Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

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Leserstimmen

Die Puppenmacherin

Name: Heike Richter

Datum: 16. September 2015

Spannung für die Ohren!

Max Bentow hat ja schon in “Der Federmann”, dem ersten Teil der Trojan-Reihe, die Messlatte sehr hoch gehängt und fleißige Leser wissen, dass es auch im vierten Fall “Das Hexenmädchen” hoch her geht. Wie also nicht anders zu erwarten, ist auch in “Die Puppenmacherin” der Spannungslevel sehr hoch und es wird einem keine Sekunde langweilig.

Nils Trojan erhohlt sich noch von seinem letzten Fall und dem Aufeinandertreffen mit dem Federmann. Seine Beziehung zu der Psychologin Jana Michels scheint sich, nachdem sie in den Fängen des Federmanns war, wieder nur noch rein auf therapeutischer Ebene zu bewegen. Nils ist hin und her gerissen: Braucht er doch auf der einen Seite dringend therapeutische Hilfe, so zieht Jana ihn doch auch auf ganz anderer Ebene stark an. Aber Jana hat selbst damit zu tun, alles Gewesene zu verarbeiten.

Aber wie immer hat Trojan nicht viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. In einem Keller wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die mit einer Art festen Schaummasse eingesprüht, wie in einem Sarkophag präsentiert wird. An der Wand werden Schriftzeichen mit dem gleichen Material entdeckt. Zufall, oder will der Täter ein Erkennungszeichen setzen? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Nils wird den Gedanken aber nicht los, dass es sich hier nicht um eine Einzeltat handelt. Er stößt auf einen Fall, der scheinbar abgeschlossen ist, weil der Täter tödlich verunglückte. Dieser Fall weist erstaunlich viele Gemeinsamkeiten auf. Da wird eine weitere Leiche gefunden. Wieder die gleichen Merkmale und auch diese seltsamen Schriftzeichen. Wie kannn das alles sein? Ist es ein Trittbrettfahrer oder wurde damals bei dem Unfall gar nicht der Täter getötet?

Das Opfer von damals konnte Dank eines großen Zufalls gerettet werden und leidet heute noch stark unter der Traumatisierung. Da bekommt sie plötzlich einen Anruf. Wer erlaubt sich hier einen bösen Scherz, oder ist es wirklich der Täter von damals? Josie, die mit Hilfe ihrer selbstgemachten Amigurumipuppen langsam versucht ins Leben zurück zu finden, ist am Boden zerstört und klammert sich in ihrer Panik an Nils Trojan.

Hier beginnt der Wetlauf mit der Zeit! Kann Nils Josie beschützen und weitere Morde verhindern? Wer ist zu solch perfiden Taten fähig?

Auch in Nils’ Privatleben läuft es gerade mehr als nur unrund! Nils hat zuwenig Zeit für seine Tochter und sein Gewissen schlägt sich mit einem längst vergangenen Thema um seinen Vater herum. Hat Nils’ Vater vor Jahren eine junge Frau umgebracht? Und dann ist da ja noch Jana, nach der sich Nils Trojan mit jeder Faser seines Körpers sehnt.

Mir hat dieses Hörbuch mal wieder ausgesprochen gut gefallen! Die Nils-Trojan-Reihe ist wirklich ein spannungsgeladenes Meisterstück von Max Bentow. An keiner Stelle passiert etwas, was man vorher schon erwarten hat und keine Sekunde kommt Langeweile auf. Im Gegenteil! Phasenweise war ich so gespannt, dass ich selbst mein Strickzeug aus der Hand legen musste! Man will einfach nur immer weiter hören und diese 9 Stunden und 15 Minuten lange Spannung in einem Rutsch durchhören. Wie auch schon bei dem ersten Hörbuch dieser Reihe. Man muss nicht zwingend den ersten Teil gehört haben um die Handlung zu verstehen, aber es ist empfehlenswert, um auch die Entwicklung von Trojan und den weiteren Hauptprotagonisten verfolgen zu können.

