Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

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Leserstimmen

Das Dornenkind

Name: Numinala

Datum: 9. November 2015

Als in Allem hat mir das Buch nicht gefallen.

In Berlin werden Leichen aufgefunden, in deren Haut jeweils ein Wort eingeritzt wurde. Aber wo ist der Zusammenhang zwischen den Toten und was haben diese 'Botschaften' zu bedeuten?

Als eine junge Frau Kontakt zu Kommissar Nils Trojan aufnimmt und behauptet, dass sie die Tochter des vor vier Jahren angeblich ums Leben gekommenen Serienmörders 'Der Federmann' wäre und vor allen Dingen, das ihr Vater noch lebt, stellt sich die Frage für Trojan, ob das alles zusammen hängen könnte.

Kann man Wendy trauen? Wie kann man ihren Vater aufspüren und endlich dingfest machen? Und wie soll man bis dahin weitere Morde verhindern? Trojan gibt sein Bestes und gerät dabei in Lebensgefahr - allerdings nicht nur er…

Fazit
Der fünfte Fall für Nils Trojan - für mich der Erste und ich gebe es direkt zu, wahrscheinlich auch der Letzte und das lag nicht an dem Quereinstieg.

Mir hat einfach die ganze Story nicht gefallen. Als Serienjunkie bin ich es leid, das Serientäter nicht zu beseitigen sind. Jedes Mal sieht es so aus, als ob nun endgültig Schluss wäre und ein paar Folgen später sind sie, wie von Zauberhand, wieder zurück.

Sie sind nicht nur intelligent, nein sie verfügen auch über ausreichende finanzielle Mittel um die neusten Überwachungskameras, Abhöranlagen, Störsender und und und einsetzen zu können, inclusive der entsprechenden Software um das alles steuern zu können.

Vorsicht: kleiner Spoiler
So ist es auch hier. Da frag ich mich wirklich, ob es sich bei den Tätern um Experten in allem handelt (hier z.B. wie hat er bloß den Fotoautomaten dort hin bekommen?)
Oder ein anderes Beispiel: Wie gelingt es Wendy sich innerhalb kürzester Zeit zu einem... halben Ninja (ja etwas übertrieben) ausbilden zu lassen und dann bekommt sie es doch nicht hin, den Angriff vernünftig auszuführen.
Spoiler aus.

Als in Allem hat mir das Buch nicht gefallen. Mir war die Story zu unrealistisch. ABER ich denke für Fans der Serie ist auch dieser Teil wahrscheinlich ein Muss und eventuell ist es ja auch spannend, den Federmann wiederzusehen.

Noch ein Wort zum Sprecher Axel Milberg. Für den... psychopathischen Teil fand ich die Stimme sehr gelungen, sodass man schon fast ein flaues Gefühl in der Magengegend bekam, aber leider für mich nicht so passend für den ... normalen Teil, also zum Beispiel die Gespräche zwischen Trojan und seiner Tochter.

Sehr schade, dabei hatte mich das Cover sofort angesprungen - lag wohl an der hübschen Fellnase ;0)

Viele Grüße von der Numi

Die Puppenmacherin

Name: Capesidehollow

Datum: 1. November 2015

zweiter Teil der Nils-Trojan-Reihe: solide, aber nicht überwältigend

Der Klappentext:

Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines neuen Mordfalles gerufen wird, ist er zutiefst erschüttert von dem Anblick, der sich ihm bietet: Der Täter hatte eine junge Frau in den Keller gelockt und sie dort auf ungeahnte Weise ermordet – ihr Körper ist erstarrt in einem monströsen Sarkophag aus getrocknetem Schaum. Bei seiner Recherche stößt Trojan auf einen älteren Fall, der verblüffende Parallelen aufweist: Damals konnte die Puppenmacherin Josephin Maurer in letzter Sekunde aus einem Keller befreit werden, der Angreifer hatte bereits Spuren seiner makabren Handschrift auf ihrem Körper hinterlassen. Doch der als Täter identifizierte Karl Junker gilt inzwischen als tot – kann es sein, dass jemand ihn kopiert? Oder ist er doch noch am Leben, besessen davon, sein grausames Werk fortzusetzen?

