinge noch mal in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Allerdings fand ich die Auflösung des Ganzen am Schluss nicht gänzlich logisch und schlüssig, manches erschien mir unrealistisch und konstruiert, und in meinen Augen bemüht sich das Buch zu sehr, den Leser auf den letzten Seiten noch einmal dazu zu bringen, alles in Zweifel zu ziehen.

Natürlich geht es auch darum, was Luna vor vielen Jahren passiert ist, und was man als Leser über die Motive des damaligen Täters erfährt, wirkte auf mich eher wie plumpe Westentaschenpsychologie.

Die Geschichte ist fast schon ein Kammerspiel: sie spielt sich auf kleinem Raum und mit nur einer Handvoll Personen ab. Das funktioniert meist gut, manchmal aber auch nicht, denn die Charaktere sind in meinen Augen nicht hundertprozentig ausgereift und der Schreibstil ist oft sehr einfach. Besonders die Dialoge wirken gelegentlich etwas hölzern. Luna ist ohne Zweifel ein sehr interessanter Charakter, aber so richtig greifbar war sie für mich über lange Passange nicht. Und Leon, der 15-Jährige, den sie mitgeschleift hat in das Horrorhaus ihres persönlichen Dramas, benimmt sich mal wie ein viel jüngeres Kind, dann wieder merkwürdig abgeklärt und viel zu erwachsen.

Dennoch: das Buch kann mit dichter Atmosphäre und einem hohen Unterhaltungswert punkten.

Fazit:
Ein Thriller, eine Geistergeschichte, ein Drama? Vielleicht ein bisschen von allem. Die Geschichte hat in meinen Augen durchaus Schwächen, der Schreibstil konnte mich auch nicht immer begeistern, dennoch fand ich das Buch auf jeden Fall unterhaltsam und das Hörbuch hervorragend gesprochen.

Das Porzellanmädchen

Name: Janine B.

Datum: 4. Oktober 2017

Mein erster Psychothriller - Einfach nur wow!

Nochmals zum Inhalt:
Thriller-Autorin Luna will mit ihrem neuen Werk endlich ihre schrecklichen Erinnerungen an ein Ereignis in ihrer Kindheit niederschreiben, in der Hoffnung so endlich damit abschliessen zu können. Schon sehr früh fällt dem Leser auf, dass die junge Frau sich sehr leicht ablenken und einschüchtern lässt – sei es eine Geste oder gar nur ein (von ihr zu anzüglich interpretierter) Blick. Es ist deutlich erkennbar, wie verstörend besagtes Kindheitserlebnis für sie gewesen sein muss.


Dennoch mietet sich Luna im Haus ein, in welchem sie als kleines Mädchen gefangen war. Sie will das Buch vor Ort schreiben. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat ist, dass sie überwacht wird, dass jemand ihre Worte mitliest und dass dieser jemand das vollenden will, was er vor Jahren nicht konnte; Sein Püppchen zu töten – und notfalls auch alle, die Luna retten wollen.

Meine Meinung:
Ich neige zu Albträumen - Ob ein Psychothriller da eine gute Idee ist? Oh ja, dieses Buch war der Hammer! Ich habe es innert zwei Tagen verschlungen. Max Bentow versteht es, den Leser in seinen bzw den Bann seiner Protagonisten und deren Geschichte, zu ziehen. Es war für mich praktisch unmöglich, das Buch beiseite zu legen!

Gewisse Stellen erzeugen Gänsehaut, zeigen die Abgründe der menschlichen Seele derart detailliert, dass man schaudert. Andere Stellen zeigen Kampfgeist, geben Hoffnung und an manchen Stellen möchte an schreien: Pass auf, er ist es!
Auch wenn ich ziemlich früh realisierte, wer der vermeintliche Entführer Lunas war, blieb die Geschichte spannend, irritierend, fesselnd, verworren und mitreissend. Wer also ein Buch sucht, welches den Leser kompromisslos fesselt, ist hiermit gut bedient!

