Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

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Leserstimmen

Das Dornenkind

Name: Jennifer

Datum: 15. Februar 2016

 

Genial

Ich habe alle Bücher von Max Bentow verschlungen. Und freue mich wahnsinnig auf den nächsten Teil über Nils Trojan.
Absolut fesselnde Romane mit unerwarteten Enden. Einfach nur TOP!

 

Der Federmann

Name: Susanne Thiel

Datum: 27. Januar 2016

 

Megaspannend !

Ich habe jetzt "Die Totentänzerin" gelesen und "Der Federmann halb durch. Ich bin sehr froh gerade Urlaub zu haben um in der Lesepause (kaum zu schaffen) etwas zu entspannen. Seit Simon Beckett (Verwesung u.a.) habe nicht mehr so spannende Krimis gelesen wie die Bücher von Max Bentow. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Krimis. Kleiner Tipp: es ist keine Bettlektüre !!!

 

Das Dornenkind

Name: Blümchen

Datum: 17. Januar 2016

 

Beklemmender Thriller aus Berlin

Als ich das Buch zu lesen begann, war meine größte Sorge, dass ich vielleicht die Zusammenhänge nicht verstehen würde, da es sich ja schon um den 5. Band um Kommissar Nils Trojan handelt und ich die 4 Vorgänger-Bücher nicht gelesen habe und sich dieses Buch ganz explizit auf den ersten Teil der Reihe ("Der Federmann") bezieht. Aber diese Sorge war unbegründet. Das was man als Leser zum Federmann wissen musste, wurde in kleinen Portionen nebenher vermittelt. Natürlich kann nicht die ganze Komplexität des ersten Teils wiedergegeben werden. Aber ich habe mich als "Neu-Leser" auf keinen Fall alleingelassen gefühlt (so wie ich es vor kurzem bei anderen Büchern erlebt habe). Hierfür also einen erhobenen Daumen.

Die Handlung an sich ist natürlich zum Teil recht starker Tobak, finde ich. Die Beschreibungen sind gut - so gut, dass man als Leser schnell sehr detaillierte Bilder vor Augen hat. Das war mitunter schon ein wenig heftig. Trotzdem empfand ich die Beschreibungen nicht als ekelhaft. Die Grundstimmung ist aufgrund des bedrohlichen und mysteriösen Wiederauftauchens des Federmanns sehr düster, insbesondere für einen deutschen Krimi. Das hatte schon fast skandinavische Züge, was hier geschrieben wurde ;-)

Trotz einer fesselnden Schreibweise des Autors (ich konnte manchmal wirklich am Kapitelende nicht aufhören und habe doch noch eins...und noch eins... gelesen) habe ich - wahrscheinlich aufgrund der merkwürdigen, teilweise beklemmenden Grundstimmung immer eine gewisse Distanz zu dem Buch behalten und mich nicht zu 100 % darauf einlassen können. Wenn dem Autor das gelungen wäre, hätte ich 5 Sterne vergeben, so sind es - wirklich absolut positiv gemeinte - 4 Sterne geworden.

 

Die Puppenmacherin

Name: Angi

Datum: 11. Januar 2016

 

Erschreckende "Tatwaffe" ...

Die Geschichte:
Nachdem Kommissar Nils Trojan im ersten Band der Reihe dem mörderischen “Federmann” auf der Spur war, hat er es nun wieder mit so einem skrupellosen, grausamen Täter zu tun. Eine junge Frau wird in ihrem Keller erstickt aufgefunden: sie ist eingeschlossen in eine Riesenmenge Bauschaum, den man eigentlich beispielsweise zum Montieren von Türen oder Fenstern verwendet.
Bei den Ermittlungen stoßen Trojan und sein Team auf einen älteren Entführungsfall, bei dem das Opfer ebenfalls mit Bauschaum gefoltert wurde. Die junge Frau hat damals wohl nur überlebt, weil ihr Peiniger bei einem Autounfall starb. Er kann also nicht der aktuelle Mörder sein, aber vieles deutet trotzdem darauf hin, denn sie erhält wieder Drohungen.
Es gibt weitere Opfer und noch immer tappt Nils im Dunkeln. Er leidet auch sehr unter der Situation, da sie ihn immer wieder daran erinnert, dass auch er vielleicht nicht sicher ist in der Zukunft: die Leiche des Federmanns wurde schließlich immer noch nicht gefunden …

