Ihre Meinung zu den Büchern

Haben Sie die Bücher von Max Bentow gelesen? Der Autor würde sich über Ihre Meinung zu "Das Porzellanmädchen" und zu den Nils Trojan-Thrillern freuen! Nutzen Sie dafür das Leserstimmen-Formular:

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Leserstimmen

Das Dornenkind

Name: Poldi

Datum: 28. August 2015

Das Dornenkind (Nils Trojan 5, Max Bentow)

Eine Frau wird entführt, aber schon kurze Zeit später wieder freigelassen. Lediglich einige Schriftzeichen ist in ihre Haut eingeritzt. Doch ihr Tod lässt nicht lange auf sich warten, sodass Ermittler Nils Trojan auf den Plan gerufen wird. Als sich die geheimnisvolle Wendy bei der Polizei meldet, die behauptet, die Tochter des Federmannes zu sein, der Trojan vor einiger Zeit schwer verletzt entkommen ist. Dass dieser auf Rache sinnt ist klar, doch auf welcher Seite steht Wendy?

„Das Dornenkind“ ist der mittlerweile fünfte Roman über den Ermittler Nils Trojan aus der Feder von Max Betow, der einen Blick in die Vergangenheit beinhaltet und den Täter des ersten Buches „Der Federmann“ wieder in die Handlung einbaut. Sicherlich entfaltet sich der ganze Reiz am Besten, wenn man die damaligen Ereignisse kennt und schon etwas hinter das Profil des Federmannes gedrungen ist, doch auch ohne Vorkenntnisse hat Bentow einen sehr spannenden und reizvollen Thriller abgeliefert. Das liegt zum einen an seinem typischen Schreibstil, der gleich mehrere Handlungsstränge miteinander verknüpft. So entsteht ein recht komplexes Konstrukt, das sehr verschachtelt aber gut verständlich aufbereitet ist und so eine ganz eigene Stimmung entfalten kann. Zum anderen liegt dies auch an der wunderbaren Figur der Wendy, der Tochter des Federmannes, die herrlich undurchschaubar ist und so eine sehr geheimnisvolle Aura um sich aufbauen kann. Das Motiv ihres Handelns wird wirklich erst in dem großen Finale aufgelöst, sodass über die gesamte Handlung hier viel Spannung aufgebaut werden kann – was durch die ständige Bedrohung des Federmannes noch unterstützt wird. Besonders gefallen hat mir auch wieder der private Teil um Nils Trojan, der zwar recht knapp ausgefallen ist, aber mit einem reizvollen Motiv ausgestattet ist. Der Ermittler muss sich hier brisante Fragen um seine eigene Identität stellen. Alles wird zum Schluss in einem packenden Finale zusammengeführt, bei dem ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Bentows Schreibweise gefällt mir sehr gut, auch wenn dieser gerade zu den Anfängen der Kapitel recht verworren wirkt, denn nicht immer kann man diese einer Situation sofort zuordnen. Auch die klaren Bilder und die treffende Wortwahl trägt viel zum Gelingen des Romans bei. Insbesondere die wörtliche Rede wirkt sehr authentisch und ist gut an die jeweiligen Charaktere angepasst, die so sehr gut zur Geltung kommen. Schön, dass diese hier umfassender gelungen sind als im Vorgängerroman.

Bentow hat mit seinem fünften Roman um Nils Trojan alles richtig gemacht: Die Rückkehr des Federmannes, die dichte atmosphärische Gestaltung, die interessante und undurchdringliche Figur der Wendy, die Verknüpfung mehrerer Handlungsstränge und die sanfte Einbettung von Trojans Privatleben, all das vermischt sich zu einer sehr packenden Handlung, die durch den gelungenen Schreibstil unterstützt wird.

Die Puppenmacherin

Name: Denise

Datum: 18. August 2015

Überwältigend

Ich lese nicht oft und nicht viel. Wenn ich ein Buch anfange lese ich meistens 20-30 Seiten aber ihr Buch hat mich sofort in einen Bann gezogen. Innerhalb 3 Tage habe ich es verschlungen. Ich werde mir auch noch die anderen Bücher aus der Nils Trojan Reihe kaufen. Und ich hoffe das es noch einige mehr werden

Die Totentänzerin

Name: Tinkerbell

Datum: 15. August 2015

Typischer Thriller, keine besondere Handlung - Dafür aber besonders interessante Charaktere!