Max Bentow hat es geschafft, der Figur von Nils Trojan noch mehr Tiefe zu geben. Mit all seinen Eigenschaften, Problemen und Sorgen macht er ihn zu einem ganz normalen Menschen. Die Hauptfigur wird nicht – wie in vielen Thrillern – zu einer Art unfehlbarem Held, sondern Nils Trojan ist eher der “normale” Kumpel oder der Nachbar von nebenan!

Auch in diesem Hörbuch jagt uns die Stimme von Axel Milberg Angst und Spannung ein. Wäre ich nicht eh schon ein großer Fan von Axel Milberg als Schauspieler (z.B Kiel-Tatort), so wäre ich es nun ganz bestimmt. Er verleiht jeder Person in diesem Hörbuch ihre ganz eigene Stimme und schafft es nicht nur einmal, für Gänsehaut zu sorgen. Besonders angetan bin ich diesmal vom Cover. Hier ist ein Milberg abgebildet, der einem schon vom Ansehen unheimlich erscheint. Sollten die Nils-Trojan-Bücher einmal verfilmt werden, so wünsche ich mir Axel Milberg als Trojan!

Das Dornenkind

Name: Irve liest

Datum: 9. September 2015

*+* Die Spannung hielt sich leider nicht *+*

Liebe Lauschfreunde,

als ob ich nicht geahnt hätte….
Der Federmann kehrt zurück. Und wie!
Er hat keine Mühen gescheut, die Rache an Nils Trojan zu planen und nun auch umzusetzen. Denn ihm, dem erfolgreichen Ermittler, hat er sein nunmehr sehr quälend schmerzhaftes Leben zu verdanken. Im Auftaktband „Der Federmann“ der Thriller-Reihe von Max Bentow hatte nämlich Nils Trojan dem Verbrecher das Handwerk gelegt, allerdings äußerst unbefriedigend. Denn obwohl der Serienmörder mit sehr großer Wahrscheinlichkeit seinen damaligen Fluchtversuch überlebt haben konnte – wirklich sicher war man sich nie.

Und nun behauptet seine Tochter Wendy, der Federmann sei zurück. Sofort schrillten meine inneren Alarmglocken. War sie es wirklich, oder hatte der Mörder diese Tochter-Show extra für Trojan inszeniert? Lebte der Serientäter wirklich noch, oder gab es möglicherweise Trittbrettfahrer, die ihm zu Ehren sein Tun fortsetzten? Denn Morde hatte es in jüngster Zeit wieder gegeben, sogar mehrere. Alle Leichen wiesen deutliche Botschaften auf – für Nils Trojan….

Hatte mich dieser Beginn, bei dem es Schlag auf Schlag ging, und die Vorgehensweise des Täters noch sehr gefesselt, ließ meine Begeisterung für diesen Fall immer mehr nach. Denn der Stil änderte sich sehr. Von dem Zeitpunkt, als die vermeintliche Tochter auf der Bildfläche aufgetaucht war, schien alles im Großen und Ganzen nur noch darum zu gehen, Trojan ihrem Vater ans Messer zu liefern. Wendy wusste ich rein gar nicht einzuschätzen. Einerseits wollte sie sich ihrem Daddy lieb Kind machen, was ich wirklich nicht nachvollziehen konnte, schließlich war er ein Serienmörder – und was für einer – , und bewegte sich zwischenzeitlich mehr als am Rande der Legalität. Andererseits schien sie sich in Trojan verguckt zu haben – oder war das nur Show? Aber was wunderte ich mich über ihr Verhalten, schließlich war sie die Tochter des Psychopathen, was möglicherweise ein wenig auf sie abgefärbt haben könnte.

