Ihre Meinung zu den Büchern

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Leserstimmen

Das Dornenkind

Name: Irve liest

Datum: 9. September 2015

*+* Die Spannung hielt sich leider nicht *+*

Liebe Lauschfreunde,

als ob ich nicht geahnt hätte….
Der Federmann kehrt zurück. Und wie!
Er hat keine Mühen gescheut, die Rache an Nils Trojan zu planen und nun auch umzusetzen. Denn ihm, dem erfolgreichen Ermittler, hat er sein nunmehr sehr quälend schmerzhaftes Leben zu verdanken. Im Auftaktband „Der Federmann“ der Thriller-Reihe von Max Bentow hatte nämlich Nils Trojan dem Verbrecher das Handwerk gelegt, allerdings äußerst unbefriedigend. Denn obwohl der Serienmörder mit sehr großer Wahrscheinlichkeit seinen damaligen Fluchtversuch überlebt haben konnte – wirklich sicher war man sich nie.

Und nun behauptet seine Tochter Wendy, der Federmann sei zurück. Sofort schrillten meine inneren Alarmglocken. War sie es wirklich, oder hatte der Mörder diese Tochter-Show extra für Trojan inszeniert? Lebte der Serientäter wirklich noch, oder gab es möglicherweise Trittbrettfahrer, die ihm zu Ehren sein Tun fortsetzten? Denn Morde hatte es in jüngster Zeit wieder gegeben, sogar mehrere. Alle Leichen wiesen deutliche Botschaften auf – für Nils Trojan….

Hatte mich dieser Beginn, bei dem es Schlag auf Schlag ging, und die Vorgehensweise des Täters noch sehr gefesselt, ließ meine Begeisterung für diesen Fall immer mehr nach. Denn der Stil änderte sich sehr. Von dem Zeitpunkt, als die vermeintliche Tochter auf der Bildfläche aufgetaucht war, schien alles im Großen und Ganzen nur noch darum zu gehen, Trojan ihrem Vater ans Messer zu liefern. Wendy wusste ich rein gar nicht einzuschätzen. Einerseits wollte sie sich ihrem Daddy lieb Kind machen, was ich wirklich nicht nachvollziehen konnte, schließlich war er ein Serienmörder – und was für einer – , und bewegte sich zwischenzeitlich mehr als am Rande der Legalität. Andererseits schien sie sich in Trojan verguckt zu haben – oder war das nur Show? Aber was wunderte ich mich über ihr Verhalten, schließlich war sie die Tochter des Psychopathen, was möglicherweise ein wenig auf sie abgefärbt haben könnte.

Aber nicht nur Wendy arbeitete ihrem Vater zu. Er hatte auch Unterstützung von anderer Seite. Von jemandem, der ihm im Geiste sehr verwandt war…..Und was diese Person tat, war wirklich schauerlich. Für gruselige Sequenzen war definitiv gesorgt, aber der rote Faden verlief ein wenig kreuz und quer. Da gab es Sprünge, die mich immer wieder aus der Geschichte rauskickten. Der Fall an sich ist von der Idee her gut, aber es hätte gereicht, nur auf einen früheren Fall Bezug zu nehmen, Dass auch auf einen weiteren älteren Thriller zurück gegangen wurde, blähte den Umfang auf, lenkte mich letzten Endes aber vom Kern der Sache ab.

Max Bentow baut immer viel Privates aus dem Leben der Ermittler, vor allem von Trojan, mit in seine Thriller. So auch hier. In „Das Dornenkind“ findet alles eine Fortsetzung, die kriminellen Machenschaften, aber auch die privaten Entwicklungen gehen weiter – und der Thriller endet in mehrerlei Hinsicht mit einem kleinen Cliffhanger.

Obwohl mich einige Charaktere, vor allem Wendy, häufiger in ihrer Handlungsweise irritiert haben und es einige Überraschungsmomente gab, war die Entwicklung des Falls „Federmann, die Zweite“ im Großen und Ganzen erahnbar. Ein für mich auf jeden Fall unterhaltsamer Thriller, aber nur phasenweise spannend.

Trotzdem hat mir dieses Hörbuch Spaß gemacht, denn der Sprecher, der bisher alle Max-Bentow-Thriller eingelesen hat, Axel Milberg, hat auch bei „Das Dornenkind“ einen großartigen Job gemacht. Er saugte die Stimmung auf und transportierte sie sehr stimmig auf die silberne Scheibe, sodass ich auch an für mich nicht so spannenden Stellen trotzdem vom Geschehen gepackt wurde!

