Ihre Meinung zu den Büchern

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Leserstimmen

Das Dornenkind

Name: Silke Schröder, hallo-buch.de

Datum: 2. September 2015

Sein persönlichster Fall

Als in Berlin drei Leichen mit eingeritzten Wörtern auf der Haut gefunden werden, ist für Kommissar Nils Trojan klar, dass es der Täter auf ihn ganz persönlich abgesehen hat. Kurz darauf meldet sich bei ihm eine junge Frau, die behauptet, die Tochter des “Federmann”-Mörders zu sein. Und nicht nur das, sie sagt außerdem, dass der Killer Kontakt zu ihr aufgenommen habe. Troja ist entsetzt, denn der “Federmann” war einer seiner erschreckendsten Fälle. Und das schlimmste ist: Der Serienmörder stürzte zwar schließlich von einer hohen Brücke, aber seine Leiche wurde nie gefunden...

"Das Dornenkind" ist der fünfte Fall von Max Bentow mit seinem Berliner Kommissar Nils Trojan, und es zugleich sein persönlichster. Denn anders als in den vorangegangen Krimis steht Trojan hier zusammen mit seiner Tochter Emily und mit Wendy, der Tochter des ‘Federmanns’, im Mittelpunkt der Story. Dabei zeichnet Bentow ein Psychogramm der beiden Väter und ihrer Verhältnisse zu ihren Töchtern. Herausgekommen ist ein routiniert geschriebener Thriller, der zwar mit einigen langen Monologen daherkommt und auch nicht ganz an seinen Vorgänger “Das Dornenkind” heranreicht, aber gut durchkomponiert ist, nur punktuell auf Action setzt und mit einem vielsagenden Cliffhanger endet. Der Schauspieler Axel Milberg, bekannt als Kieler Tatortkommissar, erzählt die Story mit der richtigen Nuancierung.

Das Hexenmädchen

Name: Novemberkind

Datum: 29. August 2015

Das Hexenmädchen von Max Bentow

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen, so sehr, dass ich mir auch die anderen Teile der Nils-Trojan-Reihe besorgt habe. Die stehen nur brav und zum Lesen bereit im Regal - schön schaut es aus, alle farblich ähnlich - hübsch. Nun aber zum Inhalt...

Bentow hat einen flüssigen Schreibstil, das Buch habe ich nur so verschlungen. Seine Kapitel schreibt er aus unterschiedlichen Sichtweisen. Das verwirrte mich anfangs, da ich es beispielsweise von Viveca Sten gewohnt war, dass dieser Perspektivwechsel immer mit einem neuen Kapitel beginnt - jedes Kapitel war aus der Sicht einer Figur geschrieben. Bei Bentow war das anders. Er sprang zwischen den Protagonisten innerhalb eines Kapitels. Im Laufe des Buches fand ich diese Sprünge wunderbar, da man nie weiß was als nächstes passiert, da jeder Zeit ein Wechsel stattfinden könnte.

Protagonist war Nils Trojan, Kommissar in Berlin. Ich habe Trojan sofort in mein Herz geschlossen und lustiger Weise in Gedanken mit jemanden verbunden den ich kenne, wahrscheinlich war er mir deshalb sympathisch und ich habe ihm diese Rolle abgekauft. Mir gefiel sein persönliches Engagement den Fall zu lösen. In anderen Büchern fahren alle Ermittler immer brav zur Familie und scheinen alles für eine Weile zu vergessen, aber nicht Trojan - oder zumindest lässt Bentow das nicht so wirken. Der Fall beschäftigt Trojan, hält ihn wach.
Das macht die Story so greifbar und fast realistisch. Ließ eine gewisse Anspannung nicht vergehen - machte aufmerksamer gegenüber den Aussagen und den Geschehnissen.
Als störend empfand ich Trojans Ex-Frau - gut vielleicht wird sie zu einem passenden Teil, wenn man die anderen Teile auch gelesen hat. Aber hier hat sie mich gestört. Sie wirkte wie eingeschoben und nervte mich mit ihren Aktionen - total unsympathische Frau, wahrscheinlich ist sie deshalb auch die Ex-Frau. Doch auch Therapeutin Jana war in diesem Band irgendwie merkwürdig - ihre Gefühle und Beweggründe, sich merkwürdig zu verhalten, habe ich verstanden und waren auch verständlich, aber sie reagierte komisch und auch ein Stück zu launisch - ich war und bin noch immer verwirrt. Vielleicht werde ich auch aus dieser Frau erst durch die anderen Teile schlau oder sie ist einfach ein Scheißcharakter - ich werde das herausfinden.