Aber nicht nur Wendy arbeitete ihrem Vater zu. Er hatte auch Unterstützung von anderer Seite. Von jemandem, der ihm im Geiste sehr verwandt war…..Und was diese Person tat, war wirklich schauerlich. Für gruselige Sequenzen war definitiv gesorgt, aber der rote Faden verlief ein wenig kreuz und quer. Da gab es Sprünge, die mich immer wieder aus der Geschichte rauskickten. Der Fall an sich ist von der Idee her gut, aber es hätte gereicht, nur auf einen früheren Fall Bezug zu nehmen, Dass auch auf einen weiteren älteren Thriller zurück gegangen wurde, blähte den Umfang auf, lenkte mich letzten Endes aber vom Kern der Sache ab.

Max Bentow baut immer viel Privates aus dem Leben der Ermittler, vor allem von Trojan, mit in seine Thriller. So auch hier. In „Das Dornenkind“ findet alles eine Fortsetzung, die kriminellen Machenschaften, aber auch die privaten Entwicklungen gehen weiter – und der Thriller endet in mehrerlei Hinsicht mit einem kleinen Cliffhanger.

Obwohl mich einige Charaktere, vor allem Wendy, häufiger in ihrer Handlungsweise irritiert haben und es einige Überraschungsmomente gab, war die Entwicklung des Falls „Federmann, die Zweite“ im Großen und Ganzen erahnbar. Ein für mich auf jeden Fall unterhaltsamer Thriller, aber nur phasenweise spannend.

Trotzdem hat mir dieses Hörbuch Spaß gemacht, denn der Sprecher, der bisher alle Max-Bentow-Thriller eingelesen hat, Axel Milberg, hat auch bei „Das Dornenkind“ einen großartigen Job gemacht. Er saugte die Stimmung auf und transportierte sie sehr stimmig auf die silberne Scheibe, sodass ich auch an für mich nicht so spannenden Stellen trotzdem vom Geschehen gepackt wurde!

Bisher sind in der Nils-Trojan-Reihe folgende Titel erschienen:
Der Federmann
Die Puppenmacherin (mein bisheriger Lieblingsfall dieser Thriller-Serie)
Die Totentänzerin
Das Hexenmädchen
Das Dornenkind

Inhalt
Die Berliner Kriminalpolizei steht vor einem Rätsel, als man drei Leichen findet, in deren Haut geheimnisvolle Botschaften geritzt wurden. Doch während Kommissar Nils Trojan noch versucht, deren Sinn zu entschlüsseln, wird sein schlimmster Albtraum wahr: Der bestialische Serienmörder, der ihn vor vier Jahren fast getötet hätte, ist wieder aufgetaucht. Zumindest behauptet das die Tochter des besagten „Federmanns“. Als Trojan sich mit ihr trifft, wird ihm klar, dass das Töten noch lange kein Ende hat …

Hörbuch
Die Audioversion von Max Bentows „Das Dornenkind“ ist im August 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-8445-1916-7 bei der Hörverlag erschienen. Das Hörbuch (1 MP3-CD)) hat eine Laufzeit von 11h 26min.

Autor und Sprecher
Max Bentow (Autor)
Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mit den vier bisher erschienenen Kriminalromanen um den Berliner Kommissar Nils Trojan gelang Max Bentow ein großer Erfolg, alle Bücher standen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Axel Milberg (Sprecher)
Axel Milberg war bis 1998 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele und arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek, Thomas Langhoff oder Dieter Dorn. Mitte der 90er Jahre wandte sich der wandelbare Schauspieler verstärkt Film und Fernsehen zu. Seither war er in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen, z. B. in “Nach fünf im Urwald” (1995), “Jahrestage” (2000), “The International” (2009), “Ludwig II.” oder “Hannah Arendt” (2012). 2013 spielte er in den Verfilmungen der Romane “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche und “Rubinrot” von Kerstin Gier. Seit 2003 ist Axel Milberg außerdem in seiner Heimatstadt Kiel als “Tatort”-Kommissar Klaus Borowski auf Verbrecherjagd.