Bisher sind in der Nils-Trojan-Reihe folgende Titel erschienen:
Der Federmann
Die Puppenmacherin (mein bisheriger Lieblingsfall dieser Thriller-Serie)
Die Totentänzerin
Das Hexenmädchen
Das Dornenkind

Inhalt
Die Berliner Kriminalpolizei steht vor einem Rätsel, als man drei Leichen findet, in deren Haut geheimnisvolle Botschaften geritzt wurden. Doch während Kommissar Nils Trojan noch versucht, deren Sinn zu entschlüsseln, wird sein schlimmster Albtraum wahr: Der bestialische Serienmörder, der ihn vor vier Jahren fast getötet hätte, ist wieder aufgetaucht. Zumindest behauptet das die Tochter des besagten „Federmanns“. Als Trojan sich mit ihr trifft, wird ihm klar, dass das Töten noch lange kein Ende hat …

Hörbuch
Die Audioversion von Max Bentows „Das Dornenkind“ ist im August 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-8445-1916-7 bei der Hörverlag erschienen. Das Hörbuch (1 MP3-CD)) hat eine Laufzeit von 11h 26min.

Autor und Sprecher
Max Bentow (Autor)
Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mit den vier bisher erschienenen Kriminalromanen um den Berliner Kommissar Nils Trojan gelang Max Bentow ein großer Erfolg, alle Bücher standen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Axel Milberg (Sprecher)
Axel Milberg war bis 1998 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele und arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek, Thomas Langhoff oder Dieter Dorn. Mitte der 90er Jahre wandte sich der wandelbare Schauspieler verstärkt Film und Fernsehen zu. Seither war er in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen, z. B. in “Nach fünf im Urwald” (1995), “Jahrestage” (2000), “The International” (2009), “Ludwig II.” oder “Hannah Arendt” (2012). 2013 spielte er in den Verfilmungen der Romane “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche und “Rubinrot” von Kerstin Gier. Seit 2003 ist Axel Milberg außerdem in seiner Heimatstadt Kiel als “Tatort”-Kommissar Klaus Borowski auf Verbrecherjagd.

Quelle: Randomhouse

Das Dornenkind

Name: wassollichlesen

Datum: 8. September 2015

Der Federmann kehrt zurück

Nach den durchweg überzeugenden ersten Teilen um Kommissar Nils Trojan waren meine Erwartungen an den fünften Teil sehr hoch. Besonders, weil ein alter Bekannter sich zurückzumelden scheint, der "Federmann" aus dem ersten Teil. Der glatzköpfige Serienmörder, der es auf die blonden Haare seiner Opfer abgesehen hat.
Und so beginnt das Buch gewohnt furios, mit einer sehr beklemmenden ersten Sequenz, nach der ich mich schon auf einen weiteren nervenzerreißenden Roman eingestellt habe.
Aber im Laufe der Geschichte wird es immer verworrener, immer abgedrehter, wie die vermeintliche Tochter des "Federmannes", bei der der Leser nie genau weiß, woran er eigentlich ist. Das sorgt für Verwirrung, aber auch für viel Freiraum für Max Bentow, jeder Schritt des "Dornenkindes" ist verzeihbar. So gibt es immer wieder Flashbacks, die am Geisteszustand des "Dornenkindes" zweifeln lassen.
Es kommt wie es kommen muss, wirkliche Überraschungen gibt es nicht, aber das Buch bleibt bis zum Ende spannend. Bis zum Showdown.
Ich weiß nicht, was ich vom Ende halten soll. Zuerst war ich bitter enttäuscht. Aber als sich meine Enttäuschung gelegt hat, habe ich die andere Seite der Medaille betrachtet und festgestellt, dass das Ende viel lässt, auf dem man neu aufbauen kann.
Genau das ist aber auch meiner Meinung nach das Problem von Max Bentow bzw. von der Reihe um Nils Trojan.

"Das Dornenkind" ist solide Unterhaltung. An seine Vorgänger kommt es allerdings nicht heran.