Ich bin ja immer pingelig, wenn es um deutsche Thriller geht. Oft sind sie so langatmig und die Story ist alles andere nur nicht rasant. Dieses Buch aber hat mich überrascht - ein-, zweimal hab ich mich bei dem hibbeligen Gedanken 'nun macht schon!' ertappt. Die Atmosphäre war unheimlich und es gibt so spezielle Themen, wie in diesem Buch, die mir immer sehr nahe gehen und die ich als sehr beklemmend empfinde. Bentow hat es gut umgesetzt, ähnlich wie Dvenkar in 'Still'. Es lief mir oft ein Schauer über den Rücken. Das Ende hat mich überrascht, es war nicht vorhersehbar - was bei vielen schlechten Storys der Fall ist - und sehr gut umgesetzt. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, die Geschichte bewege sich zu langsam oder zu schnell - auch zum Ende hin hatte ich nicht den Eindruck, man müsse etwas dramatisches, schneller schaffen. Es war alles perfekt getimed und gut abgeschlossen.

Coverporn!! Eigentlich habe ich mich in das Cover verliebt und dann den Klappentext gelesen. Der klang super interessant und schwupp, war das Buch durchgelesen. Zum Inhalt passt der Fuchs allerdings nicht, denn ich weiß nicht, wie ich ihn mit einer Hexe verbinden soll? Haben Hexen Füchse? Eher Krähen oder? Das Cover ist trotzdem super schön, auch wenn es nicht so zum Inhalt passt - sagt mir, wenn ich mich irre und ihr wisst wie ein Fuchs zur Hexe passt ;)

Fazit:
Sehr schönes Buch. Ich mag solche Protagonisten wie Nils Trojan - authentisch, sympathisch und mit so viel Liebe zu seiner Arbeit. Für mich stimmt hier so einiges: die Atmosphäre, die Geschichte, der Verlauf und die Charaktere - mit ein paar Ausnahmen. Wer also auf einen soliden Thriller mit brisantem Thema Lust hat, ist hier richtig.

Das Dornenkind

Name: Poldi

Datum: 28. August 2015

Das Dornenkind (Nils Trojan 5, Max Bentow)

Eine Frau wird entführt, aber schon kurze Zeit später wieder freigelassen. Lediglich einige Schriftzeichen ist in ihre Haut eingeritzt. Doch ihr Tod lässt nicht lange auf sich warten, sodass Ermittler Nils Trojan auf den Plan gerufen wird. Als sich die geheimnisvolle Wendy bei der Polizei meldet, die behauptet, die Tochter des Federmannes zu sein, der Trojan vor einiger Zeit schwer verletzt entkommen ist. Dass dieser auf Rache sinnt ist klar, doch auf welcher Seite steht Wendy?