Quelle: Randomhouse

Die Puppenmacherin

Name: Poldi

Datum: 8. September 2015

Nils Trojan - 2. Die Puppenmacherin

Nils Trojan wird zu einem neuen Fall gerufen, bei dem eine Frau auf ziemlich ungewöhnliche Weise umgebracht wurde: Sie wurde in mittlerweile erstarrtem Bauschaum erstickt. Ein Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall vor einigen Jahren ist schnell festgestellt, doch der damalige Täter gilt als verstorben. Wie hängt das aktuelle Geschehen mit dem damaligen Opfer, der Puppenmacherin Josephin zusammen? Nils muss wieder auf den Rat von Jana Michels vertrauen, die noch immer an dem Fall um den Federmann zu knacken hat...

Nils Trojan ist die Gallionsfigur der Thriller von Max Bentow, der Ermittler ist eine sehr prägnante Hauptfigur und hinterlässt auch im zweiten Band „Die Puppenmacherin“ seine Spuren. Auch sein Privatleben wird kurz in die Handlung in einem Nebenarm der Haupthandlung mit eingebaut, wobei sein Charakter samt einiger psychischer Probleme eine interessante Nuance in den Fall bringt. Hier hätte ich mir jedoch etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht, hier wirkt der Ermittler manchmal wie am Reißbrett konstruiert. Der Fall um die Puppenmacherin ist sehr spannend erzählt, wobei die sehr kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven für viel Dynamik sorgen. So baut Bantow einen sehr gelungenen Bogen über die gesamte Handlung, setzt zahlreiche Highlights und packende Momente, lässt ein wahres Katz-und-Maus-Spiel entstehen, in der Trojan dem Täter immer näher kommt. Leider lässt der Roman am Ende ziemlich nach, was besonders an der sehr konstruierten Auflösung des Falles liegt. Allzu oft bekommt der Zufall hier eine essentielle Rolle, dann entwickelt sich Trojan dann auch zu einer Art Superheld, dem alles zu gelingen scheint. Und so fällt dann auch die sorgsam aufgebaute und gehegte Spannung in sich zusammen und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Max Bentow verwendet für seinen Roman eine sehr klare und deutliche Sprache, die durchaus energetisch wirkt und eine düstere Atmosphäre schafft. Die kurzen Kapitel sorgen dabei für zahlreiche Cliffhanger und einen interessanten Kniff, denn anfangs braucht der Leser immer einen Moment, um sich in der neuen Situation zurecht zu finden. Leider sind nicht alle Charaktere wirklich rund und authentisch beschrieben, einige bleiben leider ziemlich blass und farblos. So deutlich trifft dies auf den Täter dann nicht zu, hier hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefgang erwartet – schließlich ist er einer der wichtigsten Charaktere des Buches.

Max Bentow spannt seine Leser hier ziemlich auf die Folter, sorgt für einen sehr flüssigen und spannenden Handlungsverlauf. Der reizvolle Ausgangspunkt und der packende Mittelteil trösten über den etwas überhasteten und mit Zufällen übersäten Schluss hinweg, die Charaktere sind im Allgemeinen gut beschrieben. „Die Puppenmacherin“ ist zwar nicht der beste Teil der Serie um Nils Bentow, aber recht kurzweilige Thrillerunterhaltung.