Die Handlung: ஐ ஐ ஐ ஐ

Die Geschichte setzt nur wenig Zeit nach Band 1 (Der Federmann) wieder ein. Nils Trojan ist immer noch angeschlagen von dem alten Fall und freut sich auf den bevorstehenden Urlaub, als ein neuer Fall seine Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Ein Mörder hat eine junge Frau verschleppt und sie auf bestialische Weise mit Bauschaum erstickt. Vor einem knappen Jahr ist ein ähnlicher Fall passiert, doch der Täter kam bei einem Autounfall zu Tode. Gibt es einen Trittbrettfahrer? Und was haben die Frauen gemeinsam? Kennen sie sich? Bevor Trojan dem Täter auf die Spur kommt, geht das Unheil weiter. Er muss sich beeilen, will er weitere Opfer vermeiden.

Die Charaktere: ஐ ஐ ஐ ஐ

Wieder mit von der Partie ist natürlich Kommisar Nils Trojan, welcher keine auffallende Entwicklung seit dem letzten Teil der Serie gemacht hat. Er ist wie fast alle Ermittler aus Kriminalromanen persönlich angeschlagen und versucht selbst nicht im Leben unterzugehen. Dazu gehören unter anderem auch die Besuche bei der Psychologin Jana Michels, zu der bereits im ersten Teil Gefühle entwickelt hatte, diese aber unterdrückt werden, aufgrund des professionellen Umgang miteinander. Der Täter, ein sehr gestörter Mensch, dessen Geschichte ich leider nicht ganz nachvollziehen konnte, aber dazu später mehr.

Schreibstil: ஐ ஐ ஐ ஐ

Der Schreibstil ist wie bereits im ersten Roman sehr fließend und schnell zu lesen. Max Bentow gelingt es eine gewisse konstante untertönige Spannung über den Verlauf zu halten, so dass die Geschichte sehr schnell voranschreitet. Die Kapitel sind geprägt durch Perspektivenwechsel zwischen Ermittler und noch verdeckten Täter, so dass der Leser wieder zum mehr oder weniger allwissenden Begleiter wird.

Atmosphäre/Spannung/Humor: ஐ ஐ ஐ ஐ

Humor darf man in den meisten Thrillern und vor allem Psychothrillern wohl nie so wirklich erwarten, daher ist dieser Teil der Kategorie in meiner momentanen Thrillerwelle wirklich zu vernachlässigen. Die Spannung über ein ganzes Buch aufrecht zu halten und den Leser kontinuierlich an den Gedanken zu fesseln, wer ist denn nun der Täter und vor allem wieso - gelingt dem Autor sehr gut. Die Atmosphäre ist meiner Meinung nach aufgrund des Bauschaums ziemlich eklig, aber dass das täuschen kann, habe ich an meiner Schwester gesehen, die meinte, eine blutige Szenarie wäre da deutlich heftiger. So können Meinungen auseinander gehen.

Idee und Umsetzung: ஐ ஐ ஐ

Hier hatte das Buch meines Erachtens seine Schwäche. Die Idee mit dem Bauschaum fand ich schon sehr abartig und nachdem der Täter immer wieder zu diesem Mittel greift, bei den verschiedensten Opfern und Augenblicken, war ich sehr gespannt, was hinter diesem Tatmuster steckt. Leider fand ich die Auflösung dann doch irgendwie zu weit hergeholt und für mich nicht so wirklich nachvollziehbar. Die Idee ist auf jeden Fall neu, aber grade vielleicht aufgrund der fehlenden Motive nicht so wirklich bisher in Betracht gezogen worden.

Stärken und Schwächen

Die Stärke des Buches ist, dass sie den Leser nicht lange allein gelassen hat. Er wird kurze Zeit nach Band 1 wieder in das Leben von Kommissar Trojan geholt und findet sich damit gleich wieder in seinem Umfeld zurecht, so etwas empfinde ich bei Reihen als wirklich "gemütlich" und es hat etwas von wieder nach Hause kommen. Die Schwäche steckt für mich in der Erklärung des Tatmotives und den Hintergründen. Das führte dazu, dass ich das Buch nicht so wirklich zufrieden am Ende weglegte.

Fazit

Der zweite Teil der Nils-Trojan-Reihe ist ein solider Thriller, definitiv mit seiner Portion Psycho, aber leider halt auch nicht wirklich mehr. Die Idee war anfangs noch originell, aber leider wurde das Ende nicht passend abgerundet. Ich hatte jedoch bereits gehört, dass die Qualität der Reihe wohl mit der Zeit abnehmen soll, und so waren die Erwartungen auch nicht ganz so hoch. Teil 3 und 4 stehen noch auf dem SUB, d.h. ich werde noch nicht aufgeben, und Kommissar Trojan eine weitere Chance geben, schon allein - weil ich auch wissen will, wie es mit ihm und der Psychologin Jana Michels weiter geht.