Die Puppenmacherin

Name: Poldi

Datum: 8. September 2015

Nils Trojan - 2. Die Puppenmacherin

Nils Trojan wird zu einem neuen Fall gerufen, bei dem eine Frau auf ziemlich ungewöhnliche Weise umgebracht wurde: Sie wurde in mittlerweile erstarrtem Bauschaum erstickt. Ein Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall vor einigen Jahren ist schnell festgestellt, doch der damalige Täter gilt als verstorben. Wie hängt das aktuelle Geschehen mit dem damaligen Opfer, der Puppenmacherin Josephin zusammen? Nils muss wieder auf den Rat von Jana Michels vertrauen, die noch immer an dem Fall um den Federmann zu knacken hat...

Nils Trojan ist die Gallionsfigur der Thriller von Max Bentow, der Ermittler ist eine sehr prägnante Hauptfigur und hinterlässt auch im zweiten Band „Die Puppenmacherin“ seine Spuren. Auch sein Privatleben wird kurz in die Handlung in einem Nebenarm der Haupthandlung mit eingebaut, wobei sein Charakter samt einiger psychischer Probleme eine interessante Nuance in den Fall bringt. Hier hätte ich mir jedoch etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht, hier wirkt der Ermittler manchmal wie am Reißbrett konstruiert. Der Fall um die Puppenmacherin ist sehr spannend erzählt, wobei die sehr kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven für viel Dynamik sorgen. So baut Bantow einen sehr gelungenen Bogen über die gesamte Handlung, setzt zahlreiche Highlights und packende Momente, lässt ein wahres Katz-und-Maus-Spiel entstehen, in der Trojan dem Täter immer näher kommt. Leider lässt der Roman am Ende ziemlich nach, was besonders an der sehr konstruierten Auflösung des Falles liegt. Allzu oft bekommt der Zufall hier eine essentielle Rolle, dann entwickelt sich Trojan dann auch zu einer Art Superheld, dem alles zu gelingen scheint. Und so fällt dann auch die sorgsam aufgebaute und gehegte Spannung in sich zusammen und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Max Bentow verwendet für seinen Roman eine sehr klare und deutliche Sprache, die durchaus energetisch wirkt und eine düstere Atmosphäre schafft. Die kurzen Kapitel sorgen dabei für zahlreiche Cliffhanger und einen interessanten Kniff, denn anfangs braucht der Leser immer einen Moment, um sich in der neuen Situation zurecht zu finden. Leider sind nicht alle Charaktere wirklich rund und authentisch beschrieben, einige bleiben leider ziemlich blass und farblos. So deutlich trifft dies auf den Täter dann nicht zu, hier hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefgang erwartet – schließlich ist er einer der wichtigsten Charaktere des Buches.

Max Bentow spannt seine Leser hier ziemlich auf die Folter, sorgt für einen sehr flüssigen und spannenden Handlungsverlauf. Der reizvolle Ausgangspunkt und der packende Mittelteil trösten über den etwas überhasteten und mit Zufällen übersäten Schluss hinweg, die Charaktere sind im Allgemeinen gut beschrieben. „Die Puppenmacherin“ ist zwar nicht der beste Teil der Serie um Nils Bentow, aber recht kurzweilige Thrillerunterhaltung.

Die Puppenmacherin

Name: Jel

Datum: 7. September 2015

Die Puppenmacherin

Dies ist der zweite Fall für den Berliner Kommissar Nils Trojan.
Max Bentwo hat dem Kommissar Nils eine sehr eigenwillige Art verliehen. Da sind zum einen seine Ängste die ihn verletzlich erscheinen lassen und zum anderen die Liebe und Spannungen zwischen ihm und seiner Tochter und seinem Vater. Aber auch die Sehnsucht zu seiner Therapeutin macht in zu einem normalen Menschen. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und es wird schnell klar, dass die neuen Morde mit einem älteren Entführungfall in Zusammenhang stehen. Der Zufall bringt den Kommissar oft auf die richtige Spur, vielleicht etwas zu oft, aber ich fand es beim hören nicht störend. Das Ende kommt sehr unerwartet, ist aber trotzdem sehr spannend. Wie die Morde begangen werden ist mal was ganz neues und durch das zu Teil offene Ende seiner persönlichen Geschichte regt der Autor die Hörer dazu an, auch den nächsten Fall von Nils Trojan zu hören. Der Schreibstil von Max Bentow regt durch seine genauen Beschreibungen der Geschehnisse an, sich die Szenen bildlich vorzustellen. Mir persönlich hat das gut gefallen und mir oft das Gefühl gegeben mit dabei zu sein. Die Stimme von Axel Milberg rundet dieses alles noch ab, sie passt sehr gut zu der Geschichte und verleitet einen auch immer wieder zum weiter hören.