Meine Meinung:
Im zweiten Teil der Reihe geht es meiner Meinung nach etwas weniger blutig zu, wenn auch die Morde nicht weniger erschreckend sind. Die “Tatwaffe” ist schließlich etwas, das für jeden leicht verfügbar ist und überhaupt nicht auffällt. Da sollte man sich gar keine weiterführenden Gedanken machen, sonst ist es vorbei mit dem erholsamen Nachtschlaf! :)

Ansonsten hat mir der Schreibstil von Max Bentow wieder sehr gut gefallen. Das Buch liest sich fast wie von selbst, ein echter Pageturner. Verstärkt wird das auch noch durch die häufigen Szenenwechsel, die Längen praktisch unmöglich machen.
Es ist spannend von Anfang bis zum Ende, gut durchdacht und überraschend. Meine Vermutungen haben sich meist als falsch herausgestellt.
Für zusätzlichen Gänsehauteffekt sorgt auch der Ort des Showdowns (ein sog. “Lost Place”), das war sehr gut beschrieben.

Das Privatleben von Nils steht hier eher im Hintergrund, abgesehen von seiner Schwärmerei für seine Therapeutin Jana. Wann werden sich die beiden endlich duzen? Das nervt! ;)

Bin gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht, ich freu mich schon drauf! Eine sehr spannende Thrillerreihe, die ich gern weiterempfehle!

Fazit:
Spannend und erschreckend … aber in einem Baumarkt findet man eben so allerhand Mordwerkzeuge!

Bewertung:
4,5 Sterne

 

Die Puppenmacherin

Name: Magnificent Meiky

Datum: 08. Januar 2016

 

Ein sehr gelungener zweiter Teil!

Auch der zweite Teil der Reihe um den Ermittler Nils Trojan, beschäftigt sich wieder mit einem sehr außergewöhnlichen Mordfall. Sehr schnell steht fest, dass der Mörder es nicht bei einem Mord belässt und seinem kranken Muster treu bleibt. Eine Frau in ihrem eigenen Keller eingehüllt in Bauschaum. Eine Vorgehensart, die den Ermittlern nur allzu bekannt ist, doch der damalige Täter ist seit fast einem Jahr tot. Auf der Jagd nach dem Mörder muss Troja aber nicht nur alle Stricken zusammenführen, er muss auch sein Versprechen gegenüber dem damaligen Opfer halten. Das Versprechen, dass ihr der Mörder ihr nie wieder zu nahe kommen wird.

Neben den Ermittlungsarbeiten ist auch Trojans Privatleben wieder ein wichtiger Punkt. Er muss sich seinen eigenen Teufeln und der Vergangenheit stellen, um den Fall lösen zu können. Im Gegensatz zum ersten Teil kommt die Geschichte hier sehr viel schneller in Fahrt. Man kennt den Ermittler und seine Eigenheiten bereits und so verzichtet der Autor auf langes Vorgeplänkel. Dadurch, dass man sowohl aus Sicht von Nils Troja, als auch von den Opfern und dem Täter liest, gestaltet sich das Buch sehr spannend.

Ich bin quasi nur so durch die Seiten geflogen. Einerseits natürlich weil der Fall spannend und die Geschichte interessant war. Aber auch, weil die Schrift sehr groß und die Kapitel sehr kurz waren. Der Autor hat es geschafft mich immer wieder gespannt auf das nächste Kapitel zu machen, weshalb es schwer war das Buch aus der Hand zu legen.

Nun bin ich gespannt, wie sich der Charakter des Ermittlers weiterentwickelt und welche spannenden Fälle noch auf Nils Trojan warten. Der einzige kleine Kritikpunkt ist, dass es mir so vorkam, dass der Ermittler zu plötzlich Einfälle hatte, die ihm zum Ziel geführt haben. Mir kam es zwischendurch etwas zu schnell und zu zusammenhangslos vor. Allerdings ist das eher als schwacher Kritikpunkt zu sehen, da es nichtsdestotrotz sehr gut zu der Geschichte gepasst hat. Für mich wäre es wahrscheinlich nur etwas realistischer gewesen, wenn nicht ein Ermittler alle guten Einfälle alleine hat, sondern auch ein Team im Rücken den Fall weiterbringt.