Die Puppenmacherin

Name: Jel

Datum: 7. September 2015

Die Puppenmacherin

Dies ist der zweite Fall für den Berliner Kommissar Nils Trojan.
Max Bentwo hat dem Kommissar Nils eine sehr eigenwillige Art verliehen. Da sind zum einen seine Ängste die ihn verletzlich erscheinen lassen und zum anderen die Liebe und Spannungen zwischen ihm und seiner Tochter und seinem Vater. Aber auch die Sehnsucht zu seiner Therapeutin macht in zu einem normalen Menschen. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und es wird schnell klar, dass die neuen Morde mit einem älteren Entführungfall in Zusammenhang stehen. Der Zufall bringt den Kommissar oft auf die richtige Spur, vielleicht etwas zu oft, aber ich fand es beim hören nicht störend. Das Ende kommt sehr unerwartet, ist aber trotzdem sehr spannend. Wie die Morde begangen werden ist mal was ganz neues und durch das zu Teil offene Ende seiner persönlichen Geschichte regt der Autor die Hörer dazu an, auch den nächsten Fall von Nils Trojan zu hören. Der Schreibstil von Max Bentow regt durch seine genauen Beschreibungen der Geschehnisse an, sich die Szenen bildlich vorzustellen. Mir persönlich hat das gut gefallen und mir oft das Gefühl gegeben mit dabei zu sein. Die Stimme von Axel Milberg rundet dieses alles noch ab, sie passt sehr gut zu der Geschichte und verleitet einen auch immer wieder zum weiter hören.


Fazit:

Ich vergebe 3 große Sterne. Ich hatte erst bedenken, da ich den ersten Fall der Reihe noch nicht gehört hatte, was ich nun aber bestimmt noch tun werde. Meine Bedenken waren unbegründet, der Fall ist sehr eigenständig. Bitte mehr davon.

Das Dornenkind

Name: CogitoLeider

Datum: 7. September 2015

Sehr gute Fortsetzung


Schade.
Anfangs, ja fast bis zum Ende war ich absolut begeistert von 'Das Dornenkind'. Es ist schon faszinierend, wenn alte Feinde wieder auftauchen und man nicht so genau weiß, wer jetzt böse ist und wer nicht. Dazu noch altbekante Protagonisten und man hat einen Psychothriller, der einen mitfiebern, ja geradezu mitraten lässt. Hoffen und Bangen, wie es eben sein soll.
Dazu noch ein Axel Milberg, der geradezu virtuos Stimmungen und Stimmen in die Ohren spielt. Sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch richtig toll. Das hat nicht länger etwas von einem Märchenonkel, sondern entwickelt sich über die einzelnen Nils-Trojan-Teile zu einem unverwechselbaren und wunderbaren Stil, der mich in seinen Bann zieht.

Für mich jedoch war das ersehnte - zugegeben blutrünstige - Finale dann doch wieder eher ein Vertrösten. Das mag daran liegen, dass ..., nein, ich verrate nichts. Auch, wenn sich darauf der 'Punktabzug' bezieht.
Ich denke einfach, hier wurde eine große Chance vertan, die Reihe von einem eher durchschnittlichen Standpunkt zu etwas richtig, richtig Gutem zu erheben. Hört sich vielleicht hart an, ist aber bitte nicht falsch zu verstehen. Wie auch alle bisherigen Teile, finde ich 'Das Dornenkind' sehr gelungen und überaus solide, vergleichbar mit einem sehr guten 'Tatort'. Dass es Max Bentow nicht schafft, mir den letzten Kick zu verschaffen, liegt ausschließlich an mir und sollte diejenigen, die diese Serie lieben, nicht vom Hören oder Lesen abhalten. Denn in 'Das Dornenkind' wird sehr vielschichtig erzählt und es gibt genug Spannung und Psychgedöns, um einen gut zu unterhalten und einem zum Teil das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Was will man also mehr?

Fazit?
Wer die Reihe um Nils Trojan mag, hat hier eine wunderbare Fortsetzung. Und in der Hörbuchfassung kommt auch noch ein genialer Sprecher zum Zuge!

Das Dornenkind

Name: Silke Schröder, hallo-buch.de

Datum: 2. September 2015

Sein persönlichster Fall

Als in Berlin drei Leichen mit eingeritzten Wörtern auf der Haut gefunden werden, ist für Kommissar Nils Trojan klar, dass es der Täter auf ihn ganz persönlich abgesehen hat. Kurz darauf meldet sich bei ihm eine junge Frau, die behauptet, die Tochter des “Federmann”-Mörders zu sein. Und nicht nur das, sie sagt außerdem, dass der Killer Kontakt zu ihr aufgenommen habe. Troja ist entsetzt, denn der “Federmann” war einer seiner erschreckendsten Fälle. Und das schlimmste ist: Der Serienmörder stürzte zwar schließlich von einer hohen Brücke, aber seine Leiche wurde nie gefunden...