Jeder kennt Max Bentow als Spiegelbestsellerautoren, geboren und aufgewachsen in Berlin. Bentow hat erst ein Schauspielstudium absolviert, zahlreiche Preise und Stipendien erhalten – dann kam das Schreiben. Vier Bücher sind bereits veröffentlicht. Es handelt sich hier um seine Serie um den Kommissar Nils Trojan. Und auch die Serie spielt in Berlin, an Orten, in denen sich Bentow auskennt, weil es ihm wichtig ist, zu wissen, worüber er schreibt, sodass es seine Plastizität niemals verliert. Das ist wichtig bei einer Geschichte. Bentow weiß also wie man einen guten Thriller schreibt.

maxbentowdietotentänzerin#
Die Reihe ist so aufgebaut, dass man getrost jedes Buch lesen könne, natürlich gibt es eine Reihenfolge, doch die bedingt nicht das Nacheinanderlesen eines jeden Buches. Um die Figur Nils Trojan allerdings in all seinen Facetten kennenzulernen, ist das Lesen beginnend mit dem ersten Teil „Der Federmann“ schon wichtig, dicht gefolgt von „Die Puppernmacherin“ und „Die Totentänzerin“. Um letzteres dreht sich auch diese Rezension. Ein vierter Band ist auch bereits erschienen – „Das Hexenmädchen“ – der fünfte Band soll diesen Sommer (2015) noch kommen.
In „Die Totentänzerin“ geht es um einen Mörder, der Liebespaare in ihren Schlafzimmern ermordet. Die Paare haben entweder gerade Sex als es passiert oder aber der Mörder fesselt sie so, dass es den Anschein hat. Der Mann wird erschlagen mit einem Hammer und im toten Zustand noch an die Frau gebunden, die sich vor Angst meist nicht rühren kann und der noch zusätzlich die Pulsadern aufgeschlitzt werden, sodass sie langsam verblutet. Alles mit dem Ziel – die Frau soll keine Lust bei ihrem Spiel haben, sie soll leiden, weil selbst der Mörder nie Lust hatte zeigen können, sie nicht mehr kennt.
Das Buch ist eine perfide Konstruktion über das Handeln eines völlig verunsicherten Menschen. Theresa Landsberg, die Frau des Kommissaritatsleiters wird beschuldigt, die Mörderin der Paare zu sein. Man kommt nicht umhin, sie in Verdacht zu ziehen, da ihre Anwesenheit bei allen Paaren sehr präsent war und ist. Nur warum? Das ist die große Frage. Ihr Mann, Leiter der Mordkommission und des Falls, muss sich aus seinem Job vorläufig zurückziehen, wenn auch wiederwillig und erst als er selbst erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt. Nils Trojan, sein engster Vertrauter, wird schwankt zwischen Unsicherheit über die Unschuld der Frau seines Chefs und zwischen dem eigenen Gefühl, dem Mörder trotzdem dicht auf der Färte zu sein. Nur wer ist es? Ist es wirklich Theresa Landsberg?
Es ist ein typischer Thriller, nichts herausragendes und dass es einen Liebespaarmörder gibt, ist auch nichts Neues. Es muss aber auch nicht immer etwas Neues sein, nur damit es gut ist. Manchmal sind die Besonderheiten die Figuren selbst, es sind ihre Charaktere. Sie handeln, wie sie handeln. Nur warum? Die Spannung hält in diesem Thriller einzig und allein die Frage nach dem Wie und warum über das Handeln von Theresa Landsberg. Sie ist die tragischste Figur im ganzen Thriller.
Über Nils Trojan erfahren wir etwas mehr. Seine Zuneigung gegenüber Jana Michels, seiner Therapeutin, bei der er sich wegen seiner Angstzustände in Behandlung befindet, nimmt Formen an, sodass er es auch als etwas „Ernstes“ betrachtet. Bei Jana ist es ebenso, auch wenn sie sich schwer damit tut, doch sie hilft Nils wo sie kann, so auch in diesem Fall. Mit ihrem Spürsinn über die Hintergründe menschlichen Handelns, bringt sie Nils auf die richtige Spur. Jana als Figur ist ebenso facettenreich wie jede andere in der Bentow-Reihe. Ein weiterer Pluspunkt ist noch: Nils Trojan ist kein Ermittler, der kurz vor dem aus ist, er ist kein völlig Kaputter, der sich in Alkohol ertrinkt und vor lauter privaten Problemen alles andere vergisst. Er ist ein guter Ermittler, der auch Probleme hat, sein Beruf im Blick hält und sich zu helfen weiß.
Betrachtet man zum Schluss noch Bentows lockeren, klaren und leichten Schreibstil, kommt man zu dem Schluss einen guten, unterhaltsamen Thriller vor sich zu haben. Betrachtet man es genauer, liegt es lediglich an den Figuren, die so menschlich und unbeschreiblich tiefgründig sind, dass man eben jenen Eindruck gewinnt.