 

Der Federmann

Name: Magnificent Meiky

Datum: 08. Januar 2016

 

Spannender Auftakt einer Thriller-Reihe mit einem sehr sympathischen Ermittler!

Ein paar Seiten habe ich gebraucht, um ins Buch reinzukommen, aber dann wurde die Geschichte von Seite zu Seite spannender. Das Kennenlernen des Ermittlers zog sich im ersten Viertel der Geschichte etwas, wobei mir ein Mord oder das eigentliche Geschehen zu kurz kam. Sobald der Täter aber in die Geschichte eingegriffen hat, nahm diese ordentlich an Fahrt auf. Nils Trojan hat als Ermittler viele Besonderheiten, die ihn mir sehr sympathisch gemacht haben. Man merkt, dass die vielen Verbrechens nicht spurlos an ihm vorbei gehen und auch die Liebe zu seiner Tochter wird sehr deutlich. Gleichzeitig wird für die Aufklärung der Morde aber der knallharte Ermittler benötigt, der er in seinem Job sein muss.





Der Mörder handelt kreativ und einzigartig. Die Inszenierung ist gruselige und bestialisch zugleich. Das Ende war für mich überraschend und originell. Insgesamt war die Geschichte gut durchdacht und flüssig erzählt. Das Buch ließ sich sehr schnell lesen, dank recht großer Schrift und geringer Seitenzahl. Das Einzige, was mich etwas gestört hat waren Formulierungen wie "vorm" statt "vor dem", was mich im Lesefluss etwas gehindert hat. Ich bin beim Lesen einfach nicht so der Freund von so umgangssprachlichen Formulierungen. Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Die nächsten beiden Teile warten schon in meinem Bücherregal und ich bin super gespannt auf die nächsten Fälle von Nils Trojan! Die Cover der Reihe gefallen mir auf jeden Fall sehr gut und passen sehr gut zusammen.

 

Das Dornenkind

Name: Aglaya

Datum: 07. Januar 2016

 

Mir fehlt wohl das Vorwissen

Auf den Körpern mehrerer augenscheinlicher Unfallopfer werde eingeritzte Botschaften entdeckt. Handelte es sich bei den Todesfällen wirklich um Unfälle, oder ist ein Serienmörder in Berlin unterwegs?

„Das Dornenkind“ ist bereits der fünfte Fall für Nils Trojan, und meine erste Begegnung mit dem Ermittler. Das Buch bezieht sich auf den ersten Band der Reihe („Der Federmann“) und ich hatte den Eindruck, dass hier Kenntnis des ersten Bands hilfreich für das Verständnis gewesen wäre. Ich konnte der Handlung zwar auch ohne Vorkenntnisse folgen, aber genau zu wissen, wer der Federmann ist, hätte mir wohl weitergeholfen.

Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Sicht von Nils Trojan und Wendy Hain erzählt, dennoch erfährt man über die Protagonisten nicht besonders viel. Auch die wenigen weiteren Figuren bleiben ziemlich blass. Der Schreibstil des Autors Max Bentow lässt sich flüssig lesen, wenn auch der Einstieg ins Buch ziemlich verwirrend gestaltet ist.

Die Handlung war durchaus spannend, konnte mich aber dennoch nicht begeistern. Ich mag es nicht sonderlich, wenn der „Bösewicht“ übermenschliche Kräfte zu entwickeln scheint, was hier leider der Fall ist. Das Buch ist nach klassischem Thrillerschema aufgebaut: der Ermittler gerät ins Visier des Täters und muss eine ihm nahestehende Person aus den Klauen dieses Täters befreien. Das Ende wurde offen gestaltet, wohl um Raum für eine weitere Fortsetzung zu schaffen. Wer gerne miträtselt, kommt hier leider nicht auf seine Kosten, konkrete Hinweise auf den Täter gibt es kaum, der Fall wird schlussendlich durch Zufall und Bauchgefühl des Ermittlers gelöst, und nicht durch harte Fakten.

Mein Fazit
Wohl nur empfehlenswert, wenn man den Rest der Reihe auch kennt.