"Das Dornenkind" ist der fünfte Fall von Max Bentow mit seinem Berliner Kommissar Nils Trojan, und es zugleich sein persönlichster. Denn anders als in den vorangegangen Krimis steht Trojan hier zusammen mit seiner Tochter Emily und mit Wendy, der Tochter des ‘Federmanns’, im Mittelpunkt der Story. Dabei zeichnet Bentow ein Psychogramm der beiden Väter und ihrer Verhältnisse zu ihren Töchtern. Herausgekommen ist ein routiniert geschriebener Thriller, der zwar mit einigen langen Monologen daherkommt und auch nicht ganz an seinen Vorgänger “Das Dornenkind” heranreicht, aber gut durchkomponiert ist, nur punktuell auf Action setzt und mit einem vielsagenden Cliffhanger endet. Der Schauspieler Axel Milberg, bekannt als Kieler Tatortkommissar, erzählt die Story mit der richtigen Nuancierung.

Das Dornenkind

Name: Poldi

Datum: 28. August 2015

Das Dornenkind (Nils Trojan 5, Max Bentow)

Eine Frau wird entführt, aber schon kurze Zeit später wieder freigelassen. Lediglich einige Schriftzeichen ist in ihre Haut eingeritzt. Doch ihr Tod lässt nicht lange auf sich warten, sodass Ermittler Nils Trojan auf den Plan gerufen wird. Als sich die geheimnisvolle Wendy bei der Polizei meldet, die behauptet, die Tochter des Federmannes zu sein, der Trojan vor einiger Zeit schwer verletzt entkommen ist. Dass dieser auf Rache sinnt ist klar, doch auf welcher Seite steht Wendy?

„Das Dornenkind“ ist der mittlerweile fünfte Roman über den Ermittler Nils Trojan aus der Feder von Max Betow, der einen Blick in die Vergangenheit beinhaltet und den Täter des ersten Buches „Der Federmann“ wieder in die Handlung einbaut. Sicherlich entfaltet sich der ganze Reiz am Besten, wenn man die damaligen Ereignisse kennt und schon etwas hinter das Profil des Federmannes gedrungen ist, doch auch ohne Vorkenntnisse hat Bentow einen sehr spannenden und reizvollen Thriller abgeliefert. Das liegt zum einen an seinem typischen Schreibstil, der gleich mehrere Handlungsstränge miteinander verknüpft. So entsteht ein recht komplexes Konstrukt, das sehr verschachtelt aber gut verständlich aufbereitet ist und so eine ganz eigene Stimmung entfalten kann. Zum anderen liegt dies auch an der wunderbaren Figur der Wendy, der Tochter des Federmannes, die herrlich undurchschaubar ist und so eine sehr geheimnisvolle Aura um sich aufbauen kann. Das Motiv ihres Handelns wird wirklich erst in dem großen Finale aufgelöst, sodass über die gesamte Handlung hier viel Spannung aufgebaut werden kann – was durch die ständige Bedrohung des Federmannes noch unterstützt wird. Besonders gefallen hat mir auch wieder der private Teil um Nils Trojan, der zwar recht knapp ausgefallen ist, aber mit einem reizvollen Motiv ausgestattet ist. Der Ermittler muss sich hier brisante Fragen um seine eigene Identität stellen. Alles wird zum Schluss in einem packenden Finale zusammengeführt, bei dem ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Bentows Schreibweise gefällt mir sehr gut, auch wenn dieser gerade zu den Anfängen der Kapitel recht verworren wirkt, denn nicht immer kann man diese einer Situation sofort zuordnen. Auch die klaren Bilder und die treffende Wortwahl trägt viel zum Gelingen des Romans bei. Insbesondere die wörtliche Rede wirkt sehr authentisch und ist gut an die jeweiligen Charaktere angepasst, die so sehr gut zur Geltung kommen. Schön, dass diese hier umfassender gelungen sind als im Vorgängerroman.

