Max Bentows Brief über sein neues Buch
"Der Mondscheinmann"

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Erscheinen von Nils Trojans neuem Fall „Der Mondscheinmann“ gilt es, ein Jubiläum zu feiern. Es ist mittlerweile mein zehnter Thriller, denn außerhalb der bisher achtbändigen Trojan-Reihe schrieb ich ja, um meinem Ermittler eine Pause zu gönnen, zudem die beiden eigenständigen Psychothriller „Das Porzellanmädchen“ und „Rotkäppchens Traum“.

Aufregende zehn Jahre sind vergangen, seitdem ich anfing, Trojans ersten Fall „Der Federmann“ zu ersinnen, und das möchte ich zum Anlass nehmen, Ihnen ein kleines Geheimnis zu verraten. Max Bentow ist ein Pseudonym.

Unter meinem bürgerlichen Namen Dirk Dobbrow begann ich meine Karriere als Schauspieler. Meine Anfängerjahre verbrachte ich in Lüneburg am dortigen Stadttheater. Zurück in meiner Heimat Berlin spielte ich unter anderem am Schlosspark Theater und an der Vaganten Bühne. Da mein eigentlicher Wunsch aber schon immer war, Schriftsteller zu werden, begann ich nebenher, Theaterstücke zu schreiben. Mein erstes Stück „Diva“ wurde am Schauspielhaus Bochum uraufgeführt, danach folgte „Legoland“, für das ich den Kleist-Förderpreis erhielt. Es wurde u.a. von Armin Petras am Schauspielhaus Hannover inszeniert. Durch diesen Erfolg beflügelt, gab ich meine Karriere als Schauspieler auf und schrieb weitere Theaterstücke. Für mein Stück „Alina Westwärts“ erhielt ich den Else-Lasker-Schüler-Stückepreis. Als Dirk Dobbrow veröffentlichte ich 2009 den Roman „Späte Störung“ im Blessing Verlag.

Meine eigentliche Leidenschaft galt jedoch schon immer der Kriminalliteratur. Nur habe ich mir viel Zeit gelassen, mich ihr allmählich anzunähern. Das hat auch mit meinen intensiven Überlegungen zu einem ganz besonderen Ermittler zu tun.

Lange Zeit habe ich über ihn nachgedacht. Einfühlsam sollte er sein, überaus sensibel und dennoch als Kriminalkommissar sehr fähig. Erst als ich auf die Idee kam, ihm eine innere Verletzung mitzugeben, die er um jeden Preis vor seiner Umwelt geheim halten will – nämlich seine anfallartig auftretenden Angstzustände –, war ich wirklich bereit für das Thriller-Genre. Nils Trojan stand eines Morgens buchstäblich vor mir und raunte mir zu: „Schreib mich endlich auf!“

Da sich aber die Krimilandschaft immens von der Theatersparte unterscheidet, für die ich bis dahin tätig war, und auch mein Roman „Späte Störung“ eher literarisch angelegt ist, entschloss ich mich, für die Bücher rund um Kommissar Nils Trojan ein Pseudonym anzunehmen.

Und so kam es also, dass Sie mich bisher als Max Bentow kennengelernt haben. Dieser Name ist mir mittlerweile so vertraut, dass ich mich zuweilen sogar am Telefon mit ihm melde. Und natürlich werde ich weiterhin als Max Bentow Thriller schreiben!

Nun möchte ich Ihnen noch etwas zur Hintergrundgeschichte von „Der Mondscheinmann“ verraten. Die zündende Idee zu der Geschichte kam mir, als mir meine Frau erzählte, wie ihr einmal als Kind eine Schnecke ins Hosenbein geraten war. Auf rätselhafte Weise fand sie sie morgens in ihrem Bett wieder.

Blauer Morphofalter

Mir lief ein Schauer über den Rücken. Denn einerseits finde ich Schnecken sehr faszinierend, andererseits haben sie auch etwas Unheimliches an sich. Ich begann mit intensiven Recherchen über diese Weichtiere. Und dann hörte ich eines Nachmittags aus der Nachbarwohnung die Klänge einer berühmten Klaviersonate …

Nun sind wir aber schon mitten drin in meinem neuen Thriller „Der Mondscheinmann“. Viel Spaß und spannende Unterhaltung wünscht Ihnen

Ihr
Max Bentow

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