Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

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Leserstimmen

Der Mondscheinmann

Name: @alles.oder.nicks

Datum: 17. November 2020

Knüller-Thriller

Guten Abend Thriller-Typen & -Typettes,

Nach dem wirklich tollen #MännerMittwoch gestern präsentiere ich heute ein ebenfalls spitzenmäßiges Buch, aber erstmal zum Inhalt:

Lilienblüten auf dem Boden, Kerzenlicht erhellt die Umrisse einer toten Frau, geschminkt und frisiert. Das Einzige, was die perfekte Inszenierung stört, sind die vielen Schnecken, die leise über das morbide Stilleben gleiten. Dies ist das Bild, das sich Kommissar Nils Trojan und seinem Team bietet, als sie in einer Berliner Wohnung eintreffen. Wenig später wird ein zweites Opfer im Wald aufgefunden, und wieder ist der Tatort inszeniert wie ein Andachtsraum. Trojan nimmt die Ermittlungen auf und merkt zu spät, dass sein Gegner ein tödliches Spiel mit ihm spielt...

Bewertung:
Der Fall ist extrem spannend, da wir einen Täter mit echten Abgründen finden und schon der Prolog mit Hochspannung beginnt. Genauso geht es dann auch permanent weiter und ich hätte es wohl unvernünftigerweise in einer Nacht weggelesen, wenn der spannende Austausch mit @wordfulbooks im #buddyread nicht als rationales Element da gewesen wäre 😅
Die Charaktere sind facettenreich und auch mein geliebter #NilsTrojan ist wieder dabei, der ja immer neben der Hauptstory auch seinen persönlichen Weg geht. Die Lösung des Falls bleibt lange gut verschleiert und hat auch nach der vermeintlichen Erkenntnis noch 3-4 überraschende Wendungen für den Leser übrig.

Von mir gibts:

🎖🎖🎖🎖🎖/5 und eine klare Empfehlung!

PS: Einzige Kritik (und zum Glück geht’s ja bei mir eher um Inhalt als um die Verpackung) ist das Cover, das weder farblich zu den anderen 7 Büchern aus der Reihe passt, noch 100% zum Inhalt/Täter

Rotkäppchens Traum

Name: Alexandra

Datum: 15. November 2020

Ich hab' es versucht ...

... aber nicht durchgehalten.

Männliche und weibliche Rollenbilder aus den Fünfzigern des vorigen Jahrhunderts, krude Vorstellungen von psychischen Problematiken ... und dergleichen.

Platt erzählt, ich ärgere mich richtig über dieses Buch! Dabei mag ich Thriller. Aber das war mein erster und zugleich mein letzter Bentow - weiter als bis Kapitel zwanzig konnte ich es kaum ertragen.

Der Mondscheinmann

Name: wordfulbooks

Datum: 10. November 2020

Der bisher beste Fall von Nils Trojan

„Wir Endlichen mit dem unendlichen Geist sind nur zu Leiden und Freuden geboren, und beinahe könnte man sagen, die Ausgezeichnetsten erhalten durch Leiden Freude.“ - Ludwig van Beethoven
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Als Nils Trojan den neusten Tatort betritt glaubt er seinen Augen kaum: Lilienblüten auf dem Boden, Kerzenschein und eine tote Frau, auf der unzählige Schnecken leise gleiten. Und der das linke Ohr fehlt. Eine perfekte und doch morbide Inszenierung. Nur wenig später findet man eine weitere Leiche, die auf die gleiche Art und Weise umgebracht wurde. Und wo ist Trojans Kollege Holbrecht bei den Ermittlungen, wo sie ihn doch so dringend brauchen? Es beginnt ein Katz und Maus Spiel mit dem Mörder, was mit dem sicheren Tod enden kann.
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Mit „Der Mondscheinmann“ von Max Bentow bin ich sprichwörtlich aus der Reihe getanzt. Eigentlich habe ich die Reihe mit Nils Trojan erst bis zum 4. Teil gelesen, doch das Rezensionsexemplar kam, als mir das nicht wirklich bewusst war. Ruck zuck wurde entschieden, dass ich den Band trotzdem angehen werde und was soll ich sagen?! Ich habe es definitiv nicht bereut!
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Wie man es von Bentow kennt wurde das Buch sehr schnell super spannend und man war total am Mitfiebern und Miträtseln wer es denn nun sein könnte. Kleine Sprünge in die Vergangenheit haben einem schon kleine Vorahnungen gegeben, was aber nur noch mehr Spannung aufgebaut hat. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass ich drei Bücher quasi übersprungen habe, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, der Showdown war auf jeden Fall da, nur das Motiv war für mich ein winzig kleines bisschen zu schwach.
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Ein super spannender Thriller, wo es die Designer*innen aber leider versäumt haben, das Cover und den Titel auf das eigentliche Buch und seine Handlung anzupassen. Das hat aber nichts mit dem #thriller an sich zu tun und der verdient 5 Sterne.