Die Puppenmacherin

Name: Yunika

Datum: 26. Oktober 2015

EIne geungene Fortsetzung

Eine gelungene Fortsetzung. Dieser Fall schließt relativ zeitnah an den letzten Fall an und greift diesen immer wieder mal auf. Das ist auch gut so, denn ein Teil der Handlung baut darauf auf. Die Handlung scheint gut durchdacht und baut sich nach und nach lnagsam auf. Neben dem Hauptstrang gibt es auch eine Nebenhandlung, die die Charaktere menschlich erscheinen lässt.

Sprachlich habe ich nichts zu meckern. Max Betows Stil konnte mich wieder von Anfang an in den Bann ziehen. Das liegt aber auch an dem Sprecher des Hörbuchs. Seine Stimme ist sehr angenehm und er passt diese den Situationen passend an. Man kann ihm angenehm folgen und er ließt weder zu langsam noch zu schnell.

Mit dem Team an sich bin ich noch immer nicht richtig warm geworden. Das liegt aber ein wenig daran, dass Trojan eher ein Einzelgänger ist und nicht all seine Entscheidungen dem Team mitteilt. Das finde ich ein wenig schade, denn gerade das Ermittler-Team macht einiges aus. Dieses geht noch nicht richtig in die Tiefe, obwohl es an den Tatorten immer mit dabei ist. Es herrscht hier ein rein berufliches Verhältnis.

Nils Trojan finde ich an sich sympathisch, auch wenn er öfters zu Wutausbrüchen neigt. Er ist ein richtig guter Polizist, auch wenn ich seinen Werdegang sehr interessant finde. Er hat Stärken und auch Schwächen und das finde ich sehr gut.
Obwohl Josefin Maurer eine der wichtigsten Charakterein diesem Buch ist, ist sie mir ein wenig zu sehr unter gegangen. Man hat zwar immer aus ihrer Sicht Passagen gehabt, aber richtig warm bin ich nicht mit ihr geworden.
Jana Michels hat auch ein paar Passagen abbekommen und man sieht langsam hinter die Fassade der Psychologin. Sie ist an sich sehr sympathisch, aber gezeichnet.

Was mir an den Romanen von bentow sehr gefällt, ist, dass auch Passagen aus der Sicht des Täters erzählt werden. Solche Passagen finde ich immer sehr spannend und interessant. Diese, in diesem Buch, sind sehr gut gelungen und haben mir echt einen Schauer über den Rücken gejagt.

Alles in Allem eine super gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Auch wenn die anderen Charaktere neben Nils Trojan etwas unter gehen, ist dieses Buch echt gelungen. Und der Sprecher dieser Hörbücher ist echt super.

Die Totentänzerin

Name: wal.li

Datum: 22. Oktober 2015

Im Tod vereint

Kommissar Nils Trojan wird zu einem Leichenfundort gerufen und was er dort zu sehen bekommt ist auch für den erfahrenen Beamten nur schwer zu ertragen. Ein Liebespaar im Tod auf ewig vereint und grausam drapiert. In Trojans Nacken beginnt es gefährlich zu kribbeln, das scheint ein übler Fall zu werden. Seine Ahnung bestätigt sich als erste Hinweise gefunden werden, dass Theresa, die Frau seines Chefs, in den Fall verwickelt sein könnte. Auch privat läuft es eher mäßig für Trojan und seine Freundin Jana. Bei seinem Beruf ist es auch schon schwierig, nur eine einfache Verabredung zum Essen zu treffen.

Alles andere als ein leichter Fall, auch für den Leser. Wer kann ein Interesse daran haben, ein Liebespaar zu töten. Gerade auf diese brutale und zur Schau stellende Art. Da muss einer einen wirklichen Hass haben. Angespannt rätselt man mit den Ermittlern und folgt falschen und richtigen Fährten. Sehr schlimm wird die Situation von Trojans Chef, der in den Konflikt gerät, gegen seine Frau ermitteln zu müssen und sie gleichzeitig schützen zu wollen. So manches Mal hält man den Atem an, bei dem Gedanken, was er noch tun wird. So wie sich die Verdachtsmomente erhärten und sich eine Spur als totes Gleis erweist, so sehr trübt sich die Stimmung, so sehr wünscht man, es gäbe eine ganz andere Erklärung. Die wildesten Verdächtigungen scheinen besser als das, was sich offensichtlich aufdrängt.

