Max Bentows Brief über sein neues Buch
"Der Traummacher"

Liebe Leserinnen und Leser,

wer schon einmal einen geliebten Menschen an den Tod verloren hat, kann sicherlich nachvollziehen, wie groß die Sehnsucht ist, derjenige möge zu den Lebenden zurückkehren. Ein Hadern mit dem Schicksal, ein Wünschen, Fiebern, Träumen.

Und wenn der Traum nun Wirklichkeit wird?

Was, wenn uns die Toten erscheinen, wir sie hören und sehen können? Wo auch immer sie vorher waren, im großen Nichts, einer Art paradiesischem Himmel oder gar der Hölle, mit einem Mal stehen sie wieder vor uns?

Was wäre, wenn? Diese Frage ist für mich oft der Beginn einer spannenden Geschichte. Auch wenn mir die Frage noch so verrückt erscheint, hat sie mich erst einmal gepackt, gehe ich ihr weiter nach.

Eine Tote kehrt zurück. Es ist der Wunschtraum einer trauernden Mutter. So notierte ich es anfangs auf einem Blatt Papier.

Diese Idee führte mich zur nächsten Frage: Sollte sich der Wunsch letztlich als Albtraum erweisen? Was, wenn die heimkehrenden Toten eine furchtbare Veränderung durchgemacht haben?

Keine Sorge, in meinem neuen Thriller "Der Traummacher" geht es nicht übersinnlich zu, für alles gibt es eine rationale Erklärung. Aber mit der gruseligen Vorstellung, dieser bedrohlichen Phantasie, die Toten würden uns heimsuchen, wird auch Hauptkommissar Nils Trojan konfrontiert, ein Mensch, der zwar mit seinen Ängsten zu kämpfen hat, der aber paranormale Theorien entschieden ablehnt.

Trojan glaubt nicht an Untote, hält nichts von Geisterbeschwörungen und magischem Denken. Und doch wird er eines Nachts ein Grab öffnen müssen und in einen schwindelerregenden Abgrund schauen ...

Ich freue mich, Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit dem Buch auf eine Reise mitnehmen zu können, die mir schon beim Schreiben manchen Schauer über den Rücken getrieben hat. In diesem Zusammenhang ein privates Geständnis: Während meiner intensiven Schreibphasen träume ich sehr bunt und sehr plastisch von den Figuren aus meinen Romanen, so auch von der titelgebenden Person, dem Macher der Träume selbst. Er griff nach mir. Sein großes Auge starrte mich an. Seine Fratze hatte Ähnlichkeit mit dem Graffito auf einem Abwasserrohr, das ich kurz zuvor fotografiert hatte.

Angst Symbol - Max Bentow

Übrigens wird in dem Buch auch ein Hund auftauchen, über den ich bereits in einem früheren Brief an Sie auf dieser Homepage berichtet habe, ein Hund, der ganz allein seine Runden dreht, um dann urplötzlich unter der Jalousie einer Ladenwohnung zu verschwinden. Seitdem ich ihn regelmäßig im Kiez von Nils Trojan beobachten konnte, hatte ich den Plan, ihn eines Tages in einen meiner Thriller einzubauen.

Was nun geschehen ist ...

Jedenfalls fiebere ich dem 22. August 2016 entgegen, wenn "Der Traummacher" endlich erscheint, und wünsche Ihnen allen spannende Unterhaltung mit dem sechsten Band der Nils-Trojan-Reihe.

Bis bald und herzliche Grüße,

Ihr Max Bentow

 

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