 

Das Dornenkind

Name: wal.li

Datum: 01. Januar 2016

 

Ich bin dein Vater

Frauen werden von der Straße entführt und tauchen wieder auf mit seltsamen Worten in die Haut geritzt. Kurze Zeit später sind sie tot. Man könnte an Unfälle glauben, gäbe es die Worte nicht. Und so wird Kommissar Nils Trojan auf den Plan gerufen. Ihn überläuft es kalt, denn einzelne Buchstaben scheinen stärker nachgezogen zu sein und aus diesen lässt sich ein Wort bilden, ein Name. Soll Trojan einen Alleingang unternehmen in diesem persönlichen Fall oder ist es doch besser im Team zu arbeiten, ist er in Gefahr oder seine Tochter oder seine Freundin? Gleichzeitig reist eine junge Frau von Kanada heim nach Berlin, wo ihre Großmutter einen schweren Schlaganfall erlitten hat.

Wenn ein Polizist so persönlich betroffen ist, kann er dann überhaupt weiter arbeiten. Müssten er und seine Familie nicht sicher untergebracht werden. Wahrscheinlich fällt es schwer, in solch einer Situation die Kontrolle abzugeben. Man denkt, seine Familie kann man selbst am besten schützen. Man vertraut niemandem. Doch ist das wirklich so? Sollte man nicht wenigstens dem Chef rückhaltlos vertrauen? Er muss sich auf einen verlassen können, genauso wie er einen nur dann richtig schützen kann, wenn er alle Einzelheiten kennt. Doch gegen so eine Nemesis wie hier beschrieben kann es vermutlich keinen Schutz geben.

Es ist auch eine Geschichte vom Apfel und dem Stamm, wie weit fällt er? Kann man sich wirklich von dem lösen, was einem die Eltern vorgelebt oder vererbt haben? Eine Antwort gibt das Buch nicht und gerade deshalb zieht es einen in seinen Bann. Man ist hin und her gerissen im Glauben an das Gute und der Furcht vor dem Bösen. Was wird siegen? Welche Verluste wird es geben? Eine Geschichte, die schwer zu ertragen ist und die möglicherweise noch noch nicht beendet ist. Eine Drohung scheint im Raum zu stehen, von der fraglich ist, ob sie jemals beseitigt werden kann.

 

Der Federmann

Name: Angi

Datum: 27. Dezember 2015

 

Sehr blutig ...

Die Geschichte:
Eine grausame Mordserie erschüttert Berlin: die Opfer sind immer blonde Frauen und sie müssen vor ihrem Tod furchtbare Qualen erleiden. Kommissar Nils Trojan stößt bei den Ermittlungen an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Er leidet sowieso schon unter Panikattacken und seine einzige Hoffnung ist seine Psychologin Jana, der er seine Ängste anvertrauen kann.
Die 10-jährige Tochter eines Opfers kann gerade noch vor dem wahnsinnigen Täter fliehen. Sie beschreibt ihn als “Tier” und überall an den Tatorten werden tote Vögel gefunden. Was steckt hinter den grausamen Morden und wird Nils den Schuldigen aufhalten können?

Meine Meinung:
Die letzten Psychothriller, die ich gelesen habe, waren eher unblutig, aber trotzdem spannend. Hier geht es allerdings richtig eklig zur Sache und die Leichen stapeln sich beinahe – wenn es auch oft “nur” tote Vögel sind.
An blutigen Szenen mangelt es nicht und zart besaiteten Lesern würde ich dieses Buch eher nicht empfehlen.

Wer allerdings einen starken Magen hat, der wird hier mit einem sehr spannenden Lesestoff belohnt, der fesselnde Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite bietet. Die Story ist super durchdacht und sehr undurchsichtig. Man tappt extrem lange im Dunkeln und vor allem am Ende wird es actionreich und die Ereignisse überschlagen sich beinahe.

Max Bentows ausführliche Charakterisierung seiner Figuren sorgt dafür, dass man sehr schnell Sympathie oder Antipathie für sie empfindet. Er verleiht ihnen ein hohes Maß an Authentizität mit einer lebendigen Gefühlswelt und diversen Ecken und Kanten.
Nils mochte ich gleich sehr gerne: er ist kein Superman, aber trotzdem wächst er in Extremsituationen fast über sich hinaus, wenn es darum geht, andere zu beschützen. Auch sein Umgang mit seiner Tochter ist toll; er will ihr – trotz Trennung – ein guter Vater sein.