Das Hexenmädchen

Name: wordfulbooks

Datum: 3. November 2020

Das Ende hat dann doch überzeugt

Du wachst nachts auf. Eine „Hexe“ steht neben dir. Und sie macht dir unglaublich viel Angst.
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Nils Trojan trifft an einem wahren Schauplatz des Verbrechens ein und muss ein albtraumhaftes Szenario sehen: Ein Mann wurde auf demütigendste und grausamste Weise in seiner eigenen Küche hingerichtet. Und es bleibt nicht nur bei einem Mordopfer. Trojan kann sich keinen Reim darauf machen, wie die Fälle zusammenhängen und doch beschleicht ihn der Verdacht, dass ein Zusammenhang zu einem weiteren Fall besteht, bei dem zwei Mädchen vermisst werden. Sowohl der Tatort als auch die Mädchen weisen auf eine „Hexe“ hin, die alle in Angst und Schrecken versetzt. Wird Trojan die „Hexe“ finden?
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Der Beginn des Psychothrillers hat mich direkt gefesselt und ich fand den Fall super spannend. Man hat sich direkt gefragt, wie das Verschwinden des Mädchens mit dem Mord zusammenhängt. Doch plötzlich ging es irgendwie drunter und drüber in dem Buch. Ich war mir nicht sicher, ob mich nun tatsächlich ein Fantasythriller erwartet oder ob ich völlig den Faden verloren habe. Der Mittelteil war sehr, sehr wirr mit zu vielen Charakteren, zu vielen Handlungssträngen und zu wenig Ermittlungsarbeit. Das wurde im letzten Drittel jedoch zum Glück wieder um Welten besser und das Ende hat mich komplett überzeugt.
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Auch wenn der Mittelteil etwas seltsam war, hat Bentows Schreibstil wieder absolut überzeugt und wie man es von dem Autor gewohnt ist, klärt sich am Ende des Thrillers alles auf und man stellt das Buch mit einem zufriedenen Lächeln ins Regal. Das Ende dieses Falles hat mir tatsächlich sogar am besten bisher gefallen, der Mittelteil dafür aber leider am wenigsten.
Der Protagonist Trojan war okay, viele gute Ideen, aber genau so viel instabiler Ermittler. So ganz werde ich mit dem lieben Nils nicht warm.

Die Totentänzerin

Name: wordfulbooks

Datum: 3. November 2020

Wieder ein spannender Fall für Trojan

Du wachst auf und hast keine Erinnerungen mehr, zwei Menschen sind tot. Wo warst du?
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Ein Paar wird tot aufgefunden. Ihre Körper sind wie beim Liebesakt miteinander verschlungen und mit einer Wäscheleine zusammengebunden. Die Nachtwäsche der Opfer ordentlich drapiert. Schnell findet Nils Trojan eine Verbindung zu Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs. Und ihr Verhalten ist tatsächlich merkwürdig: Sie verschwindet nächtelang und scheint sich an manche Dinge nicht mehr zu erinnern. Ist Theresa eine eiskalte Mörderin oder Teil eines perfiden Spiels?
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Auch hier überzeugt Bentow wieder mit einem klasse Schreibstil, verschiedenen Perspektiven und fiesen Cliffhangern. Die Spannung ist von Seite 1 an gegeben und lässt tatsächlich nur an ganz wenigen Stellen im Buch nach. Das hat mir super gefallen und ist, wie ihr alle wisst, für mich ein wichtiges Kriterium im Genre #thriller
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Auch Nils Trojan hat mir als Ermittler in diesem Teil sehr gut gefallen und ich habe tatsächlich mal andere Kritikpunkte als ihn anzuwenden. Generell mag ich es ja, wenn viele Perspektiven beschrieben werden und sich das Puzzle am Ende zusammenfügt. Hier wurden jedoch zwei Erzählstränge angesprochen, die mehr versprochen haben, dann aber überhaupt nicht mehr aufgegriffen wurden. Das fand ich persönlich sehr schade.
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Ansonsten ein super Buch und eine klare Leseempfehlung von mir. Aufgrund der eben genannten Kritikpunkte kann ich aber leider wieder nur 4 Sterne vergeben. Ich freu mich aber auf jeden Fall auf den nächsten Teil!