Bentow hat mit seinem fünften Roman um Nils Trojan alles richtig gemacht: Die Rückkehr des Federmannes, die dichte atmosphärische Gestaltung, die interessante und undurchdringliche Figur der Wendy, die Verknüpfung mehrerer Handlungsstränge und die sanfte Einbettung von Trojans Privatleben, all das vermischt sich zu einer sehr packenden Handlung, die durch den gelungenen Schreibstil unterstützt wird.

Die Puppenmacherin

Name: Denise

Datum: 18. August 2015

Überwältigend

Ich lese nicht oft und nicht viel. Wenn ich ein Buch anfange lese ich meistens 20-30 Seiten aber ihr Buch hat mich sofort in einen Bann gezogen. Innerhalb 3 Tage habe ich es verschlungen. Ich werde mir auch noch die anderen Bücher aus der Nils Trojan Reihe kaufen. Und ich hoffe das es noch einige mehr werden

Die Totentänzerin

Name: Tinkerbell

Datum: 15. August 2015

Typischer Thriller, keine besondere Handlung - Dafür aber besonders interessante Charaktere!

Jeder kennt Max Bentow als Spiegelbestsellerautoren, geboren und aufgewachsen in Berlin. Bentow hat erst ein Schauspielstudium absolviert, zahlreiche Preise und Stipendien erhalten – dann kam das Schreiben. Vier Bücher sind bereits veröffentlicht. Es handelt sich hier um seine Serie um den Kommissar Nils Trojan. Und auch die Serie spielt in Berlin, an Orten, in denen sich Bentow auskennt, weil es ihm wichtig ist, zu wissen, worüber er schreibt, sodass es seine Plastizität niemals verliert. Das ist wichtig bei einer Geschichte. Bentow weiß also wie man einen guten Thriller schreibt.

