Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

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Leserstimmen

Der Federmann

Name: Uta

Datum: 30. September 2015

Neuen Fan gewonnen

Lieber Herr Bentow,

ich bin mit ihren Büchern (und natürlich auch mit Ihnen :-) bei der Crime Cologne in Berührung gekommen und durfte dort das erste Mal ihrem Werk über Nils Trojan lauschen. Und es hat mich sofort so gepackt, dass ich mir "Den Federmann" als Hörspiel noch an dem Abend gekauft habe. Einmal angefangen zieht NilsTrojan einen so in den Bann, dass wenn das Buch oder Hörspiel ausgelesen oder zuende gehört ist, ich die erste am nächsten Tag im Buchladen war, um mir die ganze Reihe komplett zu kaufen. Sie sind es "schuld", dass ich morgens kaum aus dem Bett komme, da man das Buch/Hörspiel nicht zur Seite legen kann :-) und bis früh morgens hören/lesen muss.
Vielen, vielen Dank für ihre Bücher. Ich hoffe auf noch viele Fortsetzungen.
Nur noch eine kleine Anmerkung. Axel Milberg ist ein wirklich begnadeter Schauspieler und er liest die Hörspiele grandios , spannend mit Gänsehautcharakter. Aber ich muss sagen, ihre Lesung hatte den gleichen Effekt. Eigentlich könnten sie ihre Bücher auch sehr gut selber lesen....:-))

Herzliche Grüße
Uta

Das Dornenkind

Name: Jel

Datum: 23. September 2015

Das Dornenkind

Max Bentow schickt seinen Berliner Kommisar Nils Trojan in seinen 5 Fall. Man findet einige Tote wo es aussieht als wären es Selbstmorde, wenn da da nicht eine Botschaften auf jedem Toten wären. Schnell bekommt Trojan das Gefühl es mit einem alten Bekannten zu tun zu haben, aber das kann doch nicht sein er ist doch tot. Dann taucht eine junge Frau auf die behauptet die Tochter des Federmanns zu sein. Doch dann wird auch noch seine Tochter entführt. Und es Beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Ist seine Freundin Jahna auch in Gefahr? Was hat das alles miteinander zu tun und was bedeutet das alles? Spielt die Junge Frau ein falsches Spiel mit ihm ...? Und da ist wieder die alte Geschichte mit seinem Vater bekommt er da endlich Gewissheit ...?
Die Stimme von Axel Milberg rundet diese ganze Geschichte noch wunderbar ab. Sie passt wundervoll zu diesem sehr eigenwilligen Kommissar.


Fazit:

Ich vergebe 4 Sterne und bin wieder sehr begeistert von seinem Ideen Reichtum in diesem Fall. Es kam jedes mal anders als ich gedacht hatte. Das es dadurch auch überhaupt nicht langweilig werden lies. Gerne mehr davon.

Die Totentänzerin

Name: Franzy

Datum: 19. September 2015

Ich liebe Nils Trojan einfach ♥

Meinung
Nach dem ersten und dem zweiten Band MUSSTE ich einfach Band 3 lesen !
Zu Anfang befinden wir uns Bentow-Typisch in einem Prolog, der uns in ein kleines Liebesabenteuer und einen Mord hineinführt. Was es damit auf sich hat, erfährt der Leser erst sehr weit hinten im Buch - absoluter Pluspunkt, für diese kleine Verwirrung und den "Ach was"-Moment!
In diesem Band wird Nils Trojan sein Platz als Protagonist streitig gemacht. Sein Chef, Hilmar Landsberg, und dessen Frau Theresa nehmen in dieser Geschichte sehr viel Platz ein. Nicht zuletzt ist dies der Tatsache geschuldet, dass Theresa Landsberg einer ganzen Reihe von Morden verdächtigt wird.
Viel mehr kann und will ich dann auch eigentlich nicht mehr dazu sagen, da ich sonst zu viel verraten und die Spannung nehmen würde.
Max Bentow hat es wieder geschafft mich absolut zu begeistern! Sein Schreibstil ist Trojan-Reihe-Typisch flüssig und schnell zu lesen (und man will hier definitiv weiterkommen!) und auch mit der Spannung wurde absolut nicht gespart.
Dieser Band ist noch viel verwirrender als seine Vorgänger. Hatte ich bei "Der Federmann" und "Die Puppenmacherin" schon Probleme den Täter mittendrin zu identifizieren, wird es hier wirklich unmöglich.
Während des Lesens hatte ich sofort einen Verdacht und dachte noch 'Mensch Bentow...das war aber nix!' - doch weit gefehlt!