Diese Bücherreihe werde ich auf jeden Fall weiterlesen, denn ich muss unbedingt wissen, wie es weiter geht mit Nils & Co. Am Ende des Buches bleibt so vieles offen und die Neugier auf die Fortsetzung ist groß.

Fazit:
Extrem blutig und oft an der Ekelgrenze, aber sehr spannend bis zum Schluss!

 

Das Dornenkind

Name: Tipperin

Datum: 26. Dezember 2015

 

Der Federmann ist zurück

Im fünften Fall wird’s für den Berliner Ermittler Nils Trojan wieder sehr persönlich. Denn sein Widersacher aus Fall 1, der Federmann, ist zurück und sinnt auf Rache.

Ich starte mit einer kurzen Erinnerung daran, was in Fall 1 passierte:

Nils Trojan hat nicht mehr so richtig Lust auf seinen Job und ist in Behandlung bei einer Therapeutin, die er äußerst anziehend findet. Dann erscheint der Federmann auf der Bildfläche, er ermordet Frauen mit wallenden blonden Haaren auf bestialische Art und Weise und hat eine besondere Vorliebe für Vögel (Dompfaffen, genauer gesagt). Noch größer ist allerdings seine Vorliebe für das Haar der Opfer, welches er ihnen abschneidet und dann zu seinem persönlichen Federmantel verarbeitet. Am Schluss entführt er die attraktive Therapeutin, Nils Trojan macht sich auf, sie zu retten. Das funktioniert (natürlich) auch, nach einer Verfolgungsjagd kämpft er mit dem Federmann, welcher übrigens mit der Therapeutin zusammenarbeitete, der Federmann fällt am Ende vom Dach des Hochhauses und wird für tot erklärt.

Nun zu Teil 2:

Ohne zu sehr zu spoilern, denn es steht schon überall auf der Rückseite des Buches: Natürlich ist der Federmann nicht tot! Wieso nicht, erfährt man in diesem Teil. Nils Trojan ahnt noch nix, vom drohenden Unheil. Er merkt jedoch ziemlich schnell, dass die Leichen aus seinem neuen Fall eine persönliche Botschaft für ihn bereithalten. Dann kontaktiert ihn die angebliche Tochter des Federmannes und will ihren Vater mit ihm gemeinsam zur Strecke bringen. Kann man der angeblichen Tochter trauen? Was haben die aktuellen Opfer mit dem Federmann zu tun? Wird die Rache des Federmannes gelingen?

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 ..schon steht der Federmann wieder vor der Tür

Wie bereits erwähnt ist dieses Buch der fünfte Teil der Reihe um Nils Trojan, geschrieben übrigens von Max Bentow. Ich möchte deshalb schon jetzt unbedingt sagen: Wer Teil 1 nicht gelesen hat, der wird an diesem Buch hier zwar auch etwas Freude haben – aber eventuell viele Lücken und dadurch definitiv nicht so viel Lesefreude. Ich alter Adrenalinjunkie bin bei diesem Buch tatsächlich mal von meinem Schema abgewichen, Teile einer Serie unbedingt immer nach der richtigen Reihenfolge zu lesen. Man muss ja auch mal etwas wagen. In diesem Fall erschien es mir durchaus möglich, da ich Teil 1 gelesen hatte. Natürlich fehlt einem die persönliche Entwicklung des Kommissars und der anderen Charaktere, wenn man so vorgeht. Nachdem im ersten Teil aber nun der Psychopath wütet, der dann in Teil 5 zurückkehrt, steckt dann vielleicht doch nicht so viel Adrenalinjunkie in mir, wie ich es mir gern einbilden würde. Meine Vorgehensweise und die damit 3 ausgelassenen Bücher zwischen den Büchern war gut, ich hatte es natürlich mit einer plötzlich älteren Tochter zu tun und der Ermittler und die Therapeutin waren mittlerweile ein Paar, wenn auch mit Problemen. Der Tipp also: Bevor man dieses Buch liest, unbedingt (mindestens) Teil 1 „Der Federmann“ lesen. Die Rezension dazu habe ich auch hier auf meinem Blog, ein Klick genügt: Der Federmann von Max Bentow