Das Porzellanmädchen

Name: gedankenbuecherei

Datum: 24. September 2017

Packender Thriller!

Bei Das Porzellanmädchen handelt es sich um einen Psychothriller mit einigen Horror-Elementen. Diese übernehmen die Porzellanpuppen, wie man dem Titel eigentlich schon entnehmen kann. Protagonistin ist Luna Moor, eine gefeierte Schriftstellerin, die hochspannende Thriller schreibt. Allerdings wissen ihre Fans nicht, wie viel Wahrheit in ihren Texten tatsächlich steckt. Durch Einblicke in die Vergangenheit erfährt der Leser, wie Luna als 16-jährige misshandelt wurde, diese schreckliche Erfahrung will sie nun in ihrem neusten Thriller verarbeiten. Sie wurde von einem Unbekannten mit einer Gasmaske festgehalten, der sie wie eine Puppe behandelte und dafür auf einem Dachboden festhielt. Das Gesicht des Mannes konnte sie nie sehen, sie nannte ihn nur das Insekt. Einzig eine Porzellanpuppe leistete ihr während ihrer Gefangenschaft Gesellschaft. Luna begann die Puppe sprechen zu hören. Um die Grausamkeiten der Vergangenheit zu verarbeiten, begibt sie sich an den Ort des Grauens zurück, zusammen mit Leon, dem fünfzehnjährigen Sohn ihrer besten Freundin.

Spannung ist wirklich von Anfang bis Ende gegeben. Die Sicht wechselt zwischen Luna und Leon, außerdem erhält der Leser Einblicke in Lunas Vergangenheit und Auszüge des Thrillers, an dem Luna arbeitet, sind vorhanden. Das alles sorgt für Abwechslung und erhält die Spannung am Leben.

Bentow versteht es perfekt, eine düstere und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die zu keiner Zeit abbricht. Dazu nutzt er eine Sprache ohne Ausschmückungen, die sehr klar und einfach gehalten ist. Daran musste ich mich erst gewöhnen, allerdings passt das wunderbar zu der Geschichte. Die extreme Beklemmung entsteht vor allem durch die Perversitäten und Gräueltaten, die zwar nicht ausführlich geschildert werden, aber dennoch durch die Selbstverständlichkeit, mit welcher der Täter handelt, bedrücken.

Die Protagonistin Luna ist durch das Erlebte eine sehr instabile, aber auch starke Persönlichkeit, die mit ihren Büchern versucht, mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen. Durch die Einblicke in ihren neusten Thriller erkennt der Leser sehr schnell, dass es sich bei der von Luna erschaffenen Protagonistin tatsächlich um sie selbst handelt. Immer wieder musste ich mir die Frage stellen, was von den schrecklichen Dingen die passieren, Lunas Fantasie entspringt und was tatsächlich der Realität entspricht. Durch ihre Instabilität und das Trauma, das sie erlitten hat, ist es natürlich nicht abwegig, dass Luna unter einer psychischen Störung leidet und selbst nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann. Dadurch war ich ständig hin- und hergerissen, die Frage, wie unschuldig Luna tatsächlich ist, bleibt beinahe bis zum Schluss offen.

Leon ist der Sohn der besten Freundin Lunas und muss bei ihr unterkommen, solange seine Mutter dienstlich unterwegs ist. Was mich ein wenig gestört hat, war die Tatsache, dass Luna eigentlich von Anfang an hätte erkennen müssen, dass der Ort an dem sie das Grauen erlebt hat, nicht geeignet ist um den Jungen mitzunehmen. Selbst als die schrecklichen Dinge ihren Lauf nehmen, lässt sie ihn weiterhin bei sich wohnen. Somit trägt er natürlich zu der Entwicklung der Ereignisse bei und nimmt einen wichtigen Anteil an der Geschichte. Ein klein wenig störend, war auch das Gefühl, dass Leon in Luna verliebt ist, das wird zwar nicht explizit erwähnt, kommt aber meiner Meinung nach, ziemlich deutlich rüber. Etwas unpassend, aber nicht allzu störend.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf und ab einem gewissen Zeitpunkt ist auch der Ausgang ziemlich klar, das schadet der Spannung aber trotzdem keineswegs. Die Horror-Elemente durch die Porzellanpuppen waren auch sehr gut platziert, nicht zu viel und nicht zu wenig. Insgesamt ein sehr gelungener Thriller, bei dem man durchweg den Atem anhält!