In dieser Geschichte ist nichts so wie es scheint !

Endlich kommen auch Jana und Nils voran ♥ Ich musste so lange warten und endlich ist es "perfekt". Zwar haben sie so ihre Schwierigkeiten, aber so ist das in der Liebe eben manchmal ;-)

Ein kleiner Kritikpunkt sind mal wieder die zu genauen Straßennamen beziehungsweise Wegbeschreibungen. Irgendwann kenne ich mich in Berlin aus, ohne jemals dort gewesen zu sein :-D
Da das Buch aber der absolute Oberhammer war, sehe ich darüber mal hinweg ^^

Wie auch in den Vorgängerbänden wurden die Tatorte und Leichen wieder sehr genau beschrieben, so dass sofort ein Bild vor Augen erscheint. Bei Max Bentow habe ich schon fast das Gefühl, dass ich mit dabei stehe!

Fazit
Ich liebe die Bücher um Nils Trojan - mehr kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen. Ich empfehle wirklich jedem, schleunigst mit dieser Reihe zu beginnen, wenn ihr es noch nicht getan habt!

Die Puppenmacherin

Name: Franzy

Datum: 19. September 2015

Auch der zweite Teil ist wieder überdurchschnittlich gut

Meinung
Zu Beginn befindet man sich wieder mal in einem Prolog und mit diesem mitten in der Geschichte.
Man lernt den Täter und eines seiner Opfer kennen. Später im Buch klärt sich auf um wen es sich dabei handelt.
Bereits hier erfährt man, dass der Täter seine Opfer mit Bauschaum "bearbeitet".
Nils Trojan begibt sich auf eine spannend Reise nach dem Täter, in seine eigene Psyche und in seine Vergangenheit.

Ich war ja bereits nach dem ersten Teil absoluter Fan von Max Bentow und seinem Kommissar Nils Trojan.
Auch hier im zweiten Band wurde ich nicht enttäuscht!

Der Autor lässt meinen persönlichen Ekel-Faktor in diesem Band ziemlich weit ansteigen.
Das liegt nicht daran, dass irgendetwas blutig oder bestialisch ist, sondern daran, dass ich selbst auch schon mit Bauschaum gearbeitet habe und weiß, wie sich dieses Material verhält.
Dieser Ekel zieht sich diesbezüglich fast durch das komplette Buch und steigt noch weiter an.

Der Beginn des ersten Kapitels war für mich persönlich etwas verwirrend - was sicherlich so geplant war.
Dazu möchte ich nicht zu viel verraten, damit ihr mir nicht böse seid falls ihr das Buch selbst noch nicht gelesen habt ;-)

Auf Seite 24 musste ich stark schmunzeln.
Erneut wurde das Tokio Hotel-Poster angesprochen, dass im Zimmer von Trojans Tochter hängt. Das kennen wir schon aus dem ersten Teil und ich fand es gut, dass es auch hier wieder angesprochen wurde.
Aber dabei handelte es sich einfach um eine persönliche "Freude" ;-)

Er schaute zu dem Tokio-Hotel-Poster über dem Bett, ein Relikt aus Emilys frühester Teeniezeit, sie mochte die Band mit ihren fünfzehn Jahren längst nicht mehr. "Kinderkram", sagte sie lachend, wenn sie bei ihm übernachtete, aber er brachte es einfach nicht übers Herz, das Poster abzunehmen.
(Seite 24)

In diesem Band erfährt man sehr viel aus Trojans Privatleben.
Sowohl aus der weiten Vergangenheit, als er selbst noch ein kleiner Junge war, als auch über seine Panikattacken und was seine Ex-Frau und Tochter betrifft.
Das war alles nicht unspannend und auch das Treffen mit seinem Vater war durchaus interessant, aber ich persönlich hatte mir erhofft in diesem Teil etwas mehr über Nils und Jana lesen zu können - wurde aber enttäuscht.
Den Beiden wurde so gut wie kein Raum gegeben und es wirkte stellenweise als wenn Herrn Bentow zwischendrin eingefallen wäre, dass Jana ja auch noch irgendwo auftauchen müsste.
Das tut dem Buch an sich absolut kein Abbruch - Jana und Nils ist einfach so eine Sache, die mir persönlich extrem am Herzen liegt ;-)

Das "Hauptopfer" geht mir persönlich ziemlich auf den Keks.
Ich verstehe absolut, dass sie es schlimm getroffen hat und sie Sachen erlebt hat, die man sich weder vorstellen noch wünschen mag - aber ich wurde einfach nicht warm mit ihr.