Die Totentänzerin

Name: wassollichlesen

Datum: 26. Juli 2015

Wie "Cluedo"

Vielleicht nicht ganz so spannend, wie "Der Federmann" oder "Die Puppenmacherin", aber bei weitem verwirrender. Die Jagd nach dem Mörder, der hier sein grausames Spiel treibt, konnte ich bis zum Ende nicht durchschauen.

Max Bentow lenkt mit vielen Nebenschauplätzen und Ereignissen geschickt den Verdacht von Kapitel zu Kapitel auf einen anderen Protagonisten. Ich habe meine Vermutung, wer es denn jetzt war, öfter verworfen, als ich "Es war Homer, im Atomkraftwerk mit dem Donut" bei
Simpsons-Cluedo hätte sagen können. Dies geschieht aber nicht völlig unglaubwürdig, sondern nachvollziehbar.
Und wie es der Zufall so will, passt Nils Trojan genau in das Beuteschema des Mörders..

Fazit

Ich liebe es, wenn ich erst am Schluss durchsteige und erfahre, wer der wahre Täter ist. Die Fälle um Nils Trojan konnten sich hier grade deshalb ein weiteres Mal steigern.
Diesmal bestimmt nicht die Jagd nach dem Täter das Geschehen, sondern die Frage, "wer ist der Täter??"

Die Puppenmacherin

Name: wassollichlesen

Datum: 26. Juli 2015

Thrill made in Germany

Der zweite Teil der Nils-Trojan-Reihe ist ein feiner und harter Thriller made in Germany.
Oft ist es ja nicht zwingend nötig den ersten oder die vorhergehenden Teile von Thrillerreihen zu lesen, hier halte ich es aber für sinnvoll, denn die Geschichte schließt sich nahezu lückenlos an „Der Federmann“ an.
Am Anfang habe ich mich ein bisschen schwer getan, in die Story um die Puppenmacherin Josie reinzukommen. Irgendwie gefiel mir ihre „Rolle“ nicht und ihr seltsamer Freund ebenfalls nicht. Aber im Verlauf der Geschichte erfährt man von ihrer schrecklichen Vergangenheit und nebenbei geschehen einige grausige, abgedrehte Morde. Max Bentow, wie kommt man auf so eine Idee??
Von dem Moment des ersten Mordes an, gibt es kein Halten mehr. Ich habe das Buch an einem Stück runter gelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Bis zum Showdown geht es Schlag auf Schlag.
Es hat angenehm lange gedauert, bis sich der Täter zu erkennen gab. Der Hintergrund des Täters kam mir zwar aus einem anderen Buch („Du darfst nicht lieben“) bekannt vor, aber ist deshalb nicht weniger beklemmend.
Das Buch ist einfach und kurzweilig geschrieben, was das schnelle Lesen enorm erleichtert. Wenn das nicht der Fall wäre, würde man als Leser wahrscheinlich durchdrehen oder nach der Hälfte keine Fingernägel samt Kuppen mehr besitzen.
Das einzig nervige war die Beziehung zwischen Nils Trojan und seiner Psychologin, die bereits in Teil 1 vertreten war und einiges mitgemacht hat..

Das Buch zeigt außerdem auf, was ältere Witwen im Altenheim insgeheim so machen :-)

Fazit

„Die Puppenmacherin“ hat mir noch einen Ticken besser gefallen als Teil 1 und: Nils Trojan trinkt auch immer noch nicht, jedenfalls nicht in dieser Thriller-Detective-Alkoholiker-Weise.
Und jetzt, her mit „Die Totentänzerin“!

Der Federmann

Name: wassollichlesen

Datum: 26. Juli 2015

Toller Auftakt!!