„Das Dornenkind“ ist der mittlerweile fünfte Roman über den Ermittler Nils Trojan aus der Feder von Max Betow, der einen Blick in die Vergangenheit beinhaltet und den Täter des ersten Buches „Der Federmann“ wieder in die Handlung einbaut. Sicherlich entfaltet sich der ganze Reiz am Besten, wenn man die damaligen Ereignisse kennt und schon etwas hinter das Profil des Federmannes gedrungen ist, doch auch ohne Vorkenntnisse hat Bentow einen sehr spannenden und reizvollen Thriller abgeliefert. Das liegt zum einen an seinem typischen Schreibstil, der gleich mehrere Handlungsstränge miteinander verknüpft. So entsteht ein recht komplexes Konstrukt, das sehr verschachtelt aber gut verständlich aufbereitet ist und so eine ganz eigene Stimmung entfalten kann. Zum anderen liegt dies auch an der wunderbaren Figur der Wendy, der Tochter des Federmannes, die herrlich undurchschaubar ist und so eine sehr geheimnisvolle Aura um sich aufbauen kann. Das Motiv ihres Handelns wird wirklich erst in dem großen Finale aufgelöst, sodass über die gesamte Handlung hier viel Spannung aufgebaut werden kann – was durch die ständige Bedrohung des Federmannes noch unterstützt wird. Besonders gefallen hat mir auch wieder der private Teil um Nils Trojan, der zwar recht knapp ausgefallen ist, aber mit einem reizvollen Motiv ausgestattet ist. Der Ermittler muss sich hier brisante Fragen um seine eigene Identität stellen. Alles wird zum Schluss in einem packenden Finale zusammengeführt, bei dem ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Bentows Schreibweise gefällt mir sehr gut, auch wenn dieser gerade zu den Anfängen der Kapitel recht verworren wirkt, denn nicht immer kann man diese einer Situation sofort zuordnen. Auch die klaren Bilder und die treffende Wortwahl trägt viel zum Gelingen des Romans bei. Insbesondere die wörtliche Rede wirkt sehr authentisch und ist gut an die jeweiligen Charaktere angepasst, die so sehr gut zur Geltung kommen. Schön, dass diese hier umfassender gelungen sind als im Vorgängerroman.

Bentow hat mit seinem fünften Roman um Nils Trojan alles richtig gemacht: Die Rückkehr des Federmannes, die dichte atmosphärische Gestaltung, die interessante und undurchdringliche Figur der Wendy, die Verknüpfung mehrerer Handlungsstränge und die sanfte Einbettung von Trojans Privatleben, all das vermischt sich zu einer sehr packenden Handlung, die durch den gelungenen Schreibstil unterstützt wird.

Das Dornenkind

Name: Belles Leseinsel

Datum: 26. August 2015

Mörderkinder

Binnen kürzester Zeit werden in Berlin drei Todesopfer mit seltsamen Ritzungen in der Haut aufgefunden. Alles deutet zwar auf Selbstmord hin, doch Kommissar Nils Trojan hat seine Zweifel. Und er soll Recht behalten, sein schlimmster Alptraum in Form des Federmanns wird wahr. Der Serienmörder ist zurück und mit ihm seine Tochter und der Serienmörder sinnt auf Rache.

Eine Frau wird von einem Unbekannten verschleppt, in ein Haus gebracht, muss eine merkwürdige Handlung verrichten und wird danach wieder freigelassen. Doch vorher ritzt der Entführer der Frau noch eine seltsame Botschaft in die Haut. Kurze Zeit später ist sie tot. Was hat es mit diesen seltsamen Entführungen auf sich, welchen Zweck verfolgt der Entführer. Aber das sind nicht die einzigen Fragen, die man sich im Verlauf dieses äußerst packenden Psychothrillers stellt.

Bald schon nimmt auch Wendy am Geschehen teil. Ein junge Frau, ausgebildet in Kampfsportarten, die aus Kanada anreist, um sich um ihre kranke Großmutter zu kümmern. Wendy ist die Tochter des Federmanns, doch welche Ziele sie verfolgt, als sie mit Trojan Verbindung aufnimmt, ist lange Zeit unklar.

Geschickt spielt Max Bentow mit dieser Ungewissheit. Ist die junge Frau ihrem Vater, den sie noch nie gesehen hat, hörig oder will sie ihn entlarven, ihn der Polizei ausliefern? Die Ziele des Federmanns dagegen sind von Anfang an klar, die endgültige Vernichtung von Trojan und hierüber lässt er den Kommissar auch nicht lange im Unklaren. Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Die Story bleibt bis zum Schluss absolut unvorhersehbar. Geschickt nimmt sie immer wieder neue, unerwartete Wendungen an, was neben dem packenden Erzählstil von Max Bentow zusätzlich für Spannung sorgt. Kontinuierlich baut der Autor diese Spannung weiter aus, steigert sie fast unmerklich und nimmt sich dennoch stellenweise ein wenig Zeit, auf das Privatleben seines Protagonisten einzugehen. Wobei dieses Mal allerdings ganz klar die Thrillerhandlung im Fokus steht.