Dass man etwas mehr über die Arbeit und das Vorgehen einer Psychologin (Jana Michels - my love ^^) erfährt habe ich hier als sehr positiv empfunden.

Auch diesen Teil hatte ich recht schnell gelesen und konnte das Buch auf den letzten 70 Seiten überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil war gewohnt gut und stellenweise sehr rasant (fand ich im ersten Teil schon super), was das Buch wirklich voran getrieben hat.

Viele der Charaktere kannte man schon aus dem ersten Teil (Nils und seine Kollegen, Jana Michels, Nils Tochter, Doro) und einige neue kamen im Zuge der Ermittlung hinzu.
Aber auch hier hat es Max Bentow wieder geschafft genau das richtige Maß zwischen zu wenigen und zu vielen zu finden - nämlich: genau richtig!

Mein persönlicher Negativpunkt im ersten Teil waren die viel zu genauen Straßenbeschreibungen Berlins.
Auch hier im zweiten Teil blieb man nicht davor verschont, aber für mein Empfinden waren es weniger und nicht so häufig.

Die Tatorte und die Opfer wurden auch hier wieder ziemlich genau beschrieben.
Allerdings verlief alles deutlich "unblutiger" aber nicht weniger bestialisch. Wer selbst einmal mit Bauschaum gearbeitet hat, kann sich sehr bildlich vorstellen wie die Opfer aussehen und auch welche Qualen sie erlitten haben mussten.

Wie bereits im ersten Teil wurde man bei diesem Fall auch lange nicht schlau draus, wer der Täter war - was ich als absoluten Pluspunkt empfinde!

Dieser Teil ist für mich persönlich absolut gelungen, auch wenn ich die Geschichte um Jana und Nils schmerzlich vermisst habe.

Fazit
Wie auch den ersten Teil empfehle ich dieses Buch jedem, der gerne einen spannenden Thriller liest.
Allerdings muss ich sagen, dass es sich empfiehlt zuvor "Der Federmann" zu lesen.
"Die Puppenmacherin" ist zwar ein für sich abgeschlossener Fall, aber die ganzen Zwischenmenschlichkeiten und Privatangelegenheiten können nur schwer verstanden werden, wenn man nicht weiß was sich im ersten Teil zugetragen hat.

Der Federmann

Name: Franzy

Datum: 19. September 2015

Der Start zu meiner absoluten Lieblingsreihe in dem Genre!

Meinung
Mal wieder war es geschehen, ich stand am Wühltisch und fingerte mir ein Buch raus, bei dem mir das Cover ins Auge stach.
Und da ich absolut ein Händchen für soetwas habe, war es der Teil einer Reihe.
Aber natürlich auch hier mal wieder NICHT der erste Teil, sondern Band 2 ("Die Puppenmacherin").
Ich las in das Buch hinein und dachte 'Da muss es doch einen ersten Teil gegeben haben'...also sah ich nach und tatsächlich - es gab ihn.
Also was tat ich?
Richtig - Ich bracht Band 2 ab und besorgte mir den ersten Teil "Der Federmann".

Der Schreibstil von Max Bentow ist sehr gut.
Es liest sich flüssig und leicht und man kommt schnell voran - was man bei diesem Buch auch unbedingt will!

In diesem Buch steigt die Spannung kontinuierlich an und jedes Mal wenn man denkt 'Das ist der Täter' kommt es ganz anders.
Genau das macht in meinen Augen einen wirklich guten Thriller aus.
Es gibt nicht nur wilde, spannende Passagen. Auf einigen Seiten kehrt auch etwas Ruhe ein und man erfährt die ein oder andere Sache über einen der Hauptcharaktere.
Auch hier ist es genau richtig. Es sind nicht zu wenige Personen um es langweilig werden zu lassen, aber auch nicht zu viele, als dass man den Überblick verlieren könnte.
Noch dazu sind eigentlich alle Personen auf ihre Weise sympathisch - außer der Mörder natürlich ;-)

Ein weiterer Pluspunkt ist in meinen Augen, dass man zwar mitten in den Ermittlungsarbeiten dabei ist, aber es nicht zu viel wird.
Man wird nicht erdrückt von spannungsraubender Arbeit oder deutscher Bürokratie.

