Ein Brief von Max Bentow

Liebe Leserinnen und Leser,

es leuchtet wieder am Landwehrkanal in Berlin. In den Weiden am Ufer flirrt das Licht schier endlos langer Sommertage. Fröhliche Menschen schippern auf selbstgebauten Flößen vorbei, die auf den Bugwellen dichtbesetzter Ausflugsdampfer ins Schaukeln geraten. Auch viele Schlauchboote sind in diesem Jahr auf dem Kanal unterwegs, eines davon sehe ich oftmals abends hochkant auf dem Balkon eines Wohnhauses stehen, für die nächste Ausfahrt bereit. Strandtücher wie bunte Flickenteppiche auf den Wiesen, der öffentliche Raum als Chill-Out-Zone. Gelächter und Musik, eine Frau übt das Spiel auf der Ukulele, gelegentlich hört man eine Trompete schmettern, das muss der Mann sein, der für gewöhnlich nachmittags auf der Kaimauer musiziert. Neulich wurde sogar eine Hochzeit im Park gefeiert, noch Tage später sah man die gestreuten Rosenblätter auf den Wegen.

Floß - Max Bentow

Wenn mich meine Streifzüge weiter nach Neukölln hineinführen, komme ich in der Weserstraße an einem Fotoautomaten vorbei. Er dient eigentlich weniger der Herstellung von Passbildern, eher dem Ablichten von Paaren und Freunden, die schöne Momente festhalten wollen. Jenseits aller digitalen Knipserei entstehen hier gewissermaßen Selfies auf Fotopapier.

Kommissar Nils Trojan aber wird an diesem Automaten künftig nicht mehr vorübergehen, ohne ein kaltes Schaudern zu verspüren. Warum das so ist, können Sie, liebe Leserinnen und Leser, in meinem neuen Thriller „Das Dornenkind“ erfahren, der am 24. August erscheint. Und ich kann Ihnen versprechen, es wird extrem spannend! Ich freue mich schon sehr auf den Erscheinungstermin. Denn zum einen handelt es sich um ein kleines Jubiläum: Es ist bereits der fünfte Trojan-Thriller. Zum anderen wird eine Gestalt wiederkehren, mit der alles begann: Der Federmann ist zurück!

Ihn wiederaufleben zu lassen, war für mich eine große Herausforderung, und in der Rückschau kann ich sagen, dass die Arbeit an dem Buch für mich etwas ganz Besonderes war. Das hat nämlich nicht nur mit diesem unheimlichen Vogelwesen zu tun, das mich zuweilen selbst in meinen Alpträumen heimsucht, sondern auch mit einer rätselhaften jungen Frau namens Wendy Hain ...

Aber lesen Sie selbst, ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

Fotoautomat - Max Bentow

Ganz herzlich möchte ich mich bei Ihnen für die vielen Kommentare auf meiner Website bedanken. Ich lese sie täglich, sie sind mir Antrieb für die kommenden Bücher und eine große Freude!

Zudem freue ich mich auf all die spannenden Lesungen, bei denen ich die Gelegenheit haben werde, mit Ihnen persönlich in Kontakt zu treten.

Bis dahin wünsche ich Ihnen allen einen schönen Sommer.

Ihr Max Bentow

 

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