maxbentowdietotentänzerin#
Die Reihe ist so aufgebaut, dass man getrost jedes Buch lesen könne, natürlich gibt es eine Reihenfolge, doch die bedingt nicht das Nacheinanderlesen eines jeden Buches. Um die Figur Nils Trojan allerdings in all seinen Facetten kennenzulernen, ist das Lesen beginnend mit dem ersten Teil „Der Federmann“ schon wichtig, dicht gefolgt von „Die Puppernmacherin“ und „Die Totentänzerin“. Um letzteres dreht sich auch diese Rezension. Ein vierter Band ist auch bereits erschienen – „Das Hexenmädchen“ – der fünfte Band soll diesen Sommer (2015) noch kommen.
In „Die Totentänzerin“ geht es um einen Mörder, der Liebespaare in ihren Schlafzimmern ermordet. Die Paare haben entweder gerade Sex als es passiert oder aber der Mörder fesselt sie so, dass es den Anschein hat. Der Mann wird erschlagen mit einem Hammer und im toten Zustand noch an die Frau gebunden, die sich vor Angst meist nicht rühren kann und der noch zusätzlich die Pulsadern aufgeschlitzt werden, sodass sie langsam verblutet. Alles mit dem Ziel – die Frau soll keine Lust bei ihrem Spiel haben, sie soll leiden, weil selbst der Mörder nie Lust hatte zeigen können, sie nicht mehr kennt.
Das Buch ist eine perfide Konstruktion über das Handeln eines völlig verunsicherten Menschen. Theresa Landsberg, die Frau des Kommissaritatsleiters wird beschuldigt, die Mörderin der Paare zu sein. Man kommt nicht umhin, sie in Verdacht zu ziehen, da ihre Anwesenheit bei allen Paaren sehr präsent war und ist. Nur warum? Das ist die große Frage. Ihr Mann, Leiter der Mordkommission und des Falls, muss sich aus seinem Job vorläufig zurückziehen, wenn auch wiederwillig und erst als er selbst erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt. Nils Trojan, sein engster Vertrauter, wird schwankt zwischen Unsicherheit über die Unschuld der Frau seines Chefs und zwischen dem eigenen Gefühl, dem Mörder trotzdem dicht auf der Färte zu sein. Nur wer ist es? Ist es wirklich Theresa Landsberg?
Es ist ein typischer Thriller, nichts herausragendes und dass es einen Liebespaarmörder gibt, ist auch nichts Neues. Es muss aber auch nicht immer etwas Neues sein, nur damit es gut ist. Manchmal sind die Besonderheiten die Figuren selbst, es sind ihre Charaktere. Sie handeln, wie sie handeln. Nur warum? Die Spannung hält in diesem Thriller einzig und allein die Frage nach dem Wie und warum über das Handeln von Theresa Landsberg. Sie ist die tragischste Figur im ganzen Thriller.
Über Nils Trojan erfahren wir etwas mehr. Seine Zuneigung gegenüber Jana Michels, seiner Therapeutin, bei der er sich wegen seiner Angstzustände in Behandlung befindet, nimmt Formen an, sodass er es auch als etwas „Ernstes“ betrachtet. Bei Jana ist es ebenso, auch wenn sie sich schwer damit tut, doch sie hilft Nils wo sie kann, so auch in diesem Fall. Mit ihrem Spürsinn über die Hintergründe menschlichen Handelns, bringt sie Nils auf die richtige Spur. Jana als Figur ist ebenso facettenreich wie jede andere in der Bentow-Reihe. Ein weiterer Pluspunkt ist noch: Nils Trojan ist kein Ermittler, der kurz vor dem aus ist, er ist kein völlig Kaputter, der sich in Alkohol ertrinkt und vor lauter privaten Problemen alles andere vergisst. Er ist ein guter Ermittler, der auch Probleme hat, sein Beruf im Blick hält und sich zu helfen weiß.
Betrachtet man zum Schluss noch Bentows lockeren, klaren und leichten Schreibstil, kommt man zu dem Schluss einen guten, unterhaltsamen Thriller vor sich zu haben. Betrachtet man es genauer, liegt es lediglich an den Figuren, die so menschlich und unbeschreiblich tiefgründig sind, dass man eben jenen Eindruck gewinnt.

Die Totentänzerin

Name: wassollichlesen

Datum: 26. Juli 2015

Wie "Cluedo"

Vielleicht nicht ganz so spannend, wie "Der Federmann" oder "Die Puppenmacherin", aber bei weitem verwirrender. Die Jagd nach dem Mörder, der hier sein grausames Spiel treibt, konnte ich bis zum Ende nicht durchschauen.

Max Bentow lenkt mit vielen Nebenschauplätzen und Ereignissen geschickt den Verdacht von Kapitel zu Kapitel auf einen anderen Protagonisten. Ich habe meine Vermutung, wer es denn jetzt war, öfter verworfen, als ich "Es war Homer, im Atomkraftwerk mit dem Donut" bei
Simpsons-Cluedo hätte sagen können. Dies geschieht aber nicht völlig unglaubwürdig, sondern nachvollziehbar.
Und wie es der Zufall so will, passt Nils Trojan genau in das Beuteschema des Mörders..

Fazit

Ich liebe es, wenn ich erst am Schluss durchsteige und erfahre, wer der wahre Täter ist. Die Fälle um Nils Trojan konnten sich hier grade deshalb ein weiteres Mal steigern.
Diesmal bestimmt nicht die Jagd nach dem Täter das Geschehen, sondern die Frage, "wer ist der Täter??"

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de