Das Buch hat mich zu Beginn an den großartigen Vogelmann von Mo Hayder erinnert, der Eindruck verflüchtigte sich dann aber recht zügig.
Der Federmann ist sehr schnell geschrieben, mit prägnanten Sätzen, sodass ich einfach weiterlesen musste. Schnell, schnell, der Federmann ist unterwegs!
Ein wahrer Pageturner, den ich in einem Zug hätte durchlesen können.
Bei deutschen Thrillern habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass sie nicht sonderlich brutal sind. Tja, hier wurde ich eines Besseren belehrt. Die Morde sind bestialisch und die Verkleidung des Mörders ist.. grotesk. Ein treffenderes Wort fällt mir nicht ein.
Aber es gibt in diesem Buch noch weitere "Neuigkeiten" für mich: zum Beispiel offenkundige Gefühlsäußerungen wie etwa "bitte jetzt nicht kotzen" an Tatorten oder, und das ist wirklich lobenswert: ein Ermittler, der, obwohl er ein psychisches Wrack ist (okay, nicht so neu), sich nicht bei jeder Gelegenheit volllaufen lässt. Danke, Max Bentow!
Es hat gedauert, bis ich wusste, wer der Federmann ist, aber dann ging alles ganz schnell. Vielleicht alles in allem ein bisschen zu schnell. Dass am Ende dann nicht sonderlich weit ausgeholt wird und es nicht überladen daherkommt, passt allerdings sehr gut.
Ich möchte auch nicht sagen, dass das Motiv des Mörders an den Haaren herbeigezogen ist (hahahaha..), weil sich mir die Motive der Mörder eigentlich nie erschließen, aber in diesem Fall.. naja, es ist okay.
Auf ein bestimmtes Opfer verzichtet Max Bentow ganz bewusst, hoffe ich zumindest, weil der Leser (ich jedenfalls) die ganze Zeit nur darauf wartet, dass ebendieses Opfer entführt wird.
Eine Frage stellte sich mir die ganze Zeit, nämlich, was passiert wäre, wenn die vermeintlichen Opfer sich die Haare einfach gefärbt hätten??

Fazit

Den Nachfolger "Die Puppenmacherin" werde ich auf jeden Fall lesen! "Der Federmann" ist ein vielversprechender Einstieg in eine neue Thriller-Reihe.

Die Totentänzerin

Name: Justine Wynne Gacy

Datum: 13. Juli 2015

Hält nicht, was es verspricht ...

Die Zutaten für einen Psychothriller sind ja inzwischen eigentlich jedem bekannt: Man braucht einen abartigen Serienmörder, ein paar Kommissare mit düsterer Vergangenheit und einem gewissen Charme, eine geistig verwirrte Frau damit die Brust-Qute erfüllt wird und verrühre dies so lange bis eine Handlung entsteht.

Dazu nimmt man ein paar Liter Blut und einige kranke Ideen und zack. Der nächste Thriller dieser Art wurde geboren.

Spannend, leicht zu lesen und höchstens als Ablenkung geeignet. Die handelnden Personen bleiben auf dem Papier und schleichen sich nicht ins Herz, nicht mal mit den Opfern litt ich wirklich mit.... Also mehr so lala.
Kann man lesen, muss man aber überhaupt nicht!

Die Puppenmacherin

Name: Irve liest

Datum: 7. Juli 2015

*+* Diese Mordwaffe...... *+*

Liebe Lauschfreunde,

kennt ihr schon die Nils Trojan Reihe von Max Bentow? Dieses Buch ist der zweite Fall des Ermittlers und man muss den Auftaktband “Der Federmann” nicht gelesen haben, um die Fortsetzung zu verstehen.
Max Bentow kreiert hier wieder ein sehr spannendes Szenario – Schaudern garantiert!

Josie wurde vor einem Jahr überfallen und ist dem Tod in letzter Sekunde entronnen. Sie wurde zufällig gefunden und gerettet. Ihr Angreifer starb kurz darauf bei einem Autounfall.

Die junge Frau versucht, zurück ins Leben zu finden. Josie wird zum Fixstern in ihrem eigenen kleinen Universum der Angst. Sie gestattet es nur einigen wenigen Planeten, um sie herum zu kreisen, wenige Freunde, ihre behandelnde Ärztin sowie ihre Passion – selbstgeschneiderte Puppen mit Häkelmützen, mit deren Verkauf sie sich ihren Lebensunterhalt verdient.