Nils Trojan setzt sich oftmals über irgendwelche Regeln hinweg und macht einfach sein Ding.
Ein kleiner Rebell.
Absolut sympathisch!

Mein persönlicher Negativpunkt ist die zu detailgenaue Beschreibung von Straßen.
Immer wieder beschreibt Max Bentow ganz genau durch welche Straßen Nils Trojan fährt (vorangig mit seinem Fahrrad) und wo er landet wenn er nun hier nach links abbiegt und welche Straße es wird, wenn er danach rechts abbiegt.
Das mag ganz toll sein für Menschen, die sich unglaublich gut in Berlin auskennen, da sie dann quasi "mitfahren" können.
Für jemanden wie mich, der von Berlin so gar keine Ahnung hat, ist es aber durchaus nervig.

Die Tatorte werden ziemlich genau und detailiert beschrieben.
Das hilft um sich ein gutes Bild davon machen zu können - ist aber nichts für Menschen mit schwachen Nerven und solchen, die bei einem Blutfleck bereits ohnmächtig werden ;-)

Einmal angefangen wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Semesterferien sei Dank musste ich das auch nicht und hatte es wirklich schnell durch.
Jetzt freue ich mich auf den zweiten Teil, den ich ja schon eine ganze Weile hier liegen habe ;-)

Mit dem tatsächlichen Mörder habe ich nicht gerechnet. Absolut nicht.
In meinen Augen kann auch niemand der dieses Buch gelesen hat behaupten "Das wusste ich von Anfang an"...das wäre eine schamlose Lüge ;-)

Für mich persönlich war es ein durch und durch gutes Buch und ich bin wirklich froh, dass es sich um eine Reihe mit (momentan) vier Büchern handelt.

Ich will mehr.

Mehr von Max Bentow, mehr von Nils Trojan und auch mehr von Jana Michels.

Fazit
Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem, der gerne spannende Thriller liest und kein Problem mit stellenweise wirklich ekligen Beschreibungen hat. Der Mörder ist psychisch krank, was sich eben auch in seinen Taten wiederspiegelt.

Die Puppenmacherin

Name: Heike Richter

Datum: 16. September 2015

Spannung für die Ohren!

Max Bentow hat ja schon in “Der Federmann”, dem ersten Teil der Trojan-Reihe, die Messlatte sehr hoch gehängt und fleißige Leser wissen, dass es auch im vierten Fall “Das Hexenmädchen” hoch her geht. Wie also nicht anders zu erwarten, ist auch in “Die Puppenmacherin” der Spannungslevel sehr hoch und es wird einem keine Sekunde langweilig.

Nils Trojan erhohlt sich noch von seinem letzten Fall und dem Aufeinandertreffen mit dem Federmann. Seine Beziehung zu der Psychologin Jana Michels scheint sich, nachdem sie in den Fängen des Federmanns war, wieder nur noch rein auf therapeutischer Ebene zu bewegen. Nils ist hin und her gerissen: Braucht er doch auf der einen Seite dringend therapeutische Hilfe, so zieht Jana ihn doch auch auf ganz anderer Ebene stark an. Aber Jana hat selbst damit zu tun, alles Gewesene zu verarbeiten.

Aber wie immer hat Trojan nicht viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. In einem Keller wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die mit einer Art festen Schaummasse eingesprüht, wie in einem Sarkophag präsentiert wird. An der Wand werden Schriftzeichen mit dem gleichen Material entdeckt. Zufall, oder will der Täter ein Erkennungszeichen setzen? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Nils wird den Gedanken aber nicht los, dass es sich hier nicht um eine Einzeltat handelt. Er stößt auf einen Fall, der scheinbar abgeschlossen ist, weil der Täter tödlich verunglückte. Dieser Fall weist erstaunlich viele Gemeinsamkeiten auf. Da wird eine weitere Leiche gefunden. Wieder die gleichen Merkmale und auch diese seltsamen Schriftzeichen. Wie kannn das alles sein? Ist es ein Trittbrettfahrer oder wurde damals bei dem Unfall gar nicht der Täter getötet?