Fazit: Hochspannend bis zur letzten Seite mit einer ausgefeilten, vielschichtigen Story und überzeugend agierenden Protagonisten.

Das Hexenmädchen

Name: Janes Bücherecke

Datum: 25. August 2015

Wirklich ein Psychothriller



Kommissar Troja hat Gesundheitsprobleme. Trotz Bitten und Betteln von seiner Tochter fährt er zur Arbeit und findet sich an einem Horrorschauplatz wieder. Das Opfer wurde nicht einfach nur ermordet, es wurde hingerichtet. Beine und Arme wurden gefesselt, und es kniete vor dem Herd der Wohnung, mit dem Gesicht auf dem heißen Rost. Der Kopf war komplett verkohlt. Doch es gab keinen Anhaltspunkt, keine Indizien.
Dann verschwand ein kleines Mädchen und man fand eine weitere Ofenleiche. Und immer noch drehten sich die Ermittler im Kreis.

Ich liebe Thriller und mit dem gewissen Hauch von Psycho ist es erst recht gut. Doch dieses Buch war weder das Eine noch das Andere. Es war schon spannend und man hat sich im Kopf seine eigene Theorie festgelegt, wurde natürlich immer enttäuscht, denn den wahren Täter errät man nie. Für mich ist es doch nur ein Krimi. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen, denn zu viel von der Story zu analysieren bringt nichts, da verrät man zu viel. Ich werde mir mal ein anderes Buch von Max Bentow zur Gemüte ziehen um einen Vergleich zu sehen.

Das Dornenkind

Name: hessen liest

Datum: 24. August 2015

Sein bestes Buch

"Das Dornenkind" ist das fünfte Buch von Max Bentow. Hat mir sein erstes Buch "Der Federmann" noch relativ gut gefallen, so fand ich die nachfolgenden Bücher immer schwächer und wollte dem Autor mit diesem Buch eine letzte Chance geben. Ich kann sagen es hat sich gelohnt, dieses Buch ist mit Abstand das Beste das er geschrieben hat.
In Berlin werden nach und nach drei ermordete Opfer aufgefunden, alle haben Wörter auf dem Rücken eingeritzt. Die Anfangsbuchstaben ergeben den Namen Trojans, dem schnell klar wird, dass der Federmann zurück ist.
Parallel dazu gibt es einen zweiten Handlungsstrang im dem es um Wendy Hain, der Tochter des Federmanns, geht. Sie wendet sich an Trojan und bietet ihm Hilfe an ihren Vater zu finden. Doch kann sich Trojan sicher sein das sie es ehrlich meint und sie ihm keine Falle stellen will?
Man ist schnell in der Geschichte und es ist auch nicht nötig den ersten Band "Der Federmann" gelesen zu haben. Gänsehaut ist gleich zu Beginn angesagt bei dem die entführten Frauen bestimmte Handlungen vollbringen müssen.
Die Spannung steigert sich rasant und nimmt einen Höhepunkt bei der Jagd in der U-Bahn und schließlich mit der Entführung von Trojans Tochter.
Man ist sich nicht mehr sicher ob Wendy zu den guten oder zu den Bösen gehört und kann sich erst gegen Ende des Buches sicher sein auf welcher Seite sie steht.
Trojan war mir mit seinen Ecken und Kanten sympathisch und seine Handlungen waren nachvollziehbar. Er leidet unter Alpträumen da vermutet selbst ein Mörderkind zu sein und am Ende kommt es zu einer Aussprache mit seinem Vater.
Jeder der spannende und logische Psychothriller mag kommt an diesem Buch nicht vorbei, es ist an Spannung kaum zu überbieten, man wird förmlich durch das Buch gepeitscht.

Das Dornenkind

Name: Harakiri

Datum: 23. August 2015

Spannend von Anfang bis Schluss

Der Federmann ist zurück und sinnt auf Rache.
Und zwar an allen, die ihn damals zur Strecke gebracht haben. Vor allem Nils Trojan, der Schuld ist an seinem Sturz in die Spree und somit verantwortlich für seine Schmerzen. Aber auch Jana, Trojans Geliebte und Trojans Tochter sollen nicht verschont werden. Perfide spinnt der Federmann einen Plan, in dem sich alle verfangen, wie in einem Spinnennetz. Doch da ist auch noch Wendy, die Tochter des Federmannes. Auf wessen Seite steht sie?