Fazit:

Ich vergebe 3 große Sterne. Ich hatte erst bedenken, da ich den ersten Fall der Reihe noch nicht gehört hatte, was ich nun aber bestimmt noch tun werde. Meine Bedenken waren unbegründet, der Fall ist sehr eigenständig. Bitte mehr davon.

Das Dornenkind

Name: CogitoLeider

Datum: 7. September 2015

Sehr gute Fortsetzung


Schade.
Anfangs, ja fast bis zum Ende war ich absolut begeistert von 'Das Dornenkind'. Es ist schon faszinierend, wenn alte Feinde wieder auftauchen und man nicht so genau weiß, wer jetzt böse ist und wer nicht. Dazu noch altbekante Protagonisten und man hat einen Psychothriller, der einen mitfiebern, ja geradezu mitraten lässt. Hoffen und Bangen, wie es eben sein soll.
Dazu noch ein Axel Milberg, der geradezu virtuos Stimmungen und Stimmen in die Ohren spielt. Sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch richtig toll. Das hat nicht länger etwas von einem Märchenonkel, sondern entwickelt sich über die einzelnen Nils-Trojan-Teile zu einem unverwechselbaren und wunderbaren Stil, der mich in seinen Bann zieht.

Für mich jedoch war das ersehnte - zugegeben blutrünstige - Finale dann doch wieder eher ein Vertrösten. Das mag daran liegen, dass ..., nein, ich verrate nichts. Auch, wenn sich darauf der 'Punktabzug' bezieht.
Ich denke einfach, hier wurde eine große Chance vertan, die Reihe von einem eher durchschnittlichen Standpunkt zu etwas richtig, richtig Gutem zu erheben. Hört sich vielleicht hart an, ist aber bitte nicht falsch zu verstehen. Wie auch alle bisherigen Teile, finde ich 'Das Dornenkind' sehr gelungen und überaus solide, vergleichbar mit einem sehr guten 'Tatort'. Dass es Max Bentow nicht schafft, mir den letzten Kick zu verschaffen, liegt ausschließlich an mir und sollte diejenigen, die diese Serie lieben, nicht vom Hören oder Lesen abhalten. Denn in 'Das Dornenkind' wird sehr vielschichtig erzählt und es gibt genug Spannung und Psychgedöns, um einen gut zu unterhalten und einem zum Teil das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Was will man also mehr?

Fazit?
Wer die Reihe um Nils Trojan mag, hat hier eine wunderbare Fortsetzung. Und in der Hörbuchfassung kommt auch noch ein genialer Sprecher zum Zuge!

Das Dornenkind

Name: Sabs Bookparadise

Datum: 6. September 2015

Rezension zu Das Dornenkind

Der Klappentext sagt schon genug darüber aus, um was es geht - daher verzichte ich auf eine eigene Zusammenfassung - auch, da es sich um den fünften Teil der Reihe geht.
Wer das erste Buch nicht gelesen hat, der sollte das zuerst tun, weil er sich ansonsten spoilert - Band 2-4 müssen nicht zwingend gelesen werden, damit man 'Das Dornenkind' lesen kann. Aber, wie gesagt, Band 1 ist ein muss.

Der Federmann ist zurück! Und das hat in mir schon sehr grosse Erwartungen geschürt. Ich fand ja den ersten Band der Reihe einfach klasse. Mir hat gefallen, wie es mit dem Federmann und Trojan weiter geht.
Dennoch gibt es ein Kritikpunkt: Die Irrungen und Wirrungen mit anderen Charakteren, die in den restlichen Büchern da ist, hat mir hier gefehlt. Meiner Meinung nach war zu offensichtlich, in welchem Zusammenhang die Personen standen etc. Das fand ich unheimlich schade. Ich hätte mir hier mehr Psychothriller gewünscht - das war aber mehr Thriller und weniger Psycho.

Auch die Reaktion von einigen Charakteren hat mir nicht ganz so gut gefallen. Sie sind zum Teil ein wenig unlogisch - welche Situation und welchen Charakter ich genau meine, werde ich hier natürlich nicht verraten. Dennoch hat mir ein wenig die Glaubwürdigkeit gefehlt.