Das Opfer von damals konnte Dank eines großen Zufalls gerettet werden und leidet heute noch stark unter der Traumatisierung. Da bekommt sie plötzlich einen Anruf. Wer erlaubt sich hier einen bösen Scherz, oder ist es wirklich der Täter von damals? Josie, die mit Hilfe ihrer selbstgemachten Amigurumipuppen langsam versucht ins Leben zurück zu finden, ist am Boden zerstört und klammert sich in ihrer Panik an Nils Trojan.

Hier beginnt der Wetlauf mit der Zeit! Kann Nils Josie beschützen und weitere Morde verhindern? Wer ist zu solch perfiden Taten fähig?

Auch in Nils’ Privatleben läuft es gerade mehr als nur unrund! Nils hat zuwenig Zeit für seine Tochter und sein Gewissen schlägt sich mit einem längst vergangenen Thema um seinen Vater herum. Hat Nils’ Vater vor Jahren eine junge Frau umgebracht? Und dann ist da ja noch Jana, nach der sich Nils Trojan mit jeder Faser seines Körpers sehnt.

Mir hat dieses Hörbuch mal wieder ausgesprochen gut gefallen! Die Nils-Trojan-Reihe ist wirklich ein spannungsgeladenes Meisterstück von Max Bentow. An keiner Stelle passiert etwas, was man vorher schon erwarten hat und keine Sekunde kommt Langeweile auf. Im Gegenteil! Phasenweise war ich so gespannt, dass ich selbst mein Strickzeug aus der Hand legen musste! Man will einfach nur immer weiter hören und diese 9 Stunden und 15 Minuten lange Spannung in einem Rutsch durchhören. Wie auch schon bei dem ersten Hörbuch dieser Reihe. Man muss nicht zwingend den ersten Teil gehört haben um die Handlung zu verstehen, aber es ist empfehlenswert, um auch die Entwicklung von Trojan und den weiteren Hauptprotagonisten verfolgen zu können.

Max Bentow hat es geschafft, der Figur von Nils Trojan noch mehr Tiefe zu geben. Mit all seinen Eigenschaften, Problemen und Sorgen macht er ihn zu einem ganz normalen Menschen. Die Hauptfigur wird nicht – wie in vielen Thrillern – zu einer Art unfehlbarem Held, sondern Nils Trojan ist eher der “normale” Kumpel oder der Nachbar von nebenan!

Auch in diesem Hörbuch jagt uns die Stimme von Axel Milberg Angst und Spannung ein. Wäre ich nicht eh schon ein großer Fan von Axel Milberg als Schauspieler (z.B Kiel-Tatort), so wäre ich es nun ganz bestimmt. Er verleiht jeder Person in diesem Hörbuch ihre ganz eigene Stimme und schafft es nicht nur einmal, für Gänsehaut zu sorgen. Besonders angetan bin ich diesmal vom Cover. Hier ist ein Milberg abgebildet, der einem schon vom Ansehen unheimlich erscheint. Sollten die Nils-Trojan-Bücher einmal verfilmt werden, so wünsche ich mir Axel Milberg als Trojan!

Das Dornenkind

Name: Irve liest

Datum: 9. September 2015

*+* Die Spannung hielt sich leider nicht *+*

Liebe Lauschfreunde,

als ob ich nicht geahnt hätte….
Der Federmann kehrt zurück. Und wie!
Er hat keine Mühen gescheut, die Rache an Nils Trojan zu planen und nun auch umzusetzen. Denn ihm, dem erfolgreichen Ermittler, hat er sein nunmehr sehr quälend schmerzhaftes Leben zu verdanken. Im Auftaktband „Der Federmann“ der Thriller-Reihe von Max Bentow hatte nämlich Nils Trojan dem Verbrecher das Handwerk gelegt, allerdings äußerst unbefriedigend. Denn obwohl der Serienmörder mit sehr großer Wahrscheinlichkeit seinen damaligen Fluchtversuch überlebt haben konnte – wirklich sicher war man sich nie.