Ich bin noch ganz geflasht von dem Buch und muss erst mal den Herzschlag wieder reduziert bekommen. Das Buch hat so ein Wahnsinnstempo und ist so spannend, dass man es kaum zur Seite legen kann. Menschliche Bedürfnisse verkümmern da schon mal und ich musste nach dem Lesen erst Mal etwas trinken gehen.

Die Geschehnisse um den Federmann sind mir nach 5 Jahren leider nicht mehr so präsent, dennoch hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen. Das Buch beginnt gleich mit einem Knaller. Ein Mädchen wird entführt, aber wieder frei gelassen. Doch die Freude währt nicht lange, schnell tauchen 3 Leichen auf, jede mit einer geheimnisvollen Botschaft versehen. Trojan begreift schnell: hier geht es um ihn. Und als dann noch eine angebliche Tochter des Federmannes auftaucht ist klar, dass dieser den Sturz vom Dach damals überlebt hat. Wendy will ihren Vater dennoch unbedingt kennenlernen und nimmt Kontakt zu ihm auf. Daraus entspinnt sich eine rasante Schnitzeljagd bei der nicht klar ist, wer hier nun wen benutzt.

Max Bentow hat das Ende des Buches „Der Federmann“ vor einigen Jahren ja offen gelassen und hier treffen wir nun erneut auf den Bösewicht. Brutaler denn je und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. In dem Fall fand ich es wirklich gelungen, wie er den Mörder wieder aufleben lässt. Geschickt steuert er die Protagonisten durch die Handlung, die alle durchwegs logisch handeln. Wendy bleibt ein wenig blass, aber am Ende wird klar, warum der Autor sie nicht weiter charakterisiert hat. Der Schluss war nicht ganz in meinem Sinne, auch wenn somit noch eine Fortsetzung möglich ist.

Das Dornenkind

Name: Patricia

Datum: 19. August 2015

Er ist zurück. Und seine Rache wird schrecklich sein.