FAZIT:
Was für mich dieses Buch besonders macht, ist die Tatsache, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Spannung ist schon von Beginn an in hohem Maße vorhanden und nimmt zu keiner Zeit ab. Die düstere und beklemmende Stimmung ist ein ständiger Begleiter und auch einen kleinen Hauch Horror hat Das Porzellanmädchen zu bieten, in Form von gruseligen Porzellanpuppen. Die Idee, den Thriller der Protagonistin mit einzubinden, finde ich sehr gut, da ich selbst immer wieder gerätselt habe, was davon denn nun Fiktion ist und was davon zu Luna selbst gehört. Ganz klare Leseempfehlung!

Die Totentänzerin

Name: Carolin Egelhof

Datum: 24. September 2017

chapo

Ganz zufällig bin ich vor 3-4 Wochen auf den Autor Max Bentow gestoßen und dachte, okay, dann mache ich mal eine Leseprobe. Zuvor habe ich mich überwiegend durch Werke von Elizabeth George, Michael Robotham und Sebastian Fitzek durchgelesen. Keinen Zweifel, diese sind auch immer sehr spannend und lesenswert. Ich habe nun "Die Totentänzerin", "Das Hexenmädchen" und "Das Dornenkind" mit Begeisterung gelesen! "Der Traummacher" liegt bereits parat, allerdings muß ich mich etwas zügeln, da mir sonst nicht mehr viel über Nils Trojan und seinen überaus spannenden Ermittlungen zu lesen bleibt. Sehr genial, überzeugend und in meinen Augen herrvorragende Bücher! Weiter so, ich möchte noch viel mehr an der Seite von Herrn Trojan sein! DANKE...

Der Federmann

Name: Heiko Früh

Datum: 17. September 2017

Echt fesselnd die Bücher

Ich habe bis jetzt die ersten Drei Bücher gelesen... konnte sie nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich schon auf die nächsten drei.... Mein Kompliment und weiter so!

Das Porzellanmädchen

Name: Magische Momente

Datum: 14. September 2017

Abgründig, beängstigend und wendungsreich

Vor allem durch seine Thriller Reihe rund um Nils Trojan ist Max Bentow sehr bekannt. Ich selbst habe jedoch noch gar kein Buch von ihm gelesen, wodurch ich nur umso gespannter auf sein neuestes Werk war.

Der Klappentext verrät eigentlich schon das wichtigste, weshalb man darauf nicht mehr eingehen muss.
Luna Moor ist die wichtigste Person in diesem Schauspiel, neben Leon und dem Täter. Überwiegend erfährt man dabei ihre Perspektive, aber auch einzelne Passagen erfahren wir von den anderen beiden.
Das hat mir deshalb so gut gefallen, da dadurch relativ viel beleuchtet wurde und man sich ein genaues Bild von ihnen und ihren Gedanken machen konnte.
Man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.
Dazu muss man sagen, daß dieses Buch über Luna selbst erzählt und die Handlung von Maria, aus Lunas neuem Manuskript.
Luna selbst lernt man sofort sehr gut kennen, dabei erfährt man auch einigeas aus ihrer Vorgeschichte. Es hat nicht lange gedauert und die Gänsehaut fuhr mir über den Rücken und ich begann mich im wahrsten Sinne des Wortes zu fürchten.
Nicht vor Luna, sondern vor dem, was mir da abscheuliches und grauenvolles geboten wurde.
Es begann sich sofort ein Film in meinem Kopf abzuspielen, der wirklich alle Grenzen sprengt. Die Kälte kroch langsam über meinen Rücken und es gab nicht selten Momente, wo ich mich am liebsten versteckt hätte.
Der Stoff aus dem defintiv Alpträume geboren werden.
Max Bentow hat so eine eindringliche Art an sich, die mich sofort mitten in Geschehen und ins Buch zog. Und so schrecklich es auch war, ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen.
Denn es ließ mich einfach nicht los.
Man erfährt Lunas Geschichte, ihren Alptraum und was für eine Persönlichkeit sie geworden ist.
Wie ihre Vergangenheit sie beeinflusst, ja verändert hat.
Dabei tauchen wir auch immer mal wieder in vergangene Zeiten ein.
Man darf an Lunas neuem Projekt teilhaben und das offenbart so einiges.
Es ist nicht einfach nur eine Geschichte, die sie niederschreibt. Es ist viel größer und gewaltiger, als man zunächst ahnt.
Die Nerven sind wirklich zum zerreißen gespannt und ich wusste gar nicht, wem ich zuerst Beistand geben sollte.
Denn sowohl Luna, als auch Leon sind mir sehr unter die Haut gegangen.