Der Federmann

Name: wordfulbooks

Datum: 3. November 2020

Ein überzeugender Teil 1

Schrei doch, dachte er, schrei.
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Nils Trojan wird mit einem neuen Mord konfrontiert. Der Mörder tötet Frauen auf bestialische Weise, schneidet ihnen die blonden Haare ab und platziert einen zerfetzten Vogel auf ihren Körper. Das Team ist entsetzt und noch während sie sich fragen, welcher Mensch so grausam ist, geschieht der zweite Mord mit dem gleichen Tathergang. Trojan macht sich auf die Suche nach dem Federmann und gerät dabei an seine Grenzen.
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Der Einstieg war direkt super und ich bin so gut in das Buch reingekommen. Der Fall war sehr spannend und ich habe tatsächlich bis zum Ende nicht gewusst, wer der Mörder ist.
Durch unterschiedliche Perspektiven hat man die Geschichte aus mehreren Sichten gesehen, wurde in Bezug auf den Täter in andere Richtungen gelenkt, nur damit man wieder überrascht war. Das war wirklich super.
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Leider gab es zwei kleine Kritikpunkte... zum einen war uns der Ermittler soo unsympathisch. Er hatte interessante Seiten, nur leider kamen die viel zu wenig raus. Stattdessen wurde Nils Trojan eher als Jammerlappen und psychisch labil dargestellt. Das mag ich leider nicht an einem Ermittler.
Der zweite Punkt waren die zum Teil sehr langatmigen Teile im Buch, die mich aber immer nur kurz gestört haben, da es relativ zügig wieder Fahrt aufgenommen hat.
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Trotz dem unsympathischen Ermittler lesen wir auf jeden Fall auch Teil 2 zusammen, denn “Der Federmann“ war ein richtiger Pageturner, den wir im #buddyread verschlungen haben. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 4 Sterne

Der Mondscheinmann

Name: Martina - Schmökerwelten

Datum: 27. Oktober 2020

Unheimlich und bizarr!

Mit "Der Mondscheinmann" präsentiert uns Max Bentow den achten Teil der Reihe um Nils Trojan, Kommissar bei der Berliner Mordkommission, und es ist wieder so ein ganz typischer Bentow geworden, wie ich ihn liebe. Für mich ist er ein Meister der skurrilen und spooky Szenarien. Ihm gelingt es einfach JEDE Atmosphäre und Stimmung einzufangen.
Bereits der Einstieg ins Buch ist perfekt. Schon nach wenigen Sätzen schafft es Max Bentow meine volle Aufmerksamkeit zu erlangen und mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Und wer meint, Schnecken und Mondscheinsonate lassen uns etwas Softes erwarten, der irrt gewaltig. Es wirkt/wird umso unheimlicher und bizarrer.
Nils Trojan tat mir diesmal ein wenig leid. Er ist vollkommen ausgebrannt, mit seiner Kraft am Ende und seine Panikattacken nehmen unaufhörlich zu. Eine Auszeit vom Job ist das einzige, was er sich im Moment wünscht. Aber er wird mehr gebraucht denn je! Denn in genau dieser Situation treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der grotesk inszenierte Tatorte hinterlässt. Also mobilisiert Trojan seine letzten Kräfte und geht bei seinen Ermittlungen bis an seine Belastungsgrenze.
Die kurzen Kapitel sorgen für einen permanenten Perspektivwechsel und geschickt gesetzte Cliffhanger steigern die Spannung ungemein.
Und diese - ich kann's nicht anders sagen - bizarren und zugleich irgendwie faszinierenden Tatumstände, das Vorgehen dieses geheimnisvollen narzisstischen Psychopathen verursachen eine solch unheimliche Atmosphäre, dass ich bei manchen Szenen diese Beklemmungen fast körperlich gespürt habe. Ein Psychothriller ganz nach meinem Geschmack, den ich leider viel zu schnell beendet habe.