„Das Dornenkind“ ist der fünfte Band um den Berliner Hauptkommissar Nils Trojan.
Wer alle Bücher der Reihe von Max Bentow gelesen hat, kann sich vielleicht noch an Trojans ersten Fall erinnern, die Jagd auf den unheimlichen Federmann, der am Ende schwer verletzt verschwand und danach nie wieder gesehen wurde. Genau dieser perverse Mörder soll nun wieder aufgetaucht sein und sich an Nils Trojan rächen wollen. Doch von Anfang an:
Zwei junge Frauen und ein junger Mann werden in Berlin tot aufgefunden. Die Mädchen werden vor ihrem Tod entführt und zu grausigen Handlungen gezwungen. Alle drei haben rätselhafte Botschaften in die Haut geritzt, deren Anfangsbuchstaben den Namen Trojan ergeben. Zufall? Eines der Mächen ruft Trojan kurz vor ihrem Tod an und hinterlässt eine Nachricht, die ihr ihr Mörder souffliert. Trojan ahnt schreckliches.
Neben der Aufklärung der rätselhaften Mordserie und dem vermeintlichen Zusammenhang zu Trojan, gibt es eine Parallelgeschichte. Die junge Wendy Hain kommt aus Kanada zurück nach Berlin um ihre totkranke Großmutter im Krankenhaus zu besuchen. Auch Wendy muss Schlimmes in ihrer Vergangenheit erlebt haben. Sie plagen Albträume, ein geheimnisvoller Nachbar macht seltsame Andeutungen und bis heute beschäfttigt sie die Frage wie ihre Mutter wirklich ums Leben gekommen ist, als Wendy noch ein Kind war? Wendys Geschichte bleibt lange Rätselhaft. Erst als Wendys Freund mit der Warnung: „Er ist zurück und seine Rache wird grausam sein“ Kontakt zu Jana Michels, Verhaltenstherapeutin und Freundin von Trojan aufnimmt, wird der Zusammenhang klarer. Ist Wendy wirklich die Tochter des Federmanns? Und wenn ja, lebt in ihr das Böse weiter?
Höhepunkt der spannenden Geschichte ist eine rasante Verfolgungsjagd durch Berlin und die Entführung von Emily, Trojans Tochter.
Für Trojan wird die Geschichte auch deshalb sehr persönlich, da er langsam dem dunklen Schatten auf seiner eigenen Seele auf die Schliche kommt und sich abermals mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss. Ist auch er selber etwa ein Mörderkind?
Wie alle Nils Trojan Bände, konnte ich auch diesen nicht aus der Hand legen. Gerade am Anfang des Buches lässt der Autor durch vage Andeutungen viel Raum für die eigene Phantasie des Lesers. Besonders wenn es um die grausigen Handlungen geht, zu denen die entführten Frauen gezwungen werden. Gänsehautgarantie! Sehr spannend fand ich auch die Geschichte um die rätselhafte Wendy, von der der Leser bis zum Schluss nicht weiß auf welcher Seite sie eigentlich steht. Die Beschreibung der Verfolgungsjagd durch das Berliner U-Bahn Netz fand ich atemberaubend. Da der Autor den Leser auf mehrere falsche Fährten führt, ist die Geschichte von Anfang an spannend. Dazu kommt der äußerst sympathische Hauptkommissar. Nils Trojan hat private Probleme, dazu kommen seine Panikattacken und eine ungelöste Geschichte aus der Kindheit. Hier reiht sich Trojan in die Reihe der „unperfekten“ Ermittler, mit Ecken und Kanten ein. Die Rechnung geht auf. Wir Leser finden ihn sympathisch weil auch wir nicht perfekt sind.
Max Bentows neuester Thriller bezieht sich zwar auf Trojans ersten Fall, macht aber auch als eigenständiger Thriller Sinn, wenn man die vorigen Bände nicht gelesen hat.
„Das Dornenkind“ erscheint am 24.08.2015 im Goldmann Verlag und ist broschiert für 14,99 Euro und als E-book für 11,99 Euro zu erhalten.
Der Autor: Max Bentow, Jahrgang. 1966, war nach seinem Schauspielstudium zunächst auf verschiedenen Bühnen als Schauspieler zu sehen, bevor er erfolgreich als Dramatiker arbeitete. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang dem Berliner auf Anhieb mit seinen Nils Trojan Romanen. Weitere sollen folgen.
Wer mehr über den Autor und seine Bücher erfahren möchte, schaut mal auf www.max-bentow.de nach.
Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Die Puppenmacherin

Name: Denise

Datum: 18. August 2015

Überwältigend

Ich lese nicht oft und nicht viel. Wenn ich ein Buch anfange lese ich meistens 20-30 Seiten aber ihr Buch hat mich sofort in einen Bann gezogen. Innerhalb 3 Tage habe ich es verschlungen. Ich werde mir auch noch die anderen Bücher aus der Nils Trojan Reihe kaufen. Und ich hoffe das es noch einige mehr werden

Die Totentänzerin

Name: Tinkerbell

Datum: 15. August 2015

Typischer Thriller, keine besondere Handlung - Dafür aber besonders interessante Charaktere!

Jeder kennt Max Bentow als Spiegelbestsellerautoren, geboren und aufgewachsen in Berlin. Bentow hat erst ein Schauspielstudium absolviert, zahlreiche Preise und Stipendien erhalten – dann kam das Schreiben. Vier Bücher sind bereits veröffentlicht. Es handelt sich hier um seine Serie um den Kommissar Nils Trojan. Und auch die Serie spielt in Berlin, an Orten, in denen sich Bentow auskennt, weil es ihm wichtig ist, zu wissen, worüber er schreibt, sodass es seine Plastizität niemals verliert. Das ist wichtig bei einer Geschichte. Bentow weiß also wie man einen guten Thriller schreibt.