Und nun behauptet seine Tochter Wendy, der Federmann sei zurück. Sofort schrillten meine inneren Alarmglocken. War sie es wirklich, oder hatte der Mörder diese Tochter-Show extra für Trojan inszeniert? Lebte der Serientäter wirklich noch, oder gab es möglicherweise Trittbrettfahrer, die ihm zu Ehren sein Tun fortsetzten? Denn Morde hatte es in jüngster Zeit wieder gegeben, sogar mehrere. Alle Leichen wiesen deutliche Botschaften auf – für Nils Trojan….

Hatte mich dieser Beginn, bei dem es Schlag auf Schlag ging, und die Vorgehensweise des Täters noch sehr gefesselt, ließ meine Begeisterung für diesen Fall immer mehr nach. Denn der Stil änderte sich sehr. Von dem Zeitpunkt, als die vermeintliche Tochter auf der Bildfläche aufgetaucht war, schien alles im Großen und Ganzen nur noch darum zu gehen, Trojan ihrem Vater ans Messer zu liefern. Wendy wusste ich rein gar nicht einzuschätzen. Einerseits wollte sie sich ihrem Daddy lieb Kind machen, was ich wirklich nicht nachvollziehen konnte, schließlich war er ein Serienmörder – und was für einer – , und bewegte sich zwischenzeitlich mehr als am Rande der Legalität. Andererseits schien sie sich in Trojan verguckt zu haben – oder war das nur Show? Aber was wunderte ich mich über ihr Verhalten, schließlich war sie die Tochter des Psychopathen, was möglicherweise ein wenig auf sie abgefärbt haben könnte.

Aber nicht nur Wendy arbeitete ihrem Vater zu. Er hatte auch Unterstützung von anderer Seite. Von jemandem, der ihm im Geiste sehr verwandt war…..Und was diese Person tat, war wirklich schauerlich. Für gruselige Sequenzen war definitiv gesorgt, aber der rote Faden verlief ein wenig kreuz und quer. Da gab es Sprünge, die mich immer wieder aus der Geschichte rauskickten. Der Fall an sich ist von der Idee her gut, aber es hätte gereicht, nur auf einen früheren Fall Bezug zu nehmen, Dass auch auf einen weiteren älteren Thriller zurück gegangen wurde, blähte den Umfang auf, lenkte mich letzten Endes aber vom Kern der Sache ab.

Max Bentow baut immer viel Privates aus dem Leben der Ermittler, vor allem von Trojan, mit in seine Thriller. So auch hier. In „Das Dornenkind“ findet alles eine Fortsetzung, die kriminellen Machenschaften, aber auch die privaten Entwicklungen gehen weiter – und der Thriller endet in mehrerlei Hinsicht mit einem kleinen Cliffhanger.

Obwohl mich einige Charaktere, vor allem Wendy, häufiger in ihrer Handlungsweise irritiert haben und es einige Überraschungsmomente gab, war die Entwicklung des Falls „Federmann, die Zweite“ im Großen und Ganzen erahnbar. Ein für mich auf jeden Fall unterhaltsamer Thriller, aber nur phasenweise spannend.

Trotzdem hat mir dieses Hörbuch Spaß gemacht, denn der Sprecher, der bisher alle Max-Bentow-Thriller eingelesen hat, Axel Milberg, hat auch bei „Das Dornenkind“ einen großartigen Job gemacht. Er saugte die Stimmung auf und transportierte sie sehr stimmig auf die silberne Scheibe, sodass ich auch an für mich nicht so spannenden Stellen trotzdem vom Geschehen gepackt wurde!

Bisher sind in der Nils-Trojan-Reihe folgende Titel erschienen:
Der Federmann
Die Puppenmacherin (mein bisheriger Lieblingsfall dieser Thriller-Serie)
Die Totentänzerin
Das Hexenmädchen
Das Dornenkind

Inhalt
Die Berliner Kriminalpolizei steht vor einem Rätsel, als man drei Leichen findet, in deren Haut geheimnisvolle Botschaften geritzt wurden. Doch während Kommissar Nils Trojan noch versucht, deren Sinn zu entschlüsseln, wird sein schlimmster Albtraum wahr: Der bestialische Serienmörder, der ihn vor vier Jahren fast getötet hätte, ist wieder aufgetaucht. Zumindest behauptet das die Tochter des besagten „Federmanns“. Als Trojan sich mit ihr trifft, wird ihm klar, dass das Töten noch lange kein Ende hat …

Hörbuch
Die Audioversion von Max Bentows „Das Dornenkind“ ist im August 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-8445-1916-7 bei der Hörverlag erschienen. Das Hörbuch (1 MP3-CD)) hat eine Laufzeit von 11h 26min.