Ansonsten war die Spannung in diesem Buch gegeben. Ich habe mitgefiebert und mich gefragt, was da wohl noch so passieren wird. 'Das Dornenkind' hat sich unheimlich schnell lesen lassen und der Schreibstil von Max Bentow war wieder so gut, wie ich es mir gewohnt bin.

Ich weiss noch nicht, ob mir das Ende so gefällt oder nicht. Da bin ich mir noch sehr unschlüssig - mal sehen, ob ich mich da noch entscheiden kann.

Zu den einzelnen Charakteren möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, da man sie aus den vorherigen Büchern kennt und ich euch nicht spoilern möchte. Aber alles in allem waren sie gelungen - bis, wie oben angetönt, ein oder zwei Reaktionen, die ich ein wenig zweifelhaft fand.

Das Cover gefällt mir sehr gut, obwohl es nicht ganz zur Geschichte passt - dennoch gefällt es mir, wie gesagt.

Fazit

Ich hätte mir ein wenig mehr erhofft, besonders bezüglich dem Federmann. Dennoch bekommt das Buch von mir 4 Sterne.

Das Hexenmädchen

Name: Runner

Datum: 5. September 2015

Tolles Buch

Vorab vielen Dank an den Pager & Turner Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. Ich beginne wie immer mit dem Design des Buches. Das Hexenmädchen ist meiner Meinung nach ein sehr ausdrucksstarkes Buch. Die kräftigen Farben und das durchaus passende Cover haben mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Charaktere waren gut durchdacht. Der Hauptcharakter Nils Trojan führt den Leser gut durch das Buch. Ich hatte nicht eine Sekunde das Gefühl mich zu langweilen, im Gegenteil, ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Das Szenario ist simpel, doch gegen Ende wird alles immer verstrickter. Also genau so wie ein guter Thriller aufgebaut sein muss. Ich gebe dem Buch ohne Frage 5 von 5 Sternen.

Das Hexenmädchen

Name: PonineT

Datum: 5. September 2015

Spannende, allerdings auch verstörende Mörderjagd

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten und ich muss ehrlich gestehen, ich habe es vor allem deshalb ausgewählt, weil ich die Reihe um Trojan ganz nett finde, sie aber nicht um jeden Preis unmittelbar nach Erscheinungstermin kaufen muss. Aber, und hier die große Offenbarung, dieser Band hat mir mal so ausnehmend richtig gut gefallen. Das liegt daran, dass das gesamte Setting irgendwie stimmig märchenhaft ist und man sich sehr lange fragt, wie diese losen Enden denn jetzt miteinander verknüpft werden können und trotz aller Zufälle, die dann letztlich der Auflösung dienen, wirkt das gesamte Buch weniger konstruiert, als ich es beispielsweise beim "Federmann" empfunden habe. Mir hat besonders gefallen, dass Bentow immer wieder Märchenmotive in die Gegenwart überträgt und sie einem nur mal kurz zublitzen, das ist so eine nette Kleinigkeit am Rande, die mich als Leser immer freut, wenn der Autor sich Mühe gegeben hat.


Sprachlich fand ich den Roman extrem gelungen, weil man sofort eintaucht und das Buch nicht mehr weglegen will. Stellt euch einfach vor, dass ich gestern Abend um sechs dieses Buch in die Hand genommen habe und - nur unterbrochen von einer Pause zum Essen und Duschen - abends um elf damit einfach durch war. Diese Geschichte zieht einfach und die Spannung wird bis zum Ende gehalten. Da vergebe ich Bentow sogar die doch recht nervtötende Storyline um Tochter und Exfrau Trojans, die mir persönlich ein wenig auf den Senkel gehen.


Eine Warnung muss ich aber mal aussprechen und zwar erstmalig in einem Krimi. Ich weiß nicht genau, warum, aber das Buch ist mir in den Darstellungen von Gewalt ziemlich nahe gegangen. Grade die Schilderungen um Sophie herum waren mir persönlich viel zu viel, obwohl er dabei gar nicht so deutlich beschreibt wie dann beispielsweise bei den Folterungen mit dem Ofen. Wer damit aber besser klarkommt als ich, der wird hier wirklich einen tollen Thriller in die Hand nehmen.