Der Autor schreibt fließend und lebendig, so das man in einen richtigen Sog gerät. Das Buch selbst ist dabei in drei Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Die Handlung selbst ist sehr vielschichtig gestaltet. Vordergründig nimmt man natürlich die Charaktere wahr. Die glaubwürdiger nicht sein könnten. Gerade Luna verfügt über einige Ecken und Kanten, was sie mir sehr viel nähergebracht hat.
Und obwohl man wirklich viel über sie erfährt, bleibt noch eine ganze Menge im Dunkeln. Man ist bis zum Schluss quasi hin- und hergerissen und weiß nicht wirklich, wer sie eigentlich ist.
Mitunter hatte ich wirklich das Gefühl, die Grenzen verschwinden gänzlich und ich fand mich in einem Grauen aus Fiktion und Realität wieder.
Doch wo beginnt die Wahrheit und wo endet sie?
Ein Hauch von Wahnsinn und Abgründigkeit zog sich über die Seiten und man ist der Verzweiflung und der Wut sehr nahe.
Soll man bleiben oder lieber wegrennen?
Diese Fragen habe ich mir immer wieder gestellt. Aber nein, ich musste der Wahrheit auf den Grund gehen .
Doch neben Lunas Geschichte spielt noch ein weiterer mystischer und dunkler Aspekt eine Rolle. Mir persönlich war dies jedoch etwas zuviel des Guten. Auch wenn es wirklich hervorragend dazu gepasst hat und dem Ganzen die wahre Abgründigkeit verlieh.
Doch egal was Luna bisher durchmachen musste, dies ist die größte Prüfung ihres Lebens. Eine indem es um alles oder nichts geht.
Sowohl Heilung, als auch neues zufügen von seelischen Wunden.
Ganz ehrlich, irgendwann hab ich aufgehört mit Denken und habe es einfach nur noch in mich aufgenommen.
Es ist brutal und psychologisch gesehen ein gewaltiges Martyrium.
Man findet keinen Ausweg und möchte einfach nur noch schreien.
Die immense Verzweiflung und die innere Zerrissenheit ist zum greifen nah.
Und wenn man denkt, es kommt nicht mehr schlimmer, so wird man eines besseren belehrt.
Denn hier wurden Wendungen eingewoben , bei denen mir wirklich Hören und Sehen verging.
Ist war entsetzt, schockiert und doch hatte ich auch Mitgefühl.
Dabei blieb auch der Überraschungseffekt nicht aus, den ich aber schon kurz vorher erahnte. Dennoch hat es mich in dem Moment wirklich sprachlos gemacht.
Der Showdown selbst brachte sehr viel Licht ins Dunkel, war gleichzeitig aber auch sehr explosiv und emotional. Alles fand seinen Platz und offenbarte dabei auch sehr viel.
Der Schlussakt ist sehr gut gelungen, auch wenn ich ihn mir anders gewünscht hätte.