maxbentowdietotentänzerin#
Die Reihe ist so aufgebaut, dass man getrost jedes Buch lesen könne, natürlich gibt es eine Reihenfolge, doch die bedingt nicht das Nacheinanderlesen eines jeden Buches. Um die Figur Nils Trojan allerdings in all seinen Facetten kennenzulernen, ist das Lesen beginnend mit dem ersten Teil „Der Federmann“ schon wichtig, dicht gefolgt von „Die Puppernmacherin“ und „Die Totentänzerin“. Um letzteres dreht sich auch diese Rezension. Ein vierter Band ist auch bereits erschienen – „Das Hexenmädchen“ – der fünfte Band soll diesen Sommer (2015) noch kommen.
In „Die Totentänzerin“ geht es um einen Mörder, der Liebespaare in ihren Schlafzimmern ermordet. Die Paare haben entweder gerade Sex als es passiert oder aber der Mörder fesselt sie so, dass es den Anschein hat. Der Mann wird erschlagen mit einem Hammer und im toten Zustand noch an die Frau gebunden, die sich vor Angst meist nicht rühren kann und der noch zusätzlich die Pulsadern aufgeschlitzt werden, sodass sie langsam verblutet. Alles mit dem Ziel – die Frau soll keine Lust bei ihrem Spiel haben, sie soll leiden, weil selbst der Mörder nie Lust hatte zeigen können, sie nicht mehr kennt.
Das Buch ist eine perfide Konstruktion über das Handeln eines völlig verunsicherten Menschen. Theresa Landsberg, die Frau des Kommissaritatsleiters wird beschuldigt, die Mörderin der Paare zu sein. Man kommt nicht umhin, sie in Verdacht zu ziehen, da ihre Anwesenheit bei allen Paaren sehr präsent war und ist. Nur warum? Das ist die große Frage. Ihr Mann, Leiter der Mordkommission und des Falls, muss sich aus seinem Job vorläufig zurückziehen, wenn auch wiederwillig und erst als er selbst erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt. Nils Trojan, sein engster Vertrauter, wird schwankt zwischen Unsicherheit über die Unschuld der Frau seines Chefs und zwischen dem eigenen Gefühl, dem Mörder trotzdem dicht auf der Färte zu sein. Nur wer ist es? Ist es wirklich Theresa Landsberg?
Es ist ein typischer Thriller, nichts herausragendes und dass es einen Liebespaarmörder gibt, ist auch nichts Neues. Es muss aber auch nicht immer etwas Neues sein, nur damit es gut ist. Manchmal sind die Besonderheiten die Figuren selbst, es sind ihre Charaktere. Sie handeln, wie sie handeln. Nur warum? Die Spannung hält in diesem Thriller einzig und allein die Frage nach dem Wie und warum über das Handeln von Theresa Landsberg. Sie ist die tragischste Figur im ganzen Thriller.
Über Nils Trojan erfahren wir etwas mehr. Seine Zuneigung gegenüber Jana Michels, seiner Therapeutin, bei der er sich wegen seiner Angstzustände in Behandlung befindet, nimmt Formen an, sodass er es auch als etwas „Ernstes“ betrachtet. Bei Jana ist es ebenso, auch wenn sie sich schwer damit tut, doch sie hilft Nils wo sie kann, so auch in diesem Fall. Mit ihrem Spürsinn über die Hintergründe menschlichen Handelns, bringt sie Nils auf die richtige Spur. Jana als Figur ist ebenso facettenreich wie jede andere in der Bentow-Reihe. Ein weiterer Pluspunkt ist noch: Nils Trojan ist kein Ermittler, der kurz vor dem aus ist, er ist kein völlig Kaputter, der sich in Alkohol ertrinkt und vor lauter privaten Problemen alles andere vergisst. Er ist ein guter Ermittler, der auch Probleme hat, sein Beruf im Blick hält und sich zu helfen weiß.
Betrachtet man zum Schluss noch Bentows lockeren, klaren und leichten Schreibstil, kommt man zu dem Schluss einen guten, unterhaltsamen Thriller vor sich zu haben. Betrachtet man es genauer, liegt es lediglich an den Figuren, die so menschlich und unbeschreiblich tiefgründig sind, dass man eben jenen Eindruck gewinnt.

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de