Stil, Machart, Meinung

Ich muss schon sagen, Max Bentow ist seinem Rezept für einen erfolgreichen Thriller treu geblieben. Wer den Federmann gelesen hat, wird die Parallelen schnell feststellen, ich möchte hier nicht zu viel verraten. Wir haben eine Mordserie, Nils Trojan ermittelt, Nils Trojan merkt das es um ihn geht, jemand gerät in Gefahr, Nils Trojan rettet diesen Jemand durch zu viel Intuition und Glück. Vermischt mit vielen persönlichen Gedanken des Ermittlers und seinem Privatleben ist die Geschichte für mich am Ende doch recht ausrechenbar. Ein paar Überraschungen hat der Autor jedoch trotzdem versteckt. Grundsätzlich erinnert mich das gleiche Grundrezept mit der neuen Story an Karen Rose, welches ich kürzlich in dem Artikel „Das Karen Rose Rezept oder auch: never change a winning story“ vorstellte und lobte. Es ist also nicht direkt etwas schlechtes, wenn der Autor sein Schema beibehält. Hier ist es meiner Meinung nach leider nicht so gut gelungen wie bei Frau Rose .

Anfangs kam ich schleppend in die Geschichte rein. Ich störte mich besonders an vielen sehr ausschmückenden Beschreibungen. Stammlesern dürfte mittlerweile bekannt sein, dass poetisches Geschwafel und unnütze Adjektive mich überhaupt nicht ansprechen. Eigentlich ist der Einstieg eine sehr gruselige und mysteriöse Situation, die einen auf der Stelle zum weiterlesen zwingen müsste. Ich denke, hier lag es wirklich an der Erzählweise. Sie bremste meinen Lesefluss irgendwie aus. Es tauchen im Laufe der Geschichte jedoch mehrere Fragen auf, die den Leser fesseln und unbedingt beantwortet werden müssen. Also las ich weiter, und irgendwann in der Mitte des Buches hatte mich die Story dann wirklich gepackt. Der Autor baut gekonnt Spannung auf und, wie es doch in Thrillern oft so ist, ist am Ende alles irgendwie ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Wendungen, mysteriösen Motive und fesselnden Fragen sind einfach gut gemacht, der Wettlauf gegen die Zeit beschwingt den Leser zusätzlich zu höherem Lesetempo und lässt das Buch schwer aus der Hand legen. Ob ich mich dann an die Erzählweise gewöhnt habe oder der Autor auf Grund der Spannung dann auch Abstand von den Ausschmückungen genommen hat, weiß ich nicht.

Wie auch schon bei Teil 1 bemängelt, ist mir bei den Motiven einiger (wichtiger!) Personen jedoch noch eine Menge unklar geblieben. Da ist einmal die Tochter, dann Trojan, jemand von dem ich hier noch nicht berichten werde (Spoilergefahr) und zu guter Letzt auch der Federmann selbst. Besonders enttäuschend finde ich auch am Ende wieder, dass Trojan genau wie in Teil 1 durch Eingebungen, Bauchgefühl und mit großer Unterstützung von Kommissar Zufall zum Ziel kommt..

Fazit

„Das Dornenkind“ ist ein solider Thriller, der am Ende echt spannend ist und einige Fragen aufwirft sowie Überraschungsmomente bietet. Man sollte „Der Federmann“ gelesen haben, bevor man sich an die Lektüre macht, sonst macht es meiner Meinung nach eher wenig Sinn. Die Entwicklung des Kommissars von Teil 1 bis Teil 5 wird deutlich, ist jedoch gemessen an den vielen privaten Gedankengängen in diesem Band recht dünn ausgefallen. Ich denke, wer die Vorgänger mochte der wird auch diese Geschichte nicht schlecht finden. So richtig begeistert und voller Jubelstürme bin ich jedoch auch nicht. Irgendwie sind mehrere Fragen zu den Motiven der einzelnen Personen unbeantwortet geblieben und auch die zufälligen Ereignisse am Ende nicht ganz mein Geschmack. Ich denke daher, dass dieser Teil auch mein letzter Teil in dieser Serie gewesen sein wird. Es gibt gute 3 Sterne und eine (wenn auch eingeschränkte) Leseempfehlung von mir. Denn trotz meiner Kritik war ich nach dem holprigen Einstieg gut unterhalten und konnte das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Als das Ende dann erreicht war, blieben das WOW in meinem Gehirn jedoch aus und noch ein paar Fragen offen.

 
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