Schlussendlich ein nervenzehrender Psychothriller, der beängstigend ist und die wahren Alpträume produziert.
Aber gleichzeitig geht es immens unter die Haut und ruft ein riesiges Gefühlchaos hervor.
Sicher nicht mein letztes Buch des Autors.

Fazit:
Max Bentow weiß wie man Thriller zum Leben erweckt.
Und das sage ich nach nur diesem Buch, denn ich kenne seine anderen Werke nicht.
Ihm ist ein herausragender und gut ausgearbeiteter Psychothriller gelungen, der extrem beängstigend ist und die wahren Alpträume erst entstehen lässt.
Charaktere die fesseln und unter die Haut gehen und eine Handlung, die vielschichtiger und beklemmender nicht sein könnte.
Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen, weil mich ein regelrechter Sog erfasst hat.
Sicher nicht mein letztes Buch von ihm.
Abgründig, beängstigend und wendungsreich.

Das Porzellanmädchen

Name: Franzy

Datum: 12. September 2017

Puppchen, du bist mein Augenstern...Oder eben nicht!

Buchinfo
Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele, und ihre Bücher gehen unter die Haut. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, und eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sie will eintauchen in die bedrohliche Atmosphäre des einsam gelegenen Hauses, in dem sie einst gefangen war, und versuchen zu verstehen, was damals geschah. Gemeinsam mit Leon, dem Sohn einer Freundin, richtet sie sich ein in dem verlassenen Haus im Wald. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein? (Verlag)

Erster Satz
Sie war sechzehn. Von den Jungs in ihrer Schule, die sie nicht beim Namen kannten, wurde sie das Mädchen mit der Porzellanhaut genannt.

Meine Meinung
Wer nicht erst seit gestern auf meinem Blog unterwegs ist, weiß, dass ich Max Bentow schon fast vergöttere. Obwohl er mir mal das Du anbot, konnte ich es nicht - so ehrfürchtig bin ich diesem Mann gegenüber. Ein gerahmtes Autogramm steht in meinem Regal, alle seine Bücher sind dabei. Deswegen war es nicht verwunderlich, dass ich auch dieses Buch von ihm lesen musste, selbst wenn es keine weitere Fortsetzung der Nils Trojan-Reihe ist.

Wenn ich die Brücke gerade schon zu dem Ermittler der Reihe geschlagen habe...am Anfang habe ich mich sehr häufig dabei erwischt, wie ich ihn vermisste. Nils, diesen Eigenbrödler, der ständig mit seinem Fahrrad durch Berlin kurvt und seine on/off-Beziehung immer wieder vor die Wand fährt. Ein Mann, den man mag - oder eben nicht. Auch wenn der letzte Teil der Reihe noch nicht lange her ist, warte ich doch gespannt wie ein Regenschirm auf den nächsten Teil. Doch genug davon, immerhin ist es etwas ganz eigenständiges - Das Porzellanmädchen.

Dieses Buch ist mein ganz persönlicher Albtraum!

Vor einer kleinen Ewigkeit fragte Herr Bentow auf seiner Facebook-Seite nach den ganz persönlichen Ängsten und Phobien seiner Follower. Wie man seit "Der Federmann" weiß, ist seine Angst eingesperrte Vögel, die mit den Flügeln schlagen. Meine allergrößte Angst, neben Clowns und der Dunkelheit, sind Puppen. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nie ändern. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Sammlerstücke aus Porzellan, Kinderspielzeug aus Plastik oder um Schaufensterpuppen handelt. Handpuppen aus Stoff gehen noch, wobei diese typischen Bauchrednerpuppen mit dem beweglichen Mund mein absoluter Horror sind.
Als treuer Fan erzählte ich das selbstverständlich und ließ ihn damit tief in meine Seele schauen. Ich verheimlichte nicht, dass ich als Kind abends alle meine Puppen umdrehte, damit sie mich nachts nicht 'beobachten' konnten und ich auch heute noch nicht in diese (für mich) fürchterlichen Augen schauen kann. Seine Reaktion war: "Inspirierend!" Und - ZACK - war da dieses Buch, das sich als mein persönlicher Albtraum herausstellte. Zufall? Möglich. Mein Fan-Herz hofft aber natürlich, dass ich mit meiner Geschichte wirklich einen minimalen Teil dazu beigetragen habe ;-)

Es hat ein wenig was von Horrorfilm schauen, während die Hand auf den Augen liegt und man zwischen den Fingern durchschielt.