Autor und Sprecher
Max Bentow (Autor)
Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mit den vier bisher erschienenen Kriminalromanen um den Berliner Kommissar Nils Trojan gelang Max Bentow ein großer Erfolg, alle Bücher standen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Axel Milberg (Sprecher)
Axel Milberg war bis 1998 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele und arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek, Thomas Langhoff oder Dieter Dorn. Mitte der 90er Jahre wandte sich der wandelbare Schauspieler verstärkt Film und Fernsehen zu. Seither war er in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen, z. B. in “Nach fünf im Urwald” (1995), “Jahrestage” (2000), “The International” (2009), “Ludwig II.” oder “Hannah Arendt” (2012). 2013 spielte er in den Verfilmungen der Romane “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche und “Rubinrot” von Kerstin Gier. Seit 2003 ist Axel Milberg außerdem in seiner Heimatstadt Kiel als “Tatort”-Kommissar Klaus Borowski auf Verbrecherjagd.

Quelle: Randomhouse

Die Puppenmacherin

Name: Poldi

Datum: 8. September 2015

Nils Trojan - 2. Die Puppenmacherin

Nils Trojan wird zu einem neuen Fall gerufen, bei dem eine Frau auf ziemlich ungewöhnliche Weise umgebracht wurde: Sie wurde in mittlerweile erstarrtem Bauschaum erstickt. Ein Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall vor einigen Jahren ist schnell festgestellt, doch der damalige Täter gilt als verstorben. Wie hängt das aktuelle Geschehen mit dem damaligen Opfer, der Puppenmacherin Josephin zusammen? Nils muss wieder auf den Rat von Jana Michels vertrauen, die noch immer an dem Fall um den Federmann zu knacken hat...

Nils Trojan ist die Gallionsfigur der Thriller von Max Bentow, der Ermittler ist eine sehr prägnante Hauptfigur und hinterlässt auch im zweiten Band „Die Puppenmacherin“ seine Spuren. Auch sein Privatleben wird kurz in die Handlung in einem Nebenarm der Haupthandlung mit eingebaut, wobei sein Charakter samt einiger psychischer Probleme eine interessante Nuance in den Fall bringt. Hier hätte ich mir jedoch etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht, hier wirkt der Ermittler manchmal wie am Reißbrett konstruiert. Der Fall um die Puppenmacherin ist sehr spannend erzählt, wobei die sehr kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven für viel Dynamik sorgen. So baut Bantow einen sehr gelungenen Bogen über die gesamte Handlung, setzt zahlreiche Highlights und packende Momente, lässt ein wahres Katz-und-Maus-Spiel entstehen, in der Trojan dem Täter immer näher kommt. Leider lässt der Roman am Ende ziemlich nach, was besonders an der sehr konstruierten Auflösung des Falles liegt. Allzu oft bekommt der Zufall hier eine essentielle Rolle, dann entwickelt sich Trojan dann auch zu einer Art Superheld, dem alles zu gelingen scheint. Und so fällt dann auch die sorgsam aufgebaute und gehegte Spannung in sich zusammen und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Max Bentow verwendet für seinen Roman eine sehr klare und deutliche Sprache, die durchaus energetisch wirkt und eine düstere Atmosphäre schafft. Die kurzen Kapitel sorgen dabei für zahlreiche Cliffhanger und einen interessanten Kniff, denn anfangs braucht der Leser immer einen Moment, um sich in der neuen Situation zurecht zu finden. Leider sind nicht alle Charaktere wirklich rund und authentisch beschrieben, einige bleiben leider ziemlich blass und farblos. So deutlich trifft dies auf den Täter dann nicht zu, hier hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefgang erwartet – schließlich ist er einer der wichtigsten Charaktere des Buches.

Max Bentow spannt seine Leser hier ziemlich auf die Folter, sorgt für einen sehr flüssigen und spannenden Handlungsverlauf. Der reizvolle Ausgangspunkt und der packende Mittelteil trösten über den etwas überhasteten und mit Zufällen übersäten Schluss hinweg, die Charaktere sind im Allgemeinen gut beschrieben. „Die Puppenmacherin“ ist zwar nicht der beste Teil der Serie um Nils Bentow, aber recht kurzweilige Thrillerunterhaltung.