Josie kommt seit dem Angriff mehr schlecht als recht durch ihr Leben – in vielerlei Hinsicht. Als ihr damaliger Peiniger sie jedoch anruft und sie seine Stimme hört, glaubt sie, verrückt zu werden. Als Attentate auf die Planeten ihres kleinen Universums verübt werden, dreht sich ihr Karussell der Panik immer schneller.

Lebt der Täter entgegen aller Logik etwa doch noch? Oder gibt es einen Trittbrettfahrer? Aber warum? Und worauf hat er, wer auch immer er auch sein mag, nur abgesehen?

Max Bentow wechselt geschickt zwischen Josie und ihrem Umfeld und dem Täter hin und her. Die Situation der Frau, die offenbar nicht zur Ruhe kommen darf, wird sehr fesselnd und mitfühlend geschildert. Aber auch dem Täter, seiner Vergangenheit, seiner Entwicklung und den Beweggründen für die perfiden Handlungen wird genügend Raum gegeben. Ich konnte die Entwicklung, die keinesfalls freiwillig geschehen war, sehr gut verstehen. War erschüttert, was man einem Menschen antun kann – ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, dass man dabei Böses anrichtet – und sprachlos, welche folgenschwere Kreise die eigenen schlimmen Erlebnisse in diesem Fall gezogen haben.

Der Autor lässt nichts außer Acht, berichtet umfassend, ohne Lücken oder offene Fragen zu hinterlassen. Jedoch bleibt der Pepp, der diesem Thriller über weite Strecken inne wohnte, zum Schluss hin etwas auf der Strecke. Der Fall war längst gelöst, als es als kleinen Nachschlag noch einen längeren Ausflug privater Natur gab.

Der Thriller ist sehr gut durchdacht. Es gab einen Täter, den wohl lange Zeit niemand auf der Rechnung hatte. Durch die Wahl der Mordwaffe werden bei Trojan Erinnerungen an die tiefste Kindheit geweckt. Lange Zeit ist nicht klar, ob dieser frühere Vorfall möglicherweise mit den aktuellen Taten im Zusammenhang steht.

Auch das Private kommt nicht zu kurz. Das Umfeld der Charaktere des Thrillers – Täter, Opfer, Ermittler – wird gründlich durchleuchtet und man hat als Hörer fast schon das Gefühl, diese Personen wirklich zu kennen. Jeder hat seine eigene Geschichte bekommen und wird so als Charakter geifbarer. Sie alle sind teilweise bis ins Detail beschrieben und ich konnte mich gut sowohl in das Opfer als auch den Täter hineinversetzen.

Vom Ende abgesehen, das sehr ausschweifend gestaltet ist, hat Max Bentow für meinen Geschmack das rechte Maß und Verhältnis von Spannung zu Phasen zum Durchatmen sowie von Krimi zu Privat gefunden.

Axel Milberg spricht diesen Thriller sehr passend. Er setzt die Bandbreite der verschiedenen Stimmungen von spannend, ängstlich, panisch, hoffnungsvoll bis hin zu romantisch sehr gut um und unterstützt dadurch den Hörer, sich gut in den Fall und die Personen hineinzuversetzen.

Inhalt:
Der Berliner Kommissar Nils Trojan wird an den Schauplatz eines Mordes gerufen: In einem Keller wurde der Körper einer jungen Frau gefunden, seltsam erstarrt in einem monströsen Sarkophag aus getrocknetem Schaum. Bei seiner Recherche stößt Trojan auf einen älteren Fall, der verblüffende Parallelen aufweist. Doch der Täter von damals gilt inzwischen als tot. Wird seine schreckliche Vorgehensweise kopiert? Oder ist er doch noch am Leben und besessen davon, sein Werk fortzusetzen? Trojan bittet die Psychologin Jana Michels um Hilfe, denn er spürt, dass das Töten noch lange kein Ende hat …
Autor:
Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mit den vier bisher erschienenen Kriminalromanen um den Berliner Kommissar Nils Trojan gelang Max Bentow ein großer Erfolg, alle Bücher standen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Sprecher:
Axel Milberg war bis 1998 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele und arbeitete mit Regisseuren wie Peter Zadek, Thomas Langhoff oder Dieter Dorn. Mitte der 90er Jahre wandte sich der wandelbare Schauspieler verstärkt Film und Fernsehen zu. Seither war er in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen, z. B. in “Nach fünf im Urwald” (1995), “Jahrestage” (2000), “The International” (2009), “Ludwig II.” oder “Hannah Arendt” (2012). 2013 spielte er in den Verfilmungen der Romane “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche und “Rubinrot” von Kerstin Gier. Seit 2003 ist Axel Milberg außerdem in seiner Heimatstadt Kiel als “Tatort”-Kommissar Klaus Borowski auf Verbrecherjagd.
Quelle: Randomhouse