Neben Bentows Schreibtalent ist es natürlich die Angst. Wer sich nicht zumindest vor den toten Augen einer Puppe gruseln kann, wird dieses Buch sicher nicht halb so schlimm finden. Doch wie auch schon in den Trojan-Büchern wird man nach ein paar Seiten gefangen genommen und mit durch die Geschichte gezogen. Die Geheimnisse und Wendungen lassen das Herz für einen Schlag aussetzen und irgendwann stellt man erschrocken fest, dass man tatsächlich den Atem angehalten hat.

Die Stimmung ist die ganze Geschichte über düster, bedrückend und spannungsgeladen. Und genau das macht es so gut. Lachende, tobende Kinder oder fröhlich zwitschernde Vögel im strahlenden Sonnenschein wären absolut Fehl am Platz. Die Story lebt von ihrer Dunkelheit und sorgt dafür, dass man sich beklommen fühlt. Es gab mehr als eine Stelle, an der ich tatsächlich ein klein wenig Angst und ein rasendes Herz hatte - ja, ich bin auch generell ein Schisser...aber trotzdem!

Neben der eigentlichen Geschichte gibt es noch ein Buch im Buch. Immerhin ist die Protagonistin gefeierte Thriller-Autorin. Ich habe in der Vergangenheit schon öfter Bücher gelesen, in denen ebenfalls Bücher zu lesen waren. Eigentlich ist das so gar nicht mein Fall wenn ich ehrlich bin, weswegen ich am Anfang echt mit den Augen gerollt habe und ein Stoßgebet in sämtliche Richtungen schickte, dass es bitte bitte schnell vorbei oder - entgegen meiner Erwartungen - wirklich wirklich gut ist. Was soll ich sagen...es ist wirklich wirklich gut ^^ Max Bentow nutzt dieses Mittel ganz gezielt um weitere Spannung aufzubauen und Vermutungen in die Köpfe der Leser zu pflanzen, die sich irgendwann als Fehleinschätzungen rausstellen.

Textstellen
In ihren Augen war es ein Insekt. Aber es hatte Gliedmaßen wie ein Mensch und bewegte sich aufrecht. Das Sonderbare aber war der Kopf. Kreisrunde Augen, die wie tot wirkten. Und darunter baumelte dieser Rüssel, schwarz und lang.
(Seite 13)

Etwas trug sie im Schlaf hinaus. [...] Einmal war sie im Schuppen aufgewacht, mit dem Kopf auf dem Hackklotz. [...] Aber sie konnte sich nicht erinnern, wie es dazu gekommen war.
(Seite 87)

"Geh jetzt. Ich muss arbeiten. Ich habe ein Buch zu schreiben. Es ist das wichtgste Buch meiner Karriere. Entweder tötet es mich, oder ich gehe am Ende als Siegerin hervor."
(Seite 262)

Fazit
Chapeau, Herr Bentow!
Ich ziehe meinen imaginären Hut oder lasse mich mit gesenktem Blick in einen tiefen Knicks fallen. Noch nie hatte ich beim Lesen so ein rasendes Herz und einen trockenen Mund.

Auch wer nicht so eine panische Angst vor Puppen hat wie ich, wird bei diesem Buch sicher auf seine Kosten kommen. Wer bei Horrorfilmen immer eine Hand oder ein Kissen vor den Augen hat, sollte dieses Buch allerdings nicht lesen, wenn er alleine ist. Oder es dunkel ist. Oder er in einem alten knarzenden Haus lebt. Oder sich Puppen in der Nähe befinden...

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de