Das Dornenkind

Name: Anika Cataldi

Datum: 4. September 2015

Spannend von Anfang bis Ende

Achtung, 5. Band der Nils Trojan Reihe. Ihr solltet die anderen Bände vorher gelesen haben, sonst ist das hier ein dicker Spoiler für euch :)

Inhalt:

Und wieder geschehen brutale Morde in Berlin, die Kommissar Nils Trojan und seine Leute vor ein Rätsel stellen.
Die gefundenen Leichen haben merkwürdige Botschaften auf ihrer Haut und recht schnell merkt Trojan, dass er da irgendwie mit drin steckt. Dieser Verdacht wird bestätigt, als er komische Nachrichten erhält.
Und dann nimmt plötzlich eine Frau Kontakt zu ihm auf, die behauptet die Tochter des Federmannes zu sein. Und das eben dieser auch noch am Leben sei und sich an Trojan und seinem Umfeld rächen will.
Trojan gerät ins zweifeln, aber ausgeschlossen ist es nicht. Denn die Leiche des Federmannes wurde nie gefunden....

Persönliche Meinung:

Ich kann gar nicht wiedergeben, wie sehr ich gejubelt habe, als ich endlich, ENDLICH den neuen Thriller von Max Bentow in den Händen hielt.
Seine vorigen 4 Bücher haben mich bis in die Nacht wach gehalten und ich konnte bei keinem aufhören zu lesen. Ich hoffte, dass es mir bei "Das Dornenkind" auch wieder so gehen würde.
Wenn ich sage, dass ich dieses Buch in ca. 4 Stunden und ohne Pause inhaliert habe, sagt das glaube ich dann auch alles aus.

Max Bentow hat auch hier wieder einen Psychothriller geschrieben, der mich von der ersten Seite an total fesseln konnte. Erst hatte ich ja Bedenken, da es wieder um den gleichen Mörder wie im ersten Band gehen soll. Und so "aufgewärmte" Geschichten gehen ja oft nach hinten los. Ich kann aber sofort sagen, dass dieses Buch weder aufgewärmt, noch langweilig ist.

Wie schon geschrieben ist diese Geschichte von Anfang an mehr als spannend. Und das zieht sich durch das ganze Buch. Man hält teilweise den Atem an und fiebert mit den Charakteren mit.
Außerdem kann man hier auch wieder richtig gut mit rätseln, was wohl passiert und wie welche Person wohl mit drin hängt. Einfach super!

Unser Kommissar Nils Trojan war mir ja schon in den ersten Bänden sehr sympathisch und das hält sich auch in dieser Geschichte so. Ich glaube sogar, dass ich ihn hier noch lieber mag, als in den Büchern davor. Trojan ist einfach ein Mann mit Herz. Natürlich hat auch er seine Schwächen und Macken, aber ich liebe seine Einstellung zur Familie und zur Gerechtigkeit einfach.

Seine Freundin Jana ist mir allerdings in diesem Band etwas unsympathisch. Ich kann sie einerseits irgendwie verstehen, denn mit einem Kommissar der Kriminalpolizei zusammen zu sein, das ist sicherlich alles andere als leicht. Aber dennoch finde ich manche Reaktionen von ihr nicht gut und ich mag sie hier nicht mehr so.

Dafür finde ich Trojans Tochter Emily wirklich klasse und ich fände es toll, wenn sie in den hoffentlich weiteren Bänden auch wieder eine große Rolle spielen wird.

Autor:

Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren und studierte Schauspiel. Diesen Beruf übte er auch einige Jahre aus und wurde sogar ausgezeichnet.
Nun schreibt er und das ebenfalls sehr erfolgreich. Seine bisher erschienenen Bücher wurden alle Bestseller.

Fazit und Bewertung:

Wie nicht anders erwartet, hat Max Bentow mit diesem Thriller wieder ein Meisterwerk hingelegt, was mich absolut begeistern konnte.
Dieses Buch ist, wie auch alle seine anderen, eine absolute Empfehlung.

Das Dornenkind

Name: Jessi

Datum: 4. September 2015

Der Federmann ist zurück...

Schreibstil

Zu Beginn dieser Rezension muss ich sagen, dass ich „Der Federmann“ von Max Bentow nicht gelesen habe. Ich kenne nur „Die Totentänzerin“ und „Das Hexenmädchen“, zwei Bücher, die mich wirklich begeistern konnten und mich von dem einmaligen Stil Bentows überzeugt haben.