Die Totentänzerin

Name: Maya Shepherd

Datum: 21. Juni 2015

Spannende Unterhaltung

„Die Totentänzerin“ ist der dritte Psychothriller der Reihe um Ermittler Nils Trojan. Wie gewohnt startet das Buch mit einem spannenden Prolog, der neugierig auf mehr macht. Aber auch danach geht es rasant weiter. Die Perspektive wird öfters gewechselt und sorgt damit für Abwechslung und Spannung. Egal aus wessen Sicht Autor Max Bentow schreibt, es ist immer glaubhaft.
Die Geschichte weiß mit kreativen Ideen zu überzeugen, die ich so bisher aus keinem anderen Thriller kannte.
Nils Trojan ist mir als Protagonist der Reihe auch weiterhin symphytisch. Seine Handlungen sind logisch, nachvollziehbar und immer darauf bedacht das Richtige zu tun.
Das Ende war für mich nicht vorhersehbar, sondern überraschend, aber dennoch logisch. Gerade das Rätseln werder Täter sein könnte, macht für mich einen guten Thriller aus.
Mir hat das Buch durchweg gefallen, nur am Ende hätte ich mir auf einige Fragen mehr Antworten gewünscht. Ich hoffe, dass diese in dem Folgeband geklärt werden.

Fazit:
„Die Totentänzerin“ ist einer spannender Thriller mit neuen Ideen, der seinen Leser zu fesseln weiß. Einziger Abzug gibt es für zu viele ungeklärte Fragen am Ende.

Die Totentänzerin

Name: CogitoLeider

Datum: 13. Juni 2015

richtig gut

Ich habe es geahnt – und die Bestätigung freut mich richtig!
War ich bei ‚Der Federmann’ noch ein wenig angeödet wegen der Durchschnittlichkeit, hatte ich Hoffnung auf Besserung, nachdem ich ‚Die Puppenmacherin’ gehört hatte. Und ja, ‚Die Totentänzerin’ hat endlich genau das, was ich an einem Thriller liebe.

Natürlich ist die Geschichte sehr spannend, vor allem auch, weil ich als Hörer ständig auf der falschen Spur war, richtig toll! Vielleicht kommt man schneller auf die Lösung, aber mich hat sie einigermaßen überrascht, auch und ganz besonders wegen Axel Milberg, der endlich genau den Ton (die Töne) gefunden hat, um mein Kopfkino anzuwerfen und mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die unterschiedlichen Stimmen, das Feingefühl für die Situationen, all das hat mich restlos begeistert und mir ein spannendes Hörvergnügen beschert. Und eins, das keine Wünsche an den Sprecher offen lässt.

Inhaltlich fand ich es gut, dass Max Bentow auf ‚widerliche’ Einzelheiten aus dem Leben des Täters verzichtet und mit mehr psychologischem Fingerspitzengefühl arbeitet, also weniger auf Ekel setzt und mehr auf die Tiefe eingeht.

Auch gefällt mir das ‚Ermittlerduo’ immer besser und ja, ich will wissen, wie es mit denen weitergeht, zumal die Geschichte mit dem Bruder einen schönen weiteren Erzählstrang verspricht.

So bin ich wirklich froh, die ersten beiden Teile gehört zu haben, um in den vollen Genuss des dritten zu kommen. Denn der hat ‚Skandinavien-Niveau’ und Suchtpotential. Manchmal muss sich eine Serie entwickeln.

Fazit?
Ein richtig, richtig guter Thriller, der in Axel Milberg einen richtig, richtig guten Sprecher hat.

Fragen an Max Bentow?

Wenn Sie Fragen an den Autor haben, leitet unsere Presseabteilung diese gerne weiter. Bitte schreiben Sie hierzu an Katrin.Cinque@randomhouse.de