Der Mondscheinmann

Name: hope23506

Datum: 19. Oktober 2020

Viel Spannung, hohes Tempo und interessant


INHALT:
Eine Leiche wird perfekt inszeniert. Lilienblüten auf dem Boden, Kerzenlicht erhellen das Opfer, sie ist geschminkt und frisiert. Nur eines stört dieses sinnliche und skurile Bild. Still und leise gleiten viele Schnecken über die Leiche hinweg und hinterlassen ihre schleimige Spur. Dieses Bild zeigt sich Komissar Nils Trojan und seinem Team, als sie die Leiche in einer Berliner Wohnung finden. Es soll nicht das einzige Opfer bleiben und immer sind die Leichen auf dieselbe Weise inszeniert. Trojan nimmt die Ermittlungen auf und merkt zu spät, dass der Täter mit ihm spielt und dieses Spiel beginnt sanft und endet mit dem Tod.
MEINE MEINUNG:
Diesen achten Teil der Reihe um den Komissar Nils Trojan kann man auch srhr gut unabhängig von den anderen Teilen lesen. Der Autor baut die Spannung gleich von Beginn an auf und durch seinen sehr lebendigen und fantastisch zu lesenden Schreibstil ist jedes Buch von ihm ein Genuss. So auch in diesen Thriller. Kaum angefangen zu lesen, hatte mich die Storie auch schon mit ihren eigenartigen Morden aufgenommen und mich nicht mehr losgelassen. Und endlich gibt es ein Wiederlesen mit Nils Trojan. Einen Ermittler, den ich sehr mag und deren Entwicklung ich mit grosser Neugier verfolge. Die Spannung ist von Beginn an auf eibem sehr hohen Niveau und flacht bis zum Ende hin auch nicht ab. Das Buch hat ein ungeheuer hohes Tempo und besonders schätze ich, dass man immer ganz nah an den Ermittlungen und an den Ermittler ist. Immer wieder werden Spuren gelegt, die den Leser mitraten lassen. Ganz allmählich wurde dann auch mein Vorstellung vom Täter immer klarer. Am Ende werden alle losen Fäden perfekt ineinaner verwoben und es entsteht ein sinnvolles Bild und alle meine Fragen wurden geklärt.
FAZIT:
Temporeich, spannend und mit interessant inszinierten Morden.

Der Mondscheinmann

Name: Birgit Kleffmann

Datum: 9. Oktober 2020

Nervenaurreibend und lesenswert!

Eine Inhaltsangabe "schenke" ich mir, da reicht der Covertext durchaus aus.

Aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt der Autor eine nervenaufreibende Geschichte. Besonders die Tatorte/Fundorte haben es in sich!

Wie gewohnt schafft Max Bentow eine teilweise recht gruselig anmutende Szenerie, so dass einem beim Lesen auch schon mal ein Schauer über den Rücken läuft.
Leider fand ich die Geschichte an manchen Stellen etwas "unrund" und obwohl der Autor geschickt falsche Fährten auslegt, war der lange Zeit im Dunklen agierende Täter dann für mich keine große Überraschung mehr. 
Nichtsdestotrotz ist der achte Fall der Reihe wieder spannend, teils gruselig und lesenswert!

Der Mondscheinmann

Name: Miriprobiertdiewelt

Datum: 8. Oktober 2020

Psychothriller vom Feinsten

Mich erreichte der 8.Fall von Max Bentow 'Der Mondschein Mann', erschienen im Goldmann Verlag und ein Psychothriller vom Feinsten.