Sehr gut herausgearbeitet sind die verschiedenen Stimmungen der Protagonisten und auch ihrer Gegenspieler durch den Leser Axel Milberg. Als Schauspieler wohlbekannt und sympathisch hat er auch als Vorleser herausragende Fähigkeiten. Mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, die Stimme einzusetzen, macht er die Handlung fast schon zu einem Hörspiel. Einziges kleines Manko, wenn man Hörbücher gerne während der Autofahrt genießt, können die sehr unterschiedlichen Lautstärken, der Herr Milberg so passend einsetzt, so manchen Griff zum Lautstärkeregler auslösen. Eine tolle Lesung eines Thrillers, der für die Ermittler manchmal zu persönlich wird.
3,5 Sterne

Das Dornenkind

Name: Caro1893

Datum: 19. Oktober 2015

Fesselnd, packend, ein sympathischer Nils Trojan - toll in Szene gesetzt von Axel Milberg

Zum Inhalt:
Nils Trojan ist zurück. Und dass mit einem Fall der persönlicher wird, als er zunächst weiß. Zunächst tauchen drei Leichen auf, die auf den ersten Blick in keinerlei Zusammenhang zueinander stehen. Als die Polizei jedoch entdeckt, dass alle drei Leichen Nachrichten auf ihrem Rücken stehen haben und Trojan erkennt, was diese bedeuten, ist es mit der Ruhe vorbei. Als dann auch noch Hinweise auftauchen, dass der bestialische Serienmörder "Der Federmann" aus Trojans erstem Fall noch lebt, nimmt das Grauen seinen Lauf. Niemand ist mehr sicher. Weder seine Tochter, noch seine Lebensgefährtin Jana und schon gar nicht Trojan selbst. Und so geht die Jagd auf den berüchtigten Serienmörder erneut los, bei der Trojan plötzlich Hilfe von unerwarteter Seite erhält. Wie gefährlich diese Jagd wirklich ist, erkennt er allerdings erst, als es fast zu spät ist.

Meine Meinung:
"Der Federmann" habe ich damals geliebt. Wirklich ein grandioser Thriller. Als ich dann sah, dass es quasi eine Fortsetzung des Falles von damals gibt, musste ich diesen unbedingt haben. Und was eignet sich zu dieser Jahreszeit besser für gemütliche Stunden auf dem Sofa, als ein Hörbuch?

Gelesen wird dieses Buch von Axel Milberg, der seine Sache wirklich gut macht. Ich finde, dass er eine sehr angenehme Stimme hat, der man gerne zuhört. Zudem setzt er an den richtigen Stellen, die richtigen Betonungen und verändert seine Stimmlage auch je nachdem wer gerade spricht. Das einzige was mich hier etwas gestört hat - und dafür kann Milberg wohl nichts - ist die Tatsache, dass die Kapitel teilweise unterschiedlich laut sind. Milberg liest mal leiser, mal etwas lauter und je nachdem musste ich auch die Regler an meinem Laptop bedienen. Das fand ich stellenweise etwas anstrengend. War das Hörbuch im einen Moment noch zu laut, so war es einige Kapitel später wieder zu leise. Aber das ist wirklich eine Kleinigkeit, die dem Hörvergnügen an sich keinen Abbruch tut.

Das komplette Buch ist auf einer CD drauf, was es natürlich sehr angenehm macht, da man nie die CD wechseln muss, sondern die Geschichte praktisch ohne Unterbrechung durchhören kann (wenn man denn mal 11 Stunden am Stück Zeit hat). Zunächst machte ich mir etwas Sorgen, wie ich denn die gehörte Stelle vom Vortag wiederfinden sollte, so ganz ohne Kapiteleinteilung und verschiedene CDs. Doch auch hier wurde Abhilfe geschaffen. Alle 5 Minuten wurde ein Track gesetzt, sodass man sich lediglich merken muss, bei welchem man aufgehört hat, um beim nächsten Mal wieder problemlos in die Geschichte einsteigen zu können.

Jetzt komme ich zu der Geschichte selbst. Diese steht dem ersten Band der Reihe (hier handelt es sich übrigens um den 5. Fall) in nichts nach. Ich finde es klasse, dass uns der Federmann wieder begegnet. Denn sein Schicksal blieb nach Band 1 doch etwas offen. Lange Zeit bleibt jedoch unklar, ob es sich hier tatsächlich um den Federmann handelt oder einen Nachahmungstäter. Dies ist einer der Punkte, der die Spannung so hoch hielt. Zu keinem Zeitpunkt war ich mir sicher was ich jetzt glauben sollte, sah es doch im ersten Fall eindeutig so aus, als wäre der Federmann tot. Auch Nils Trojan sieht sich dadurch mit seinem schlimmsten Albtraum konfrontiert. Und während die Berliner Kripo ein Phantom jagt, laufen im Hintergrund Dinge ab, mit denen niemand gerechnet hätte.

Den ersten Fall "Der Federmann" habe ich als sehr blutig in Erinnerung. Dies ist hier nicht der Fall. Natürlich gibt es die ein oder andere Leiche und man erfährt auch einige grausige Details, doch das hält sich sehr im Rahmen. Ich hatte nie das Gefühl, dass Blut als künstliche Effekthascherei gebraucht wird, denn dafür ist die Geschichte selbst spannend genug. Sie braucht eigentlich gar kein Blut.

Bentow schaffte es, mich immer wieder an der Nase herumzuführen bzw. zweifeln zu lassen, was jetzt wahr ist und was einem nur vorgegaukelt werden soll. Auch wer auf welchen Seiten steht, bleibt sehr lange, sehr unklar. Mit einem Gespür für eine packende Erzählung schaffte es Bentow erneut, mich zu beeindrucken, was es umso trauriger machte, wenn ich mal nicht zu meinem Hörbuch greifen konnte. Denn leider ist ein Hörbuch manchmal doch ungeschickter als ein Buch, da ich Hörbücher eigentlich vorwiegend höre wenn ich alleine bin.

Mit Nils Trojan hat Bentow eine Hauptfigur erschaffen, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Auch die Menschen in seiner Umgebung sind einfach einzigartig. Es macht Spaß ihnen immer wieder aufs Neue zu begegnen. Da ich noch nicht alle Vorgänger von "Das Dornenkind" gelesen habe, habe ich zum Glück noch öfters die Gelegenheit ihnen allen wieder zu begegnen. Aber natürlich bin ich auch schon auf den sechsten Fall sehr gespannt, den es hoffentlich geben wird. Denn "Das Dornenkind" bleibt in einigen Punkten doch etwas offen. Sei es Trojans Privatleben betreffend oder aber auch den aktuellen mysteriösen Fall. Komplett ungeklärt bleibt der Fall nicht. Man erfährt, was es mit den Leichen auf sich hat und natürlich auch einiges zum Fall des Federmannes. Doch am Ende bleiben einige Details offen, von denen ich hoffe, dass Bentow sie irgendwann noch aufklären wird.

Fazit:
Ein absolut gelungenes Hörbuch rund um den sympathischen Ermittler Nils Trojan, toll in Szene gesetzt von Axel Milberg! Ich hoffe, ich muss nicht so lange auf den sechsten Fall warten.

Der Federmann

Name: Uta

Datum: 30. September 2015

Neuen Fan gewonnen

Lieber Herr Bentow,

ich bin mit ihren Büchern (und natürlich auch mit Ihnen :-) bei der Crime Cologne in Berührung gekommen und durfte dort das erste Mal ihrem Werk über Nils Trojan lauschen. Und es hat mich sofort so gepackt, dass ich mir "Den Federmann" als Hörspiel noch an dem Abend gekauft habe. Einmal angefangen zieht NilsTrojan einen so in den Bann, dass wenn das Buch oder Hörspiel ausgelesen oder zuende gehört ist, ich die erste am nächsten Tag im Buchladen war, um mir die ganze Reihe komplett zu kaufen. Sie sind es "schuld", dass ich morgens kaum aus dem Bett komme, da man das Buch/Hörspiel nicht zur Seite legen kann :-) und bis früh morgens hören/lesen muss.
Vielen, vielen Dank für ihre Bücher. Ich hoffe auf noch viele Fortsetzungen.
Nur noch eine kleine Anmerkung. Axel Milberg ist ein wirklich begnadeter Schauspieler und er liest die Hörspiele grandios , spannend mit Gänsehautcharakter. Aber ich muss sagen, ihre Lesung hatte den gleichen Effekt. Eigentlich könnten sie ihre Bücher auch sehr gut selber lesen....:-))

Herzliche Grüße
Uta

Das Dornenkind

Name: Jel

Datum: 23. September 2015

Das Dornenkind

Max Bentow schickt seinen Berliner Kommisar Nils Trojan in seinen 5 Fall. Man findet einige Tote wo es aussieht als wären es Selbstmorde, wenn da da nicht eine Botschaften auf jedem Toten wären. Schnell bekommt Trojan das Gefühl es mit einem alten Bekannten zu tun zu haben, aber das kann doch nicht sein er ist doch tot. Dann taucht eine junge Frau auf die behauptet die Tochter des Federmanns zu sein. Doch dann wird auch noch seine Tochter entführt. Und es Beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Ist seine Freundin Jahna auch in Gefahr? Was hat das alles miteinander zu tun und was bedeutet das alles? Spielt die Junge Frau ein falsches Spiel mit ihm ...? Und da ist wieder die alte Geschichte mit seinem Vater bekommt er da endlich Gewissheit ...?
Die Stimme von Axel Milberg rundet diese ganze Geschichte noch wunderbar ab. Sie passt wundervoll zu diesem sehr eigenwilligen Kommissar.


Fazit:

Ich vergebe 4 Sterne und bin wieder sehr begeistert von seinem Ideen Reichtum in diesem Fall. Es kam jedes mal anders als ich gedacht hatte. Das es dadurch auch überhaupt nicht langweilig werden lies. Gerne mehr davon.

Die Totentänzerin

Name: Franzy

Datum: 19. September 2015

Ich liebe Nils Trojan einfach ♥

Meinung
Nach dem ersten und dem zweiten Band MUSSTE ich einfach Band 3 lesen !
Zu Anfang befinden wir uns Bentow-Typisch in einem Prolog, der uns in ein kleines Liebesabenteuer und einen Mord hineinführt. Was es damit auf sich hat, erfährt der Leser erst sehr weit hinten im Buch - absoluter Pluspunkt, für diese kleine Verwirrung und den "Ach was"-Moment!
In diesem Band wird Nils Trojan sein Platz als Protagonist streitig gemacht. Sein Chef, Hilmar Landsberg, und dessen Frau Theresa nehmen in dieser Geschichte sehr viel Platz ein. Nicht zuletzt ist dies der Tatsache geschuldet, dass Theresa Landsberg einer ganzen Reihe von Morden verdächtigt wird.
Viel mehr kann und will ich dann auch eigentlich nicht mehr dazu sagen, da ich sonst zu viel verraten und die Spannung nehmen würde.
Max Bentow hat es wieder geschafft mich absolut zu begeistern! Sein Schreibstil ist Trojan-Reihe-Typisch flüssig und schnell zu lesen (und man will hier definitiv weiterkommen!) und auch mit der Spannung wurde absolut nicht gespart.
Dieser Band ist noch viel verwirrender als seine Vorgänger. Hatte ich bei "Der Federmann" und "Die Puppenmacherin" schon Probleme den Täter mittendrin zu identifizieren, wird es hier wirklich unmöglich.
Während des Lesens hatte ich sofort einen Verdacht und dachte noch 'Mensch Bentow...das war aber nix!' - doch weit gefehlt!

In dieser Geschichte ist nichts so wie es scheint !

Endlich kommen auch Jana und Nils voran ♥ Ich musste so lange warten und endlich ist es "perfekt". Zwar haben sie so ihre Schwierigkeiten, aber so ist das in der Liebe eben manchmal ;-)

Ein kleiner Kritikpunkt sind mal wieder die zu genauen Straßennamen beziehungsweise Wegbeschreibungen. Irgendwann kenne ich mich in Berlin aus, ohne jemals dort gewesen zu sein :-D
Da das Buch aber der absolute Oberhammer war, sehe ich darüber mal hinweg ^^

Wie auch in den Vorgängerbänden wurden die Tatorte und Leichen wieder sehr genau beschrieben, so dass sofort ein Bild vor Augen erscheint. Bei Max Bentow habe ich schon fast das Gefühl, dass ich mit dabei stehe!

Fazit
Ich liebe die Bücher um Nils Trojan - mehr kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen. Ich empfehle wirklich jedem, schleunigst mit dieser Reihe zu beginnen, wenn ihr es noch nicht getan habt!

Die Puppenmacherin

Name: Franzy

Datum: 19. September 2015

Auch der zweite Teil ist wieder überdurchschnittlich gut

Meinung
Zu Beginn befindet man sich wieder mal in einem Prolog und mit diesem mitten in der Geschichte.
Man lernt den Täter und eines seiner Opfer kennen. Später im Buch klärt sich auf um wen es sich dabei handelt.
Bereits hier erfährt man, dass der Täter seine Opfer mit Bauschaum "bearbeitet".
Nils Trojan begibt sich auf eine spannend Reise nach dem Täter, in seine eigene Psyche und in seine Vergangenheit.

Ich war ja bereits nach dem ersten Teil absoluter Fan von Max Bentow und seinem Kommissar Nils Trojan.
Auch hier im zweiten Band wurde ich nicht enttäuscht!

Der Autor lässt meinen persönlichen Ekel-Faktor in diesem Band ziemlich weit ansteigen.
Das liegt nicht daran, dass irgendetwas blutig oder bestialisch ist, sondern daran, dass ich selbst auch schon mit Bauschaum gearbeitet habe und weiß, wie sich dieses Material verhält.
Dieser Ekel zieht sich diesbezüglich fast durch das komplette Buch und steigt noch weiter an.

Der Beginn des ersten Kapitels war für mich persönlich etwas verwirrend - was sicherlich so geplant war.
Dazu möchte ich nicht zu viel verraten, damit ihr mir nicht böse seid falls ihr das Buch selbst noch nicht gelesen habt ;-)

Auf Seite 24 musste ich stark schmunzeln.
Erneut wurde das Tokio Hotel-Poster angesprochen, dass im Zimmer von Trojans Tochter hängt. Das kennen wir schon aus dem ersten Teil und ich fand es gut, dass es auch hier wieder angesprochen wurde.
Aber dabei handelte es sich einfach um eine persönliche "Freude" ;-)

Er schaute zu dem Tokio-Hotel-Poster über dem Bett, ein Relikt aus Emilys frühester Teeniezeit, sie mochte die Band mit ihren fünfzehn Jahren längst nicht mehr. "Kinderkram", sagte sie lachend, wenn sie bei ihm übernachtete, aber er brachte es einfach nicht übers Herz, das Poster abzunehmen.
(Seite 24)

In diesem Band erfährt man sehr viel aus Trojans Privatleben.
Sowohl aus der weiten Vergangenheit, als er selbst noch ein kleiner Junge war, als auch über seine Panikattacken und was seine Ex-Frau und Tochter betrifft.
Das war alles nicht unspannend und auch das Treffen mit seinem Vater war durchaus interessant, aber ich persönlich hatte mir erhofft in diesem Teil etwas mehr über Nils und Jana lesen zu können - wurde aber enttäuscht.
Den Beiden wurde so gut wie kein Raum gegeben und es wirkte stellenweise als wenn Herrn Bentow zwischendrin eingefallen wäre, dass Jana ja auch noch irgendwo auftauchen müsste.
Das tut dem Buch an sich absolut kein Abbruch - Jana und Nils ist einfach so eine Sache, die mir persönlich extrem am Herzen liegt ;-)

Das "Hauptopfer" geht mir persönlich ziemlich auf den Keks.
Ich verstehe absolut, dass sie es schlimm getroffen hat und sie Sachen erlebt hat, die man sich weder vorstellen noch wünschen mag - aber ich wurde einfach nicht warm mit ihr.

Dass man etwas mehr über die Arbeit und das Vorgehen einer Psychologin (Jana Michels - my love ^^) erfährt habe ich hier als sehr positiv empfunden.

Auch diesen Teil hatte ich recht schnell gelesen und konnte das Buch auf den letzten 70 Seiten überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil war gewohnt gut und stellenweise sehr rasant (fand ich im ersten Teil schon super), was das Buch wirklich voran getrieben hat.

Viele der Charaktere kannte man schon aus dem ersten Teil (Nils und seine Kollegen, Jana Michels, Nils Tochter, Doro) und einige neue kamen im Zuge der Ermittlung hinzu.
Aber auch hier hat es Max Bentow wieder geschafft genau das richtige Maß zwischen zu wenigen und zu vielen zu finden - nämlich: genau richtig!

Mein persönlicher Negativpunkt im ersten Teil waren die viel zu genauen Straßenbeschreibungen Berlins.
Auch hier im zweiten Teil blieb man nicht davor verschont, aber für mein Empfinden waren es weniger und nicht so häufig.

Die Tatorte und die Opfer wurden auch hier wieder ziemlich genau beschrieben.
Allerdings verlief alles deutlich "unblutiger" aber nicht weniger bestialisch. Wer selbst einmal mit Bauschaum gearbeitet hat, kann sich sehr bildlich vorstellen wie die Opfer aussehen und auch welche Qualen sie erlitten haben mussten.

Wie bereits im ersten Teil wurde man bei diesem Fall auch lange nicht schlau draus, wer der Täter war - was ich als absoluten Pluspunkt empfinde!

Dieser Teil ist für mich persönlich absolut gelungen, auch wenn ich die Geschichte um Jana und Nils schmerzlich vermisst habe.

Fazit
Wie auch den ersten Teil empfehle ich dieses Buch jedem, der gerne einen spannenden Thriller liest.
Allerdings muss ich sagen, dass es sich empfiehlt zuvor "Der Federmann" zu lesen.
"Die Puppenmacherin" ist zwar ein für sich abgeschlossener Fall, aber die ganzen Zwischenmenschlichkeiten und Privatangelegenheiten können nur schwer verstanden werden, wenn man nicht weiß was sich im ersten Teil zugetragen hat.

Der Federmann

Name: Franzy

Datum: 19. September 2015

Der Start zu meiner absoluten Lieblingsreihe in dem Genre!

Meinung
Mal wieder war es geschehen, ich stand am Wühltisch und fingerte mir ein Buch raus, bei dem mir das Cover ins Auge stach.
Und da ich absolut ein Händchen für soetwas habe, war es der Teil einer Reihe.
Aber natürlich auch hier mal wieder NICHT der erste Teil, sondern Band 2 ("Die Puppenmacherin").
Ich las in das Buch hinein und dachte 'Da muss es doch einen ersten Teil gegeben haben'...also sah ich nach und tatsächlich - es gab ihn.
Also was tat ich?
Richtig - Ich bracht Band 2 ab und besorgte mir den ersten Teil "Der Federmann".

Der Schreibstil von Max Bentow ist sehr gut.
Es liest sich flüssig und leicht und man kommt schnell voran - was man bei diesem Buch auch unbedingt will!

In diesem Buch steigt die Spannung kontinuierlich an und jedes Mal wenn man denkt 'Das ist der Täter' kommt es ganz anders.
Genau das macht in meinen Augen einen wirklich guten Thriller aus.
Es gibt nicht nur wilde, spannende Passagen. Auf einigen Seiten kehrt auch etwas Ruhe ein und man erfährt die ein oder andere Sache über einen der Hauptcharaktere.
Auch hier ist es genau richtig. Es sind nicht zu wenige Personen um es langweilig werden zu lassen, aber auch nicht zu viele, als dass man den Überblick verlieren könnte.
Noch dazu sind eigentlich alle Personen auf ihre Weise sympathisch - außer der Mörder natürlich ;-)

Ein weiterer Pluspunkt ist in meinen Augen, dass man zwar mitten in den Ermittlungsarbeiten dabei ist, aber es nicht zu viel wird.
Man wird nicht erdrückt von spannungsraubender Arbeit oder deutscher Bürokratie.

Nils Trojan setzt sich oftmals über irgendwelche Regeln hinweg und macht einfach sein Ding.
Ein kleiner Rebell.
Absolut sympathisch!

Mein persönlicher Negativpunkt ist die zu detailgenaue Beschreibung von Straßen.
Immer wieder beschreibt Max Bentow ganz genau durch welche Straßen Nils Trojan fährt (vorangig mit seinem Fahrrad) und wo er landet wenn er nun hier nach links abbiegt und welche Straße es wird, wenn er danach rechts abbiegt.
Das mag ganz toll sein für Menschen, die sich unglaublich gut in Berlin auskennen, da sie dann quasi "mitfahren" können.
Für jemanden wie mich, der von Berlin so gar keine Ahnung hat, ist es aber durchaus nervig.

Die Tatorte werden ziemlich genau und detailiert beschrieben.
Das hilft um sich ein gutes Bild davon machen zu können - ist aber nichts für Menschen mit schwachen Nerven und solchen, die bei einem Blutfleck bereits ohnmächtig werden ;-)

Einmal angefangen wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Semesterferien sei Dank musste ich das auch nicht und hatte es wirklich schnell durch.
Jetzt freue ich mich auf den zweiten Teil, den ich ja schon eine ganze Weile hier liegen habe ;-)

Mit dem tatsächlichen Mörder habe ich nicht gerechnet. Absolut nicht.
In meinen Augen kann auch niemand der dieses Buch gelesen hat behaupten "Das wusste ich von Anfang an"...das wäre eine schamlose Lüge ;-)

Für mich persönlich war es ein durch und durch gutes Buch und ich bin wirklich froh, dass es sich um eine Reihe mit (momentan) vier Büchern handelt.

Ich will mehr.

Mehr von Max Bentow, mehr von Nils Trojan und auch mehr von Jana Michels.

Fazit
Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem, der gerne spannende Thriller liest und kein Problem mit stellenweise wirklich ekligen Beschreibungen hat. Der Mörder ist psychisch krank, was sich eben auch in seinen Taten wiederspiegelt.

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de