„Das Dornenkind“ wollte ich auch unbedingt direkt nach dem Erscheinen lesen und ich muss sagen, dass es auch sehr gut ohne Vorwissen zu lesen ist und ich deswegen meine Entscheidung nicht bereue, es direkt gelesen zu haben, ohne die Vorgeschichte zu kennen. Diese wird nämlich im Laufe der Geschichte immer wieder kurz angeschnitten, damit auch neue Leser das Buch verstehen könne. (Wer jedoch den ersten Band der Reihe noch lesen will, sollte dieses Buch erst im Anschluss genießen, denn natürlich wird hier der Täter genannt!)

Max Bentow gehört für mich mittlerweile zu einem der besten deutschen Thrillerautoren. Er versteht es, seine Leser tief in die Psyche der Täter zu führen und er verzichtet dabei auf das langweilige „Drumherum“, mit dem viele andere Autoren ihre Bücher ja gerne füllen. Mit „Das Dornenkind“ hat er für mich einen spannenden und tiefgründigen Psychothriller erschaffen, der mich nicht nur einmal eine Gänsehaut über den Rücken hat laufen lassen! Sein Gefühl für die richtigen Worte, die gleichzeitig Spannung erzeugen und die Charaktere zum Leben erwecken, ist einmalig. Für mich als Autorin ist er auf jeden Fall ein großes Vorbild!

Charaktere

Wie ich in anderen Rezensionen zu seinen Büchern bereits erwähnt habe, mag ich den Ermittler Nils Trojan, der sich hier erneut mit einem bestialischen Killer konfrontiert sieht, der vor Jahren als der Federmann Schlagzeilen machte! Wer mich kennt, weiß, dass ich die stereotypischen Ermittler in Büchern meistens extrem langweilig finde, aber das ist bei Nils Trojan nicht der Fall. Er wirkt sehr menschlich, hat seine Ecken und Kanten und versucht sein Privatleben von der Arbeit zu trennen. Der Autor verzichtet auf dauernde Einblenden seines Lebens außerhalb seines Jobs und genau deswegen mag ich die Bücher so! Es geht in erster Linie um den Täter, die Opfer und das Verbrechen, nicht um das Leben eines Ermittlers und die öde Polizeiarbeit!

Wir lernen in diesem Buch gleich zu Beginn Wendy kennen. Eine junge Frau, die anscheinend ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Ein Geheimnis, das sie sich selbst nicht eingestehen kann. Gekonnt spielt der Autor hier mit dem Leser und schickt ihn auf eine falsche Fährte, denn Wendy ist gar nicht so leicht zu durchschauen. Auf welcher Seite steht sie? Und was hat sie mit dem Federmann zu tun. (Ich kann euch sagen, dass ihre Verwicklung in die ganze Sache absolut spannend ist, aber ich werde hier natürlich nichts verraten!!!)

Meine Meinung

Meine Begeisterung über das Buch dürfte bereits spürbar sein und ich denke, so mache ich jetzt einfach weiter. Ich muss Max Bentow einfach loben. Er versteht es wirklich, einen echten PSYCHOTHRILLER zu erschaffen, der unter die Haut geht und bei mir als Leser wirklich Angstzustände ausgelöst hat. „Das Dornenkind“ ist aus verschiedenen Sichten verfasst, sodass wir als Leser immer hautnah am Geschehen sind. Mal sehen wir alles aus der Sicht eines der Opfer, mal aus Sicht des Täters und des Federmanns und mal aus der Sicht von Trojan oder Wendy. Das macht das Buch so spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Seiten flogen nur so dahin. So muss ein spannender Thriller und ein Buch sein, von dem ich mich nicht mehr lösen kann!

Die Geschichte rund um das Dornenkind (Ja, wer könnte das bloß sein! ;)) ist unsagbar spannend und teilweise sehr gruselig. Schon allein der Täter und seine ganze kranke Art hat mich auf der einen Seite in den Bann gezogen und auf der anderen Seite abgeschreckt. Alles wird sehr detailliert geschildert, zu jeder Person wird eine Beziehung aufgebaut und dann schockt Max Bentow den Leser mit einer unerwarteten Wendung. Ja, ich habe beinahe mit allen Personen mitfiebern können und als langsam der große Showdown eingeleitet wurde, fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ja, am Ende kommt dann noch einmal alles anders als erwartet und ich bin schon jetzt auf das nächste Werk des Autoren gespannt.

Fazit

Max Bentow hat mit „Das Dornenkind“ einen spannenden, gruseligen und psychologischen Thriller geschrieben, der unter die Haut geht! Klare Leseempfehlung!

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de