Die wunderschön hergerichtete Tote liegt in einer Badewanne und ist mit weißen Lilienblättern bedeckt. Ein bizarrer Anblick, den niemand am Tatort wieder vergessen wird. Vor allem nicht, weil sich eine Schar von Weinbergschnecken durch das Blütenmeer frisst und überall seine schleimige Spur hinterlässt. Genau wie beim nächsten Opfer, das in einem überdachten Unterstand im Wald gefunden wird und erneut jede Menge Rätsel aufgibt. Der Berliner Kommissar Nils Trojan, der wegen seines desolaten Gesundheitszustandes zeitweilig den Dienst quittieren will, wird auf den merkwürdigen Fall angesetzt und erkennt erst viel zu spät, dass der Mörder ein perfides Spiel mit ihm treibt.

„Der Mondscheinmann“ ist der 8. Fall mit Nils Trojan, der seine immer wieder auftretenden Panikattacken sorgfältig vor seinen Kollegen verbirgt. Weder eine durchgeführte und später wieder abgebrochene Therapie noch seine enorme Willenskraft bringen den nötigen Erfolg. Trojan wird regelmäßig von Schwindel, Herzrasen und Atemnot heimgesucht und deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, bis er aufgrund seiner kurzzeitigen Blackouts einen Fehler begeht. Doch trotz des nicht zu beherrschenden Handicaps kniet sich der bis an seine Grenzen arbeitende Ermittler tief in den Fall des Schneckenkillers hinein und kommt dabei dem gefährlichen Psychopathen viel zu nah.

Die Ereignisse rund um die schreckliche Mordserie werden in zwei Zeitebenen und aus der Sicht verschiedener Personen heraus erzählt. So verfolgt der Leser zu einen mit, wie Nils Trojan und sein Team bis zur Belastungsgrenze um die Ergreifung des Mörders kämpfen. Zum anderen taucht er in separaten Kapiteln in die letzten Lebensstunden der Mordopfer ein und auch der Täter wird hier nicht ausgespart. Zudem sorgt eine lebendige Erzählweise dafür, dass er sich stets mitten im Geschehen wähnt, während kurze Kapitel und ständige Szenenwechsel für viel Bewegung in der Handlung verantwortlich sind. Ein rundum gelungener Thriller, wäre da nicht die Angst, dass Nils Trojan versagen könnte und für einen weiteren Fall nicht mehr zur Verfügung steht.

Nils Trojan war im letzten Band schon ziemlich mit den Nerven fertig, was verständlich ist. Dies setzt sich in diesem Band nun fort und zeigt auch die körperlichen Reaktionen auf zu viel Arbeit, zu wenig Schlaf, zu viel Nachdenken und das stressige Leben als Ermittler. Doch ein Jahr Auszeit wird wegen Personalmangel nicht wirklich genehmigt. Wer die Reihe gerne liest nimmt Nils fast als guten Freund wahr der langsam am Ende ist.

Wieder treibt hier ein Mörder sein Unwesen welcher auf Dramatik und eine gute Szenerie setzt. Auch in diesem Fall, beim „Mondscheinmann“. Der Autor hält sich nicht mit blutigen oder brutalen Details auf sondern legt wirklich seinen Blick auf die Psyche des Mörders. Was kann man aus einem Tatort „herauslesen“? Was könnte das Motiv sein? Wie stehen die Menschen in Verbindung? Was will der Täter damit zum Ausdruck bringen?

Durch Einblicke in die Kindheit und den Werdegang des Täters bekommt man ein Gefühl, auch für ihn. Man tappt auch hier im Dunkeln, merkt aber wie sich die beiden Stränge langsam zusammenfügen und ein ganzes Bild ergeben. Mich hat hier die Thematik der Geschichte komplett fasziniert und gefangen genommen, denn der Autor handelt mit Themen und Stücken die ich ebenfalls sehr liebe und bevorzuge. Gekonnt erklärt er was dies auch für den Täter bedeutet und gibt ihm hiermit die eigene Tiefe.

Diesmal hat es der Täter auch auf das Team von Nils Trojan abgesehen, das baut zusätzliche Dramatik und große Fragezeichen ein. Und wer ist wirklich sicher? Und was wird noch folgen?

Ich war auch diesmal unglaublich begeistert von diesem Teil und hoffe dass die Reihe noch eine ganze Weile weitergehen wird, auch wenn ich Nils Trojan eine Pause von Herzen gönnen würde. Psychothriller vom Feinsten. 5 von 5 Sternen!

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de