Die Puppenmacherin

Name: Jel

Datum: 7. September 2015

Die Puppenmacherin

Dies ist der zweite Fall für den Berliner Kommissar Nils Trojan.
Max Bentwo hat dem Kommissar Nils eine sehr eigenwillige Art verliehen. Da sind zum einen seine Ängste die ihn verletzlich erscheinen lassen und zum anderen die Liebe und Spannungen zwischen ihm und seiner Tochter und seinem Vater. Aber auch die Sehnsucht zu seiner Therapeutin macht in zu einem normalen Menschen. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und es wird schnell klar, dass die neuen Morde mit einem älteren Entführungfall in Zusammenhang stehen. Der Zufall bringt den Kommissar oft auf die richtige Spur, vielleicht etwas zu oft, aber ich fand es beim hören nicht störend. Das Ende kommt sehr unerwartet, ist aber trotzdem sehr spannend. Wie die Morde begangen werden ist mal was ganz neues und durch das zu Teil offene Ende seiner persönlichen Geschichte regt der Autor die Hörer dazu an, auch den nächsten Fall von Nils Trojan zu hören. Der Schreibstil von Max Bentow regt durch seine genauen Beschreibungen der Geschehnisse an, sich die Szenen bildlich vorzustellen. Mir persönlich hat das gut gefallen und mir oft das Gefühl gegeben mit dabei zu sein. Die Stimme von Axel Milberg rundet dieses alles noch ab, sie passt sehr gut zu der Geschichte und verleitet einen auch immer wieder zum weiter hören.


Fazit:

Ich vergebe 3 große Sterne. Ich hatte erst bedenken, da ich den ersten Fall der Reihe noch nicht gehört hatte, was ich nun aber bestimmt noch tun werde. Meine Bedenken waren unbegründet, der Fall ist sehr eigenständig. Bitte mehr davon.

Das Dornenkind

Name: CogitoLeider

Datum: 7. September 2015

Sehr gute Fortsetzung


Schade.
Anfangs, ja fast bis zum Ende war ich absolut begeistert von 'Das Dornenkind'. Es ist schon faszinierend, wenn alte Feinde wieder auftauchen und man nicht so genau weiß, wer jetzt böse ist und wer nicht. Dazu noch altbekante Protagonisten und man hat einen Psychothriller, der einen mitfiebern, ja geradezu mitraten lässt. Hoffen und Bangen, wie es eben sein soll.
Dazu noch ein Axel Milberg, der geradezu virtuos Stimmungen und Stimmen in die Ohren spielt. Sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch richtig toll. Das hat nicht länger etwas von einem Märchenonkel, sondern entwickelt sich über die einzelnen Nils-Trojan-Teile zu einem unverwechselbaren und wunderbaren Stil, der mich in seinen Bann zieht.

Für mich jedoch war das ersehnte - zugegeben blutrünstige - Finale dann doch wieder eher ein Vertrösten. Das mag daran liegen, dass ..., nein, ich verrate nichts. Auch, wenn sich darauf der 'Punktabzug' bezieht.
Ich denke einfach, hier wurde eine große Chance vertan, die Reihe von einem eher durchschnittlichen Standpunkt zu etwas richtig, richtig Gutem zu erheben. Hört sich vielleicht hart an, ist aber bitte nicht falsch zu verstehen. Wie auch alle bisherigen Teile, finde ich 'Das Dornenkind' sehr gelungen und überaus solide, vergleichbar mit einem sehr guten 'Tatort'. Dass es Max Bentow nicht schafft, mir den letzten Kick zu verschaffen, liegt ausschließlich an mir und sollte diejenigen, die diese Serie lieben, nicht vom Hören oder Lesen abhalten. Denn in 'Das Dornenkind' wird sehr vielschichtig erzählt und es gibt genug Spannung und Psychgedöns, um einen gut zu unterhalten und einem zum Teil das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Was will man also mehr?

Fazit?
Wer die Reihe um Nils Trojan mag, hat hier eine wunderbare Fortsetzung. Und in der Hörbuchfassung kommt auch noch ein genialer Sprecher